{"id":16889,"date":"2019-10-24T09:21:05","date_gmt":"2019-10-24T07:21:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gutenberg-gym.de\/?p=16889"},"modified":"2019-10-27T21:44:33","modified_gmt":"2019-10-27T20:44:33","slug":"__trashed","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gutenberg-alt.wiesan.de\/hp\/2019\/10\/__trashed\/","title":{"rendered":"Paul Kester zu Besuch an der Gutenbergschule"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Am Mitwoch, den 26. Juni 2019 hat Paul Kester (fr\u00fcher Paul Kleinstra\u00df) als ehemaliger Sch\u00fcler der Gutenbergschule und Zeitzeuge des Nationalsozialismus den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der 9a und 9b von seinem Leben zur Zeit des Nationalsozialismus in Wiesbaden erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Paul Kester, als Kind j\u00fcdischer Eltern 1925 in Wiesbaden geboren, wuchs zun\u00e4chst \u201eganz normal\u201c in einer mittelst\u00e4ndischen Familie mit alter Familientradition auf und es war f\u00fcr ihn undenkbar, dass alles einmal anders kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>1,5 Millionen j\u00fcdische Kinder wurden durch die Nationalsozialisten ermordet &#8211; Paul Kester hat \u00fcberlebt und bezeichnet sich selbst als zu einer Minderheit zugeh\u00f6rig, die einfach Gl\u00fcck gehabt habe. Er empfindet es als seine Aufgabe anderen Menschen von seinen Erlebnissen zu erz\u00e4hlen &#8211; und so hat er uns von seinen Kindheits- und Jugenderinnerungen zur Zeit des Nationalsozialismus erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Paul Kester erinnert sich, dass zur Zeit seiner Kindheit in Wiesbaden viel Armut vorherrschte, Bettler das Stra\u00dfenbild pr\u00e4gten, es oft politische Unruhen gab und vermehrt Schilder in den Stra\u00dfen zu sehen waren, auf denen stand: \u201eDie Juden sind unser Ungl\u00fcck.\u201c , \u201eDie Juden sind schuld, dass wir den Krieg verloren haben.\u201c Und \u201eDie Juden sind Verbrecher.\u201c Als Kind hat Paul Kester die Schilder nicht verstanden, denn in seiner Familie gab es ja keine\u00a0Verbrecher&#8230;<\/p>\n<p>1933, dem Jahr der Macht\u00fcbernahme Hitlers, lebten in Wiesbaden \u00fcber 3000 Menschen j\u00fcdischen Glaubens, bzw. j\u00fcdischer Herkunft. Sukzessive wurden in den folgenden Jahren den j\u00fcdischen Mitmenschen ihre Rechte entzogen. Paul Kester erinnert sich, dass zwei seiner Cousins nicht mehr studieren durften, arische Haushaltsangestellte nicht mehr in j\u00fcdischen Familien arbeiten durften und viele Familienmitglieder seiner Familie beschlossen hatten auszuwandern. Anfangs glaubte niemand, dass alles noch schlimmer werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Als guter Sch\u00fcler wollte Paul Kester 1936 nach der Volksschule seine Ausbildung an einem Gymnasium fortsetzen. Nach verschiedenen Absagen an anderen Schulen in Wiesbaden, wurde er schlie\u00dflich an der Gutenbergschule aufgenommen, die er von 1936 bis 1938 besuchte. An der GBS war auch sein Freund Leo Kahn, ebenfalls ein j\u00fcdischer Sch\u00fcler, der mit ihm die gleiche Klasse besuchte. Leo Kahn war Paul Kesters bester Freund, den er heute noch vermisst.<\/p>\n<p>Die Gutenbergschule beschreibt Herr Kester als gute und anspruchsvolle Schule.<br \/>\nEr und Leo Kahn wurden als j\u00fcdische Sch\u00fcler an der GBS toleriert.<br \/>\nPaul Kester erinnert sich daran, dass im Unterricht \u201eRassenlehre\u201c durchgenommen wurde und die j\u00fcdischen Merkmale, \u201ekrumme Nase, gro\u00dfe Ohren und miese Gesichtsz\u00fcge\u201c dargestellt wurden, demgegen\u00fcber die arische Rasse mit blonden Haaren, eben wie \u201etypische Norweger\u201c beschrieben wurde.<br \/>\nPaul Kester, zu dem Zeitpunkt 11 Jahre alt, hatte blonde Haare, eine gerade Nase und blaue Augen. Die Lehrer mussten zugeben, dass die beiden j\u00fcdischen Jungen nicht so wie in der Rassenlehre dargestellt, aussahen, meinten aber, dass es in der Theorie der \u201eRassenlehre\u201c so sei.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Paul Kestner erinnert sich weiterhin, dass seine Klassenkammeraden nach der Schule die Hitlerjugend besuchten und er in einen j\u00fcdischen Sportverein ging.<\/p>\n<p>Auch Familie Kleinstra\u00df besch\u00e4ftigte sich zunehmend mit dem Gedanken auszuwandern. Es war aber schwierig in ein fremdes Land zu gehen, in dem man nicht erw\u00fcnscht war, die Sprache nicht sprach und keine Arbeit hatte. 1938 wanderte Paul Kesters \u00e4ltere Schwester im Alter von 14 Jahren zu Verwandten in die USA aus.<\/p>\n<p>Ab dem Sommer 1938 versch\u00e4rfte sich die Situation f\u00fcr j\u00fcdische Menschen und so auch f\u00fcr die Familie Kleinstra\u00df. Am 10. November 1938 wurden Leo Kahn und Paul Kester vom Schulverwalter aufgefordert, wegen der Unruhen in der Stadt die Schule zu verlassen und nach Hause zu gehen. Die Synagoge am Michelsberg stand in Flammen. Vor dem Gesch\u00e4ft von Paul Kesters Vater hatte sich eine Menschenmenge gebildet, die die gro\u00dfen Schaufenster des Gesch\u00e4fts zerst\u00f6rte. Paul Kesters Vater wurde verhaftet, konnte fliehen und sich verstecken, bis er nach zwei Tagen wieder zur Familie zur\u00fcckkehrte, von der Gestapo erneut abgef\u00fchrt und ins KZ Dachau gebracht wurde.<\/p>\n<p>Paul Kester und seine Mutter r\u00e4umten das zerst\u00f6rte Gesch\u00e4ft auf und Paul Kester und Leo Kahn gingen wieder zur Schule. Ab dem 15. November 1938 war es f\u00fcr j\u00fcdische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht mehr m\u00f6glich, staatliche oder kommunale Schulen zu besuchen.<\/p>\n<p>Somit endete Paul Kesters Schulbesuch an der Gutenbergschule im November 1938.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einige Familienmitglieder der Familie Kleinstra\u00df in das KZ Buchenwald oder KZ Sachsenhausen deportiert wurden und auch ein Cousin dort get\u00f6tet wurde \u2013 offizielle Nachricht der Todesursache lautete \u201ean Herzinfarkt gestorben\u201c -, kam Paul Kesters Vater aus dem KZ Dachau zur\u00fcck und musste sich fortan w\u00f6chentlich bei der Gestapo melden. Als guter und trainierter Sportler hatte Paul Kesters Vater Dachau \u00fcberstanden.<\/p>\n<p>Weiterhin stellten sich auch die Kleinstra\u00df die Frage, wie sie aus Deutschland herausk\u00e4men \u2013 solange sie keine Wertsachen mitnehmen w\u00fcrden, w\u00e4re es m\u00f6glich gewesen das Land zu verlassen, allerdings war es nicht so leicht ein aufnehmendes Land zu finden.<\/p>\n<p>Einige europ\u00e4ische L\u00e4nder waren bereit j\u00fcdische Kinder aufzunehmen, so zum Beispiel England, die Niederlande oder Schweden.<br \/>\nLeo Kahn ging nach Amsterdam in die Niederlande zu Verwandten und wurde von dort aus sp\u00e4ter nach Ausschwitz deportiert, wo er get\u00f6tet wurde.<\/p>\n<p>Paul Kester geh\u00f6rte zu den 500 j\u00fcdischen Kindern, die Schweden bereit war aufzunehmen. Er bekam ein Visum f\u00fcr Schweden und reiste am 15. Januar 1939 alleine mit dem Zug \u00fcber Berlin nach Sa\u00dfnitz und anschlie\u00dfend mit der F\u00e4hre nach Schweden. Bei seiner Ausreise wurden sein Geld und ein Buch beschlagnahmt. Als die deutsche K\u00fcste am Horizont verschwand, f\u00fchlte Paul Kester sich frei.<\/p>\n<p>In Schweden angekommen, wurde Paul Kester von seinen Verwandten empfangen und besuchte dort die Schule bis er 16 Jahre alt war.<\/p>\n<p>Den Kontakt zu seinen Eltern f\u00fchrte Paul Kester \u00fcber Briefe. Die Post funktionierte gut. Mit Beginn des zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 wurde die Post zwischen Schweden und Deutschland kontrolliert und zensiert. Paul Kester erinnert sich, dass man aufpassen musste, was man schrieb und dass Bemerkungen \u00fcber die Lebensverh\u00e4ltnisse in Deutschland zensiert wurden. Viele Jahre sp\u00e4ter, als er l\u00e4ngst in den USA lebte, wollte er mit einer speziellen Methode herausfinden lassen, was in den zensierten Textpassagen der Briefe stand, die er allesamt aufgehoben hatte. Die zensierten Textpassagen waren chemisch eliminiert und ein Beispiel, so Paul Kester, f\u00fcr \u201edeutsche Gr\u00fcndlichkeit\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Im August 1942 schrieben Paul Kesters Eltern, dass sie Wiesbaden verlassen m\u00fcssten \u2013 voraussichtlich nach Theresienstadt. Auch w\u00e4hrend der Inhaftierung in Theresienstadt, hatte Paul Kester Kontakt zu seinen Eltern. Die Post funktionierte weiterhin, denn \u201eOrdnung muss sein\u201c. Sechs Zeilen mit unbedeutendem Inhalt waren erlaubt.<\/p>\n<p>Ein halbes Jahr sp\u00e4ter kam Paul Kesters Post, die an seine Eltern adressiert war, mit der Nachricht \u201eabgereist\u201c wieder zur\u00fcck. Erst sp\u00e4ter hat Paul Kester erfahren, dass seine Mutter und sein Vater von Theresienstadt nach Ausschwitz deportiert und dort direkt vergast wurden. Paul Kesters Gro\u00dfmutter ist in Theresienstadt verstorben \u2013 auch sie war f\u00fcr einen Transport nach Ausschwitz vorgesehen.<\/p>\n<p>Paul Kester erlebte das Kriegsende im Mai 1945 mit gemischten Gef\u00fchlen. Er hatte viel verloren und zugleich die M\u00f6glichkeit, sein Leben wiederaufzubauen.<\/p>\n<p>1946 fuhr Paul Kester erstmals in die USA, wo er seine Schwester und andere Verwandte wiedersehen konnte.<\/p>\n<p>1947 reiste Paul Kester von Schweden mit einem Freund in die Niederlande. Auf ihrer Reise durchquerten sie mit dem Zug Norddeutschland mit Landschaften von endlosen Ruinen. Sie reisten auch nach Wiesbaden und er suchte die alte Wohnung seiner Familie auf. Alles war so, wie seine Familie es verlassen hatte. Die damalige Mieterin war nicht begeistert ihn zu sehen, gab ihm etwas Geld, aber letztendlich hatte Paul Kester kein Interesse an den Gegenst\u00e4nden \u2013 es waren die Menschen, die ihm fehlten.<\/p>\n<p>1948 wanderte Paul Kester zusammen mit seiner Frau, die urspr\u00fcnglich aus Berlin stammte, nach Los Angeles in die USA aus. Dort lebt Herr Kester bis heute.<\/p>\n<p>Am Ende seiner Erz\u00e4hlung wandte Herr Kester sich mit den folgenden W\u00fcnschen an die zuh\u00f6renden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8211; \u00a0Sch\u00e4tzt es, in einem freien Land in Demokratie zu leben!<\/li>\n<li>&#8211; \u00a0Hasst keine anderen Menschen, auch wenn sie anders aussehen!<\/li>\n<li>&#8211; \u00a0Zeigt, dass ihr tolerant seid!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Paul Kester bedankte sich, dass er bei uns an der Schule sprechen durfte und forderte die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf, Fragen zu stellen.<\/p>\n<p>Auf die Frage &#8230;<\/p>\n<p>&#8230;. nach seinen Gef\u00fchlen bei seiner Auswanderung nach Schweden antwortete Herr Kester, dass er einerseits traurig war, nicht mit seiner Familie auswandern zu k\u00f6nnen, aber andererseits auch froh war nach Schweden zu k\u00f6nnen. Insgesamt konnte er sich gut auf die neue Situation in Schweden einlassen und hatte sich schnell eingew\u00f6hnt.<\/p>\n<p>&#8230; ob er als Jude heute Schwierigkeiten habe, antwortete Herr Kester, dass er in den USA keine Probleme habe, es als Kind f\u00fcr ihn in Deutschland aber schwer gewesen sei. In den USA ist er aktiv in vielen j\u00fcdischen Organisationen und erz\u00e4hlt auch an amerikanischen Schulen von seinen Erlebnissen.<\/p>\n<p>&#8230; ob er nicht manchmal Hass gegen\u00fcber den Deutschen empfindet, antwortete Herr Kester, dass er die Nazis nur hassen konnte, da sie schlie\u00dflich seine Familie und Freunde get\u00f6tet hatten. Er aber nicht alle Deutschen gehasst hat. Auf seiner ersten Reise in Deutschland nach dem Zeiten Weltkrieg hat er sich sehr fremd gef\u00fchlt, weil er nie wusste, was die Menschen, denen er begegnete, getan hatten. Herr Kester betonte, dass die jungen Deutschen nicht schuldig seien f\u00fcr das, was ihre Gro\u00dfeltern getan h\u00e4tten, sie seien es aber schuldig, ihre Geschichte zu kennen und dem Grundgesetz zu folgen: \u201eDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar!\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>&#8230; ob es ihm schwerfalle, seine eigene Geschichte zu erz\u00e4hlen, antwortete Herr Kester, mit nein. Er meinte, er empfinde es als seine Verpflichtung, seine Geschichte zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>&#8230; ob er Wiesbaden als sein zu Hause betrachten w\u00fcrde, antwortete Herr Kester, dass Wiesbaden seit 1939 nicht mehr sein zu Hause sei. W\u00e4hrend er bei seinem ersten Besuch nach dem Krieg Wiesbaden als tote Stadt wahrgenommen hat, empfindet er sie heute als eine lebendige Stadt, in der er gerne seine Geschichte erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&#8230; welchen Sport er aus\u00fcbt, antwortete Herr Kester, dass er in seiner Jugend geturnt habe, geschwommen ist und Leichtathletik gemacht habe. Auch heute macht er noch regelm\u00e4\u00dfig Gymnastik, f\u00e4hrt auf seinen Heimtrainern Fahrrad und macht Jogging. Bis zu seinem 80sten Lebensjahr ist er noch Ski gefahren \u2013 dies hat er dann aus Gr\u00fcnden der Vernunft aufgeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&#8230; wo er die Unterschiede zwischen der Gutenbergschule fr\u00fcher und heute sieht, antwortete Herr Kester, dass ein gro\u00dfer Unterschied sei, dass jetzt auch M\u00e4dels auf der Schule sind und dies findet er bedeutend angenehmer. Au\u00dferdem sei es viel freier an der Schule und es g\u00e4be keinen \u201eKadavergehorsam\u201c mehr.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend sagte Herr Paul Kester, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihre Freiheit genie\u00dfen sollen und sich ihrer bewusst sein sollen.<\/p>\n<p>Wir danken Herrn Kester ganz herzlich, dass er sich f\u00fcr uns Zeit genommen hat und uns sehr offen und sehr beeindruckend bei hohen sommerlichen Temperaturen zwei Schulstunden lebendig von seinen Erlebnissen als verfolgtes j\u00fcdisches Kind erz\u00e4hlt hat.<\/p>\n<p>Ebenso m\u00f6chten wir Frau Inge Neumann, ehemalige Lehrerin der GBS und Mitarbeiterin des Museums Spiegelgasse danken, dass sie den Kontakt zu Herrn Kester hergestellt hat und wir somit die Gelegenheit hatten, Herrn Kester zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir waren alle sehr ger\u00fchrt von der Begegnung mit Herrn Kester.<\/p>\n<p>(Autorin: B. Boczki)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mitwoch, den 26. Juni 2019 hat Paul Kester (fr\u00fcher Paul Kleinstra\u00df) als ehemaliger Sch\u00fcler der Gutenbergschule und Zeitzeuge des Nationalsozialismus den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der 9a und 9b von seinem Leben zur Zeit des Nationalsozialismus in Wiesbaden erz\u00e4hlt. 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