{"id":11185,"date":"2017-01-24T21:11:48","date_gmt":"2017-01-24T20:11:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gutenberg-gym.de\/?p=11185"},"modified":"2017-01-24T21:11:48","modified_gmt":"2017-01-24T20:11:48","slug":"exkursion-des-geschi-gk-in-das-frauenmuseum-wiesbaden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gutenberg-alt.wiesan.de\/hp\/2017\/01\/exkursion-des-geschi-gk-in-das-frauenmuseum-wiesbaden\/","title":{"rendered":"Exkursion des Geschi-GK in das Frauenmuseum Wiesbaden"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.gutenberg-gym.de\/hp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_4130.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/www.gutenberg-gym.de\/hp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_4130-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\"\/><\/a>Am Dienstag, den 17. Januar 2017 sa\u00dfen wir morgens nicht so wie immer in unserem Geschi-Raum, sondern trafen uns mit Frau Thorn um 9.00 Uhr vor dem Frauenmuseum Wiesbaden in der W\u00f6rthstra\u00dfe.<br \/>\nIm Unterricht hatten wir uns mit der Gesellschaft im Kaiserreich befasst, insbesondere mit der Frauenbewegung von 1848 bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Hierzu hatten wir ein ausf\u00fchrliches Referat von Paul und Vivien geh\u00f6rt. Somit verf\u00fcgten wir schon \u00fcber ein bisschen Vorwissen und dieser Museumsbesuch war die perfekte Gelegenheit f\u00fcr uns, dieses zu erweitern.<br \/>\nDas Frauenmuseum in Wiesbaden wurde im November 1984 als das 2. Frauenmuseum in Deutschland er\u00f6ffnet; nur 50 Museen zu dieser Thematik finden sich weltweit.<br \/>\nHier in Wiesbaden sammeln Beatrixe Klein und Kim Engels gemeinsam mit ihrem Team schon \u00fcber viele Jahre hinweg Informationen zu einzelnen bedeutenden Frauen, besch\u00e4ftigen sich mit der Frage, wie Frauen seit dem 19. Jahrhundert im Wandel der Zeit gelebt haben und wie sich die Geschlechterverh\u00e4ltnisse in den verschiedenen Epochen darstellen lassen.<br \/>\nUnsere 45-min\u00fctige F\u00fchrung von Kim Engels durch das 3-st\u00f6ckige Haus war sehr lebhaft und interessant gestaltet, die jugendlich wirkende Frau spr\u00fchte nur so vor Begeisterung und so h\u00f6rten wir gespannt zu.<br \/>\nDie erste Ausstellung in der obersten Etage hie\u00df \u201eHopeful Arrival\u201c. Dort hingen Bilder von 16 gefl\u00fcchteten Frauen aus verschiedenen Kulturkreisen, haupts\u00e4chlich aber aus Syrien und Afghanistan, welche alle das gemeinsame Ziel verfolgen erkennbar \u201eFrau sein\u201c zu d\u00fcrfen, d.h. keinen Schleier tragen zu m\u00fcssen. Mit diesen interessanten Frauen arbeitet das Team des Frauenmuseums schon l\u00e4ngere Zeit zusammen und erf\u00e4hrt bei regelm\u00e4\u00dfigen Treffen etwas \u00fcber deren Leben. Vor allem die Visionen, Tr\u00e4ume, W\u00fcnsche und Ziele dieser Frauen werden eingefangen und auf anschauliche Weise im Museum dargestellt.<br \/>\nEindrucksvoll und zum Nachdenken anregend waren F\u00e4den, die unter den Bildern in einem scheinbaren Wirrwarr angebracht worden waren und Buchstabenkombinationen&nbsp; miteinander verbanden; bei genauem Hinsehen beziehungsweise Verfolgen dieser bildeten sich W\u00f6rter, beziehungsweise Aussagen wie \u201eStille\u201c, \u201eFrieden\u201c, \u201esich sicher f\u00fchlen\u201c, \u201eDeutschland = frei sein\u201c, \u201eGleichberechtigung\u201c, \u201eLiebe\u201c oder \u201eRespekt\u201c.<br \/>\nIm 2. Stock konnten wir unz\u00e4hlige unterschiedliche Frauenfiguren als das Ergebnis einer Grundlagenforschung entdecken. An einem sehr anschaulichen Beispiel erz\u00e4hlte uns Kim Engels, welches Bild vor noch gar nicht allzu langer Zeit von Frauen bestand \u2013 ja bis heute in vielen Kulturkreisen noch besteht und wie sehr das weibliche Geschlecht in bestimmte Vorstellungen \u201ehineingepresst\u201c wurde. Man hatte menschliche Knochen mit einer Reihe von Waffen drumherum liegend gefunden; zweifelsohne musste das ein tapferer Krieger gewesen sein\u2026 . Als aber Jahrhunderte sp\u00e4ter eine Gyn\u00e4kologin das Skelett erneut in Augenschein nahm, stellte sich heraus, dass es sich wohl um eine tapfere KriegerIN gehandelt haben muss, denn die Form des Beckens zeugte von mehreren Schwangerschaften.<br \/>\nIm Ausstellungsbereich \u201eCyclomania \u2013 radelnde Frauen\u201c in der ersten Etage konnten wir uns dar\u00fcber informieren, wie Frauen durch die Erfindung des Fahrrads seit Beginn des 19. Jahrhunderts einerseits eine ungleich gr\u00f6\u00dfere Mobilit\u00e4t genossen, andererseits aber durch die f\u00fcr diese Epoche typische Frauengarderobe stark eingeschr\u00e4nkt wurden.<br \/>\nDa das Frauenmuseum Wiesbaden aktuell den 200. Geburtstag des Fahrrads feiert, wurden wir in dieser Ausstellung zu einer Zeitreise in die Geschichte des Damenfahrrads eingeladen.<br \/>\nKim Engels erz\u00e4hlte uns, Frauen seien schon von Beginn an gerne geradelt, h\u00e4tten aber lange Zeit unter massiver Diskriminierung leiden m\u00fcssen, indem sie beschimpft oder gar bespuckt wurden, weil es als unschicklich f\u00fcr das Frauengeschlecht galt, sich mit seiner Alltagskleidung auf ein Hochrad, auf die Michauline oder auf eine \u201eDrais`sche Laufmaschine\u201c zu begeben. Die langen Kleider wogen bis zu 10 Kilo und das damals \u00fcbliche Korsett machte ein komfortables Fahren schier unm\u00f6glich. Als das \u201eLadies Pedestrian Horse\u201c \u2013 ein Laufrad \u00ad\u2013 erfunden wurde, entwickelte sich auch die Kleidung weiter. Jetzt trugen die Frauen erstmalig weite Pumphosen, die endlich auch einen bequemen Sitz auf dem Rad erm\u00f6glichten.<br \/>\nWenn man also die Geschichte des Fahrrads betrachtet, so sind neben dessen technischer Entwicklung auch die sozialen Aspekte darum herum mit einzubeziehen.<br \/>\nZum Ende des Vormittags h\u00f6rten wir uns einen l\u00e4ngeren Vortrag von Beatrixe Klein \u00fcber zwei Frauen an, die f\u00fcr die feministische Bewegung besonders wegweisend waren: die zwei Frauenrechtlerinnen Anna von Doemming und Ika Freudenberg, die sich f\u00fcr den Verein der Frauenbildungsreform engagiert haben.&nbsp;&nbsp;<br \/>\nDurch unseren Ausflug in das Frauenmuseum Wiesbaden haben wir einiges \u00fcber die Frauenbewegung seit Beginn des 19. Jahrhunderts dazulernen und unser Wissen aus der Schule mit neuen Informationen und Anschauungsweisen bereichern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>von Elise Steinbrenner<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Dienstag, den 17. Januar 2017 sa\u00dfen wir morgens nicht so wie immer in unserem Geschi-Raum, sondern trafen uns mit Frau Thorn um 9.00 Uhr vor dem Frauenmuseum Wiesbaden in der W\u00f6rthstra\u00dfe. Im Unterricht hatten wir uns mit der Gesellschaft im Kaiserreich befasst, insbesondere mit der Frauenbewegung von 1848 bis zum Anfang des 20. 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