Lust auf Trendsportarten?

Unter der Leitung von Frau Uhl durften sich 13 Schüler und 2 Schülerinnen aus der Oberstufe beim Klettern, Mountainbiken, Kampfsport Judo, Bogenschießen und Slacklinen auspowern und ihre Grenzen kennenlernen.

1. Tag: Klettern und Riesenschaukel in der Kletterhalle Nordwand

Zu Beginn des ersten Tages durften die SuS ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen und eine knifflige Aufgabe gemeinsam lösen.  Danach haben die SuS die Klettertechnik unter Anleitung kennengelernt und ausprobiert. Im „Adventure Park“ stand zum Abschluss die Riesenschaukel auf dem Programm. Dabei wurde ein Schüler durch die anderen Schüler ca. 10-12m hochgezogen. Auf Kommando wurde dann das Seil entriegelt und es ging einige Meter im freien Fall nach unten.

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2. Tag: Kampfsportart Judo

Am zweiten Tag haben wir uns mit dem Kampfsport Judo beschäftigt. Dieser besteht aus Partnerkämpfen, die entweder im Stand oder als Bodenkampf ausgeführt werden. Im Standkampf wird versucht den Gegner auf den Rücken zu werfen. Beim Bodenkampf hält man den Partner mittels Haltegriff 25 Sekunden in der Rückenposition fest.

Voller Vorfreude und Motivation ließen sich die SuS in die japanische Kampfsportart einführen. Einige der Mitschüler hatten bereits Vorkenntnisse und Erfahrungen mitgebracht und ließen sich ganz darauf ein, mehr zu erfahren. Zunächst haben wir uns mit judospezifischen Übungen -wie z.B. Fallübungen und Partnerübungen- aufgewärmt. Darauf folgte das Einstudieren  einiger Basistechniken, wozu beim Judo vor allem Wurftechniken im Stand und auch Haltegriffe im Bodenkampf gehören.

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Damit war die Grundbasis gegeben, einen Wettkampf im Stand und im Boden zu simulieren. Anschließend wurde Videomaterial vorgeführt, welches professionelle Judokämpfe zeigte.

 

3. Tag: Kletterwald und Bogenschießen in der Kletterhalle Nordwand

Am dritten Tag durften wir zu Beginn das Bogenschießen ausprobieren. Nach einer ausführlichen Einweisung und Probeschüssen durfte die Truppe ein Turnier absolvieren.  Nach drei Durchgängen stand der Sieger fest. Das Turnier und das Schießen auf Luftballons hat sehr viel Spaß gemacht.

Nach dem Bogenschießen ging der Kurs in den Hochseilgarten. Auch hier erfolgte eine kurze Einführung in das Sicherungssystem „Smart- Belay“.  Danach kletterten die SuS ca. 1,5 Stunden über Holzstäbe, Autoreifen, wacklige Leitern usw. Der ein oder andere SuS wollte gar nicht mehr aufhören.

 

4. Tag: Mountainbiken

Am Donnerstag hat die Gruppe eine Mountainbike-Tour gemacht. Das Wetter hatte nicht wirklich mitgespielt , es war sehr kalt, feucht und der Waldboden war sehr aufgeweicht. Hochmotiviert sind wir, doch mit sehr eingeschränktem technischen Material, in Richtung Nerotal aufgebrochen. Anfangs wurden noch viele Späße gemacht und die allgemeine Stimmung war echt gut. Umso länger dann aber die Anstiege wurden, desto ruhiger waren die Biker und die einzige Motivation diese Tour erfolgreich zu beenden war der Zwischenstopp zur Halbzeit im XXL-Schnitzelhaus „Waldgeist“ auf der eisernen Hand. Das Mittagessen wurde regelrecht zelebriert und die Stimmung war wieder auf dem Höhepunkt! Doch dann mussten wir wieder zurück in die eisige Kälte, es haben sich aber alle ausnahmslos, sehr ordentlich geschlagen.

 

5. Tag: Sportklettern in der Wiesbadener Kletterhalle

Am Freitag der Projektwoche trafen sich die Teilnehmer in der Kletterhalle Wiesbaden (Holzstraße 11) um zum Wochenabschluss nochmals zu klettern. Zu Beginn wurde das Gelernte vom Montag wiederholt und verinnerlicht, damit diesmal 2-Mann-Seilschaften gebildet werden konnten. Durch die kleineren Seilschaften (einer klettert, einer sichert) kamen die Teilnehmer effektiver zum Klettern. Nachdem also alle sicherheitsrelevanten Dinge wiederholt und besprochen wurden (Sitzt der Gurt richtig? Stimmt der Knoten? Wird das Sicherungsgerät richtig bedient?), hat sich die Gruppe in der Halle verteilt und jeder konnte nach Belieben klettern. Nach der ersten Route zum „Warm-/Einklettern“ wollte jeder einmal an seine Grenzen gehen. Aus dem eigentlichen Einzelsport wurde schnell eine Gruppenattraktion, bei der die Zuschauer nicht nur unten saßen und zusahen, sondern auch Tipps gaben und anfeuerten. In der Mittagspause hatten die Unterarme Gelegenheit sich auszuruhen, während die Teilnehmer einen zwanzigminütigen Kletterfilm sahen, Pizza aßen und Süßigkeiten genossen. Nach der ausgiebigen Regenerationspause ging es nochmals an die Wand, wo die letzten Reserven erschöpft wurden.

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Projektfahrt Rom

Rom 2012: Rom über den Film entdecken

 „Rom über den Film entdecken“ war unser ambitioniertes Vorhaben – und um es vorwegzunehmen, wohl ein wenig zu ambitioniert für nur sechs Tage in der „Ewigen Stadt“. Denn obwohl im Vorfeld zwei Samstage in Studientage investiert wurden, an denen Grundlagen der Geschichte des italienischen Films erarbeitet und in Rom gedrehte Filme anhand von Ausschnitten besprochen wurden, reichte die Zeit vor Ort gerade mal, um die wesentlichsten Orte zu sehen – mindestens genauso viel bliebe noch nachzuholen!

Nichtsdestotrotz, das sei vorab gesagt, lautet unser Fazit: Die wundgelaufenen Füße und das angesammelte Schlafdefizit waren nicht umsonst! Es hat sich gelohnt!

                                        Blick auf Tiber und Petersdom

 

Blick von der Kuppel des PetersdomsBlick von der Kuppel des Petersdoms

Sowohl die „Erstfahrer“, die noch nie in Rom waren, kamen auf ihre Kosten (Basisprogramm Centro

Storico mit den unvermeidlichen K’s: Kunst und Kirchen), als auch die „Wiederholungstäter“, die schon beim Austausch oder der letzten Projektwoche dabei waren: Stadtviertel wie die Garbatella, ursprünglich als „Gartenstadt“ für Arbeiter im Süden Roms in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut und heute sehr begehrt (die erste Episode von Nanni Morettis „Caro Diario“ spielt dort), oder das für die Weltausstellung 1936 unter Mussolini aus dem Boden gestampfte Viertel EUR (u.a. Schauplatz in Fellinis „La Dolce Vita“) gehören nicht zu den gängigen Zielen.


Rom – Stadtteil Garbatella

Zwei weitere Orte gehören ebenfalls nicht zum üblichen Programm des Bildungsreisenden. Der Thematik von Roberto Rosselinis 1945 gedrehtem Film „Roma Città Aperta“ folgend besuchten wir das Museo Storico della Liberazione in der via Tasso, während der deutschen Besatzung Roms Sitz der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes, wo zahlreiche Gefangene gefangen und gefoltert wurden und dessen Räumlichkeiten Rossellini in seinem Film nachempfunden hat. Trotz der unzureichenden Präsentation – das Museum erhält keinerlei finanzielle staatliche Unterstützung und trägt sich mit Mühe über Spenden! – sprechen die Örtlichkeiten für sich: Besonders die Isolationszellen mit den eingeritzten Botschaften der oft zum Tode verurteilten Gefangenen hinterlassen große Beklommenheit.

Als noch beklemmender empfanden wir den Besuch des Mahnmals an den „Fosse Ardeatine“, eines Höhlenkomplexes im Süden Roms, wo am 24. März 1944 als Vergeltungsmaßnahme für einen Partisanenanschlag auf ein SS-Bataillon 335 Menschen ermordet wurden. Das Ausmaß der Bestialität – in den engen Höhlen konnten nacheinander jeweils nur fünf Menschen erschossen werden, die im Akkord durchgeführten Erschießungen dauerten vier Stunden – wird erst richtig deutlich, wenn man sich an Ort und Stelle befindet. Eigentlich ein Muss, zumindest für deutsche Romreisende, und vielleicht ein Ziel für eine zukünftige Gedenkstättenfahrt?

Und sonst? Beliebteste Einkaufsmeilen: Via del Corso und Via Cola di Rienzo; meistbesuchter Klamottenladen: Brandy’s & Melville; meist konsumierte Grundnahrungsmittel: Pizza a taglio und Eis; beliebtester Stadtteil: eindeutig Trastevere! Und zwar nicht wegen seiner Kirchen …