Socken in Sandalen, Baskenmützen und ein Baguette unterm Arm – die Klasse Ea auf den Spuren deutsch-französischer Klischees

Anfang April war es wieder so weit: Der jährliche Austausch der Ea AbiBac Klasse mit dem Lycée Jeanne D’Arc in Mulhouse fand statt. Die Familien der Schüler des katholischen Privatgymnasiums nahmen uns für fünf Tage auf und haben sich sehr herzlich um uns gekümmert. An den freien Nachmittagen wurde uns die Kleinstadt von allen Seiten gezeigt und ein super Programm mit uns gemacht.

Ein tolles Programm gab’s auch von der Schule aus: Eine Stadtrallye in der Altstadt, ein Ausflug nach Strasbourg und ein Quizspiel in einer der Institutions Européennes.

Des Weiteren haben wir an drei Tagen an unserem Projekt gearbeitet, nämlich einer Kooperation mit dem „mulhousischen“ Radiosender MNE 107.5 zum Thema deutsch-französischer Klischees. In Gruppen à 8 Personen haben wir zu diesem selbstgewählten Thema nach Aspekten, wie Kultur, Geschichte, Sport, Nahrung und Persönlichkeit, bestehende Vorurteile zu beiden Ländern gesammelt. Mithilfe unserer Betreuer und Lehrer Frau Schalich und Herrn Schmidt und der Deutschlehrerin unserer Austauschpartner Mme Delacroix haben wir diese untersucht und schließlich unsere eigene Radiosendung aufgenommen. Begleitet von selbsterfundenen Jingles und viel Enthusiasmus war Radio Alsacemagne, wie der gesamte Austausch, ein Erfolg und eine spannende Erfahrung.

Despina Suchier

 

Prix des lycéens allemands

Auch in diesem Jahr war die Gutenbergschule wieder beim Prix des lycéens allemands vertreten.

Der Prix des lycéens allemands ist eine Initiative des Institut français Deutschland. Es ist ein Literaturpreis, bei dem die Schülerinnen und Schüler auf verschiedenen Ebenen die beste Autorin / den besten Autor wählen: Schulebene, Landesebene, Bundesebene. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse Ea (Abi-Bac) erhielten zu Beginn des Schuljahres vier Jugendromane, die von ihnen eigenverantwortlich gelesen wurden. Zur Wahl standen folgende Werke:

  • La Belle rouge, Anne Loyer
  • La folle rencontre de Flora et Max, Coline Pierré und Martin Page
  • Là où naissent les nuages, Annelise Heurtier
  • Le fils de l’Ursari,  Xavier-Laurent Petit

 

Am Ende des Halbjahres präsentierten sie mit Hilfe von Plakaten das jeweils gelesene Buch. Im Anschluss erfolgte eine Diskussionsrunde, am Ende derer der Favorit bestimmt wurde. Mit deutlichem Abstand gewann der Roman Le fils de l’Ursari. Darin geht es um Ciprian, den Sohn eines Bärentreibers – eines Ursari, wie die Roma sagen – der mit seiner Familie nach Paris flieht, wo sie sich ein besseres Leben erhoffen. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus: Sie leben in einem Barackenviertel, der Vater arbeitet als Schrotthändler, der Rest der Familie geht betteln oder Geldbörsen “ausleihen”. Als Ciprian eines Tages im Jardin du Luxembourg sein Talent für das Schachspielen entdeckt, ändert sich alles…

Am 14.02.2018 kamen in Frankfurt Höchst SchülervertreterInnen aus ganz Hessen zusammen, um gemeinsam das beste Jugendbuch auf Landesebene auszuwählen. Ricarda M. wurde als Delegierte unserer Schule für die Landesjury Hessen entsandt. Auch die dortige Jury wählte Le fils de l’Ursari. Nach der Entscheidung der Bundesjury wird der Sieger im März auf der Buchmesse in Leipzig gekürt werden.

Vielen Dank und ein großes Lob an die engagierten TeilnehmerInnen!