Chanson-AG sucht neue MusikerInnen

An alle musical-begeisterten Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten

Die Chanson-AG der GBS beginnt mit den Vorbereitungen für ihr nächsten Musical-Auftritt (2 Aufführungen am 3. und 4. Mai 2016).

Die Chanson-AG verfügt zur Zeit über viele talentierte Sängerinnen und Sänger sowie tolle Bandmitglieder, aber all diese Schülerinnen und Schüler werden irgendwann Abi machen und deshalb müssen wir schon jetzt an Nachwuchsförderung denken. Insbesondere bei den Jungs ist der Nachwuchs bisher dünn gesät.

Daher hier unsere Fragen: Du bist in der 9.-12. Klasse, du kannst singen und wolltest immer schon mal auf der Bühne stehen, oder du spielst eines der folgenden Instrumente: Schlagzeug, Saxophon, E-Gitarre oder E-Bass, Klavier, Akkordeon; du bist bereit, auch an einigen Wochenenden zu proben?

Dann setz dich doch mit uns (Herr Dorn und Herrn Nebeling) in Verbindung. Am besten, du kommst zu unserem ersten Organisationstreffen am Dienstag, dem 22. 9., um 16 Uhr im Musiksaal 1 im Altbau. Dort kannst du auch viele andere Chanson-AG-Mitglieder kennenlernen und weißt dann ungefähr, worauf du dich bei der Chanson-AG einlässt.  🙂

 

Wir freuen uns über neue Mitglieder!

 

Michael Dorn und Hendrik Nebeling

 

Facelift für die Website

Seit dem 4.9.2015 erstrahlt die Website der Gutenbergschule in neuem Design, das insbesondere die Darstellung auf Mobilgeräten deutlich verbessert.  Zu verdanken haben wir diesen Fortschritt den beiden Schülern Julian Koenigs und Martin Michaelis, die sich damit auch für den Leonardo Wettbewerb beworben, aber leider nicht gewonnen hatten. Gewonnen hat aber auf jeden Fall die Schulwebsite!

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Einschulungsfeier gelungen, alle 5er angekommen

Volles Haus

Heute morgen fand von 10-11:30 Uhr die Einschulungsfeier für unsere neue Jahrgangsstufe Fünf statt. Mit einem bunten Showprogramm wurden fünf neue Klassen in die GBS-Gemeinschaft aufgenommen und von der Schulband „G-Flat“ mit „Come as you are“ eingeladen 🙂

Das Schulorchester eröffnet
Das Schulorchester eröffnet
Schulleiter Dr. Buchwaldt bei seiner ersten Einschulungsrede
Schulleiter Dr. Buchwaldt bei seiner ersten Einschulungsrede
Förderverein, Elternbeirat und Club Gutenberg stellen sich vor
Förderverein, Elternbeirat und Club Gutenberg stellen sich vor
GBS-Judo-Brüder Görner beim Slow-Motion-Kampf
GBS-Judo-Brüder Görner beim Slow-Motion-Kampf
Die Schulband
Die Schulband
Sportspiele der 6. Klassen
Sportspiele der 6. Klassen
Dunkingshow des Sport-LK
Dunkingshow des Sport-LK
Turn-Spektakel
Turn-Spektakel

Von der tollen Vorführung der Leichtathletik-TFG gibt es leider keine Fotos… 🙁

 

 

 

Smartphones für Fünftklässler…?

Folgende E-Mail zum Thema Smartphones habe ich zum zweiten Mal vor den Sommerferien an die Eltern unserer kommenden Fünftklässler verschickt. Ein Mobiltelefon kann nur zum „Smartphone“ werden, wenn es von einem smarten Nutzer bedient wird – Fünftklässler sind nach meinen Erfahrungen mit zahlreichen Schulen in ganz Hessen dazu noch nicht qualifiziert. In der Unterstufe erzeugen diese High-End-PCs im Hosentaschenformat zunehmend Stress unter den Kindern (insbesondere durch die unbedarfte Nutzung von WhatsApp) und bieten auf der anderen Seiten so gut wie keinen Nutzen – mit Mama und Papa kommunizieren kann man auch auf einem Tastenhandy ohne Internetverbindung.

Handyausstattung Klasse 5 GBS 2015In unserer aktuellen Jahrgangsstufe 5 besitzen 20 % der Kinder gar kein Handy, 24 % ein Tastenhandy, 56 % ein Smartphone, davon 26 % mit Internetflatrate. Das sind immer noch deutlich zu viele Kinder mit Vollzugriff auf die digitale Erwachsenenwelt, verglichen mit anderen Schulen ist das allerdings eine, im positiven Sinn, deutlich unterdurchschnittliche Handyausstattung.

Andere Schulen dürfen diesen Text unter Angabe der Quelle gerne verwenden.

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Liebe Eltern der neuen Fünftklässler,

ich freue mich, dass Sie sich für die Gutenbergschule entschieden haben und wünsche Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß und Erfolg in den kommenden Jahren an unserer Schule. Als Beauftragter der GBS für Medienerziehung und Jugendmedienschutz möchte ich Sie dabei mit Ratschlägen zur Medienerziehung, und insbesondere zur Nutzung von Handys und Smartphones, nach Kräften unterstützen und Ihnen bereits an dieser Stelle einige wichtige Empfehlungen mitgeben:

Sicherlich beabsichtigen etliche von Ihnen, ihren Kindern zum Übergang auf die weiterführende Schule ein Handy oder gar ein Smartphone zu schenken. Gegen ein einfaches Handy, mit dem man telefonieren und SMS schicken kann, ist in dieser Altersgruppe nichts einzuwenden, obwohl es von Seiten der Schule aus keinen Grund gibt, warum Ihre Kinder überhaupt ein Telefon in die Schule mitbringen sollten, denn im Sekretariat kann in Notfällen jederzeit telefoniert werden. An der GBS gilt bereits seit 2004 eine Regelung für Handys, Spielekonsolen und andere tragbare elektronische Geräte, die auch in der Hausordnung verankert ist: Die Geräte müssen ausgeschaltet und im Ranzen verstaut sein. Bei Verstößen wird das Gerät eingezogen und muss von den Eltern abgeholt werden. Lehrkräfte können diese Regelung für unterrichtliche Zwecke aufheben und auch die Aufenthaltsräume der Oberstufe sind von diesem Verbot ausgenommen.

Von der Anschaffung eines Smartphones für Fünftklässler möchte ich Ihnen dringend abraten, insbesondere in Verbindung mit mobilem Internetzugang per Flatrate! Ich hatte als Fachberater für Jugendmedienschutz des Staatlichen Schulamts und des Hessischen Kultusministeriums im vergangenen Schuljahr alle Hände voll damit zu tun, digitale Schadensbegrenzung zu betreiben, insbesondere in Fällen von entgleisten Nacktfotos („Sexting“) und Onlinemobbing per WhatsApp und Facebook, pädophilen Übergriffen in Chats sowie jugendgefährdenden Inhalten wie Pornografie und Tötungsvideos. Aber auch Tierquälervideos oder Grusel-Kettenbriefe haben das Potential, Fünftklässler heftig zu verstören. Und seit Ende letzten Jahres melden sich immer mehr Kinder in Dating-Apps wie Lovoo an oder streamen live auf Younow.com, Plattformen, von denen die Mehrzahl der Eltern noch nie gehört hat.

Der Schwerpunkt dieser Fälle lag in Klasse 6-8, ich hatte aber auch einige Fälle im Grundschulbereich dabei, auf der ganzen oben aufgezählten Palette, z.B. wegen einer WhatsApp-Gruppe namens „4b ohne Paula“! Über eine starke Zunahme von Problemen durch Whatsapp-Gruppen in der Unterstufe beklagen alle Schulen, mit denen ich zu tun hatte.

Aus meiner Sicht gibt es für Besitz und Nutzung von Smartphones durch Kinder unter 14 Jahren keinen einzigen plausiblen oder gar zwingenden Grund, aber jede Menge Argumente dagegen. Ein ganz simpler Aspekt ist etwa, dass die Nutzung von WhatsApp ihrem Kind jede Menge wertvolle Zeit stiehlt, die zu Lasten wichtiger anderer Aktivitäten geht, insbesondere was Hausaufgaben und reale soziale Kontakte angeht. Was Zehnjährige in zwei Stunden per WhatsApp besprechen, lässt sich in fünf Minuten per Telefon klären!

Laut einer aktuellen Umfrage unter Siebtklässlern laufen übrigens in deren WhatsApp-Klassengruppen an Wochentagen zwischen 22 und 7 Uhr morgens durchschnittlich ca. 500 Nachrichten auf! Schlafmangel dank der täglichen virtuellen Übernachtungsparty ist garantiert, wenn Kinder ihre Smartphones nachts mit ins Kinderzimmer nehmen dürfen.

keinKinderspielplatzNach meinen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren an zahlreichen Schulen in ganz Hessen, ist erst ab der 8. Klasse immerhin eine Mehrheit der Kinder in der Lage, mit einem Smartphone einigermaßen souverän, verantwortungsbewusst und überlegt umzugehen, allerdings nur unter der Voraussetzung,  dass ihnen jemand die elementaren Nutzungsregeln beibringt, was leider eher die Ausnahme als die Regel ist. Und selbst wenn Sie Ihrem eigenen Kind den reflektierten Umgang mit diesen Geräten vermitteln können, kann niemand dieses Kind vor Inhalten schützen, die es von Freunden und Mitschülern zugeschickt bekommt. Mit einem internetfähigen Smartphone geben Sie Ihrem Kind Vollzugriff auf die komplette Erwachsenenwelt, mit all ihren unbestrittenen Vorzügen, aber auch mit jeglichen negativen Auswüchsen, vor denen Sie es im realen Leben aus gutem Grund schützen. Das Internet ist ein kompletter Spiegel des realen Lebens, und das gilt auch für vermeintlich harmlose Websites wie Google, Youtube oder Facebook. Mit zwei bis drei Klicks sind Sie hier z.B. bei Hardcore-Pornografie oder Tötungsvideos. Geben Sie nur einmal in der Google Bildersuche das Wort eklig ein. Die Frage ist daher nicht, in welchem Alter Sie ihrem Kind diese Möglichkeiten erlauben wollen, sondern vielmehr, wann sie ihm das zumuten möchten!

Auf den Smartphones mancher Unterstufenschüler kursieren Inhalte, die ich hier gar nicht als Beispiele posten dürfte, weil ich mich damit nach dem Jugendschutzgesetz strafbar machen würde. Auch wenn ihr eigenes Kind solche Inhalte abstoßend findet und niemals im Internet danach suchen würde – es genügt ein einziger problematischer Kontakt über WhatsApp, z.B. in der Klassengruppe, um Einschläge in der Seele Ihres Kindes zu erzeugen, die es nur sehr schwer verarbeiten kann, und die es Ihnen aus Scham mit hoher Wahrscheinlichkeit vorenthalten wird. Erst Mitte Juni hatte ich mit einem Fall an einem Frankfurter Gymnasium zu tun, an dem in der Jahrgangsstufe 6 ein Enthauptungsvideo der Terrorgruppe IS per WhatsApp verbreitet wurde. Es dauerte Wochen, bis diese Information zu den ersten Eltern durchdrang!

Ein Smartphone mit Internetzugang ist ein Werkzeug, mit dem man sich selbst und anderen heftige psychische Verletzungen zufügen kann, und für dessen kompetente Nutzung, wie bei jedem anderen Werkzeug, ein gewisser Reifegrad erforderlich ist, über den Kinder unter 12 Jahren aus entwicklungspsychologischer Sicht noch gar nicht verfügen können. Professor Dieter Braus, Leiter der Psychiatrie in den HSK, bezeichnet diese Werkzeuge bei seinen Vorträgen gar als Waffen, er berichtet von Patienten, die mit „Smartphoneverletzungen“ in seiner Praxis  behandelt werden müssen.

Die AGB von WhatsApp erlauben dessen Nutzung erst ab 16 Jahren (!), Facebook ist erst ab 13 erlaubt und auch für auf den ersten Blick harmlose Spiele wie Clash of Clans gilt diese Altersgrenze – wussten Sie z.B., dass es in Clash of Clans hunderte von Clans mit Titeln wie „Deutsches Reich“, „Hitlerjugendcamp“, oder „Al Kaida“ gibt? Mal abgesehen von dem offensichtlichen Interesse solcher Spiele am Taschengeld ihrer Kinder, die mit dem Kauf von virtuellen Juwelen für echtes Geld Bauzeiten verkürzen und ihre Kampfstärke erhöhen können. Die Zahlungsmittel dafür gibt es in jedem Supermarkt in Form von iTunes- oder Google-Play-Guthabenkarten.

Wir werden Sie noch vor den Herbstferien zu einem Medienelternabend einladen, an dem ich Ihnen kurz unser schulisches Medienkonzept vorstellen und anschließend ausführlich aufzeigen werde, warum das Internet kein Kinderspielplatz ist, und möchte Sie bitten, Ihre Entscheidung über den Kauf eines Smartphones zumindest bis zu diesem Elternabend zu vertagen. In jedem Fall möchte ich Sie bitten den „Handynutzungsvertrag für Kinder“ (auch im Anhang) anzusehen, bevor Sie Ihrem Nachwuchs das Tor zur Erwachsenenwelt aufstoßen, darin finden Sie die aus meiner Sicht wichtigsten Smartphoneregeln, die man mit seinem Kind ausführlich besprochen haben sollte, um es für die problematischen Aspekte der Handynutzung zu sensibilisieren. Ein Smartphone erfordert zwingend einen smarten Benutzer!

Meine Handyempfehlungen:

  • Handy nicht vor Klasse 5, Smartphone erst mit ca. 14 Jahren, mobiler Internetzugang (Flatrate) ab 16 Jahren.
  • Schließen Sie für das Handy des Kindes keinen Vertrag ab, sondern kaufen Sie eine Prepaidkarte, das begrenzt u.a. auch Abzocke mit Abofallen und Premiumnummern sowie Missbrauch, falls das Handy verloren geht oder gestohlen wird.
  • Lassen Sie vom Provider eine Drittanbietersperre einrichten. Das kostet nichts und schützt vor diversen Abzockmaschen. Bei der Telekom und bei Vodafone können Sie auch alle Premiumnummern sperren lassen.
  • Erhöhen Sie das Taschengeld um ein paar Euro und lassen Sie Ihr Kind die Kosten für die Prepaidkarte selbst tragen, dadurch lernt es einen bewussten Umgang mit dem Handy.

Sollte Ihr Kind ihnen mit dem Argument „alle anderen haben das“ Druck und ein schlechtes Gewissen machen, empfiehlt sich ein Blick in die KIM-Studie 2014 (www.mpfs.de), laut der knapp ein Drittel der 10-11jährigen in Deutschland über ein Smartphone mit WhatsApp verfügten. Selbst wenn sich diese Zahl über Weihnachten verdoppelt haben sollte, wäre das immer noch sehr weit weg von „alle“. Sorgen wegen Ausgrenzung oder gar Mobbing, falls Ihr Kind kein Smartphone besitzt, müssen Sie sich definitiv nicht machen – diese Phänomene hatten schon immer gänzlich andere Ursachen als Markenkleidung oder andere Statussymbole, und wir können unseren Kindern auch nicht mit einem schicken Smartphone 150 Gramm Selbstvertrauen in die Hand drücken, das funktioniert nicht.

Falls Ihr Kind bereits über ein Smartphone verfügt, empfehle ich Ihnen dringend, es mit einer Kinderschutz-App wie FragFinn (iOS und Android) oder Vodafone Child Protect (Android) kindersicher zu machen. Ebenso sollte Ihr Kind nicht die Möglichkeit haben, selbständig Apps auf seinem Handy installieren zu können, Sie als Eltern sollten allein das Passwort zum Google- oder iTunes-Konto Ihres Kindes kennen, damit Sie sich jede App, die das Kind installieren möchte, gemeinsam ansehen können.

Auf meiner Website www.medien-sicher.de finden Sie weitere Informationen zur Medienerziehung, unter anderem ein Quiz, mit dem Sie ihren persönlichen Wissensstand zu diesem Thema testen können:

http://www.medien-sicher.de/quiz-fit-fuer-medienerziehung

Auch für die Kinder gibt es dort ein dreiteiliges Quiz mit insgesamt 44 Fragen: http://www.medien-sicher.de/schuelerquiz-fit-fuers-internet

Für weitere Fragen rund um das Thema Medienerziehung stehe ich Ihnen immer gerne zur Verfügung.

Weitere Ausführungen zum Thema „Smartphones für Kinder?“ finden Sie unter
http://www.medien-sicher.de/2013/11/liebe-eltern-eine-offene-e-mail/

Über Rückmeldungen zu diesem Schreiben freue ich mich.

Bis zum Schulstart im September wünsche ich Ihnen und Ihren Kindern schöne Ferien und einen erholsamen Sommer!

Mit besten Grüßen

Günter Steppich

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Beauftragter für Medienerziehung und Jugendmedienschutz an der Gutenbergschule
Schulberatung im Projekt Jugendmedienschutz des HKM
Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt für Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis

Unser neuer Schulleiter im WK

Am 24.7.15 erschien im Wiesbadener Kurier ein Artikel über den neuen Schulleiter Dr. Martin Buchwaldt:

Martin Buchwaldt ist der neue Direktor der Gutenbergschule

Von Patrick Körber

WIESBADEN – „Sind Sie der neue Schulleiter?“, fragt ihn eine Schülerin mit Skateboard unterm Arm beim Fotoshooting auf dem Schulhof der Gutenbergschule. „Ja, das bin ich“, lächelt Martin Buchwaldt und stellt sich ihr vor. Das Mädchen: „Schön, dass Sie da sind.“ Eine sympathische Geste am Rande des Schulalltags. Das Gymnasium musste auch lange auf Martin Buchwaldt warten, genauer gesagt: fast anderthalb Jahre. Im März 2014 hätte alles klar sein können, doch eine unterlegene Mitbewerberin legte Widerspruch ein. Das Verfahren dauerte über ein Jahr, sodass der 47-Jährige erst zum Ende dieses Schuljahres sein Amt antreten konnte…

weiterlesen => http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/martin-buchwaldt-ist-der-neue-direktor-der-gutenbergschule_15901365.htm

Leonardo-Schulaward 2015 für die GBS

Leonardo 2015 - Kurhaus Wiesbaden
Der Leonardo in der Kategorie „Technologie und Umwelt“ geht an … Julie und Sofie von der GBS / Foto: Joachim Sobek

Insgesamt 6 Schülergruppen der GBS hatten ihre Projekte beim diesjährigen Leonardo-Schulaward angemeldet. Bis zur Preisverleihung bei der Leonardo-Gala im Kurhaus am 19.07. hofften insgesamt 1200 Schüler aus 33 Schulen in Wiesbaden auf eine der begehrten Leonardo-Trophäen, die an diesem Abend in 8 Kategorien verliehen wurden.

Die Gutenbergschule war in diesem Jahr zweimal erfolgreich. Das Projekt „abipool.org“, eine Internetplattform zu abiturrelevanten Unterrichtsthemen, unter der Leitung von Otto Lang wurde mit dem 3. Platz (Preisgeld: 500 €) in der Kategorie „Medien und Digitales“ ausgezeichnet. Die Verkündung des Siegers in der Kategorie „Technologie und Umwelt“ wurde bereits etwas früher am Abend durch einen lauten Freudenschrei aus dem Rang des Kurhauses begleitet. Julie Hörter und Sofie Schaffranek (beide MINT-Klasse) überzeugten die Jury mit ihrem Projekt „Materie auf der Spur“ und landeten auf dem begehrten 1. Platz (Preisgeld: 1500 €). Die Laudatoren Sandra Klindworth (Leonardo-Club) und Dominik Pilat (Physiker) sagten in ihrer Laudatio: „Wir waren daher überaus beeindruckt, dass das Team einen einfachen Versuch entwickelt hat, mit dem man das wissenschaftliche Verständnis von Wahrheit bereits in der Schule lernen kann.“ Herzlichen Glückwunsch!

Preisträger in der Kategorie "Medien und Digitales" / Foto: Joachim Sobek
Preisträger in der Kategorie „Medien und Digitales“ / Foto: Joachim Sobek
Übergabe des Leonardo in der Kategorie "Technologie und Umwelt" / Foto: Joachim Sobek
Übergabe des Leonardo / Foto: Joachim Sobek

 

 

 

 

 

 

 

Ein besonderer Dank gilt aber auch den Projekten, die leider keinen Preis gewinnen konnten. Auch für sie hat sich die Teilnahme gelohnt, denn alle Teilnehmer erhalten natürlich die begehrte Leonardo-Card, die ein Jahr lang vergünstigte Eintritte in Kinos, Schwimmbäder oder bei Sportveranstaltungen in Wiesbaden garantiert.

Alle Projekte der GBS entstanden übrigens im Schwerpunkt MINT, die Teilnehmer besuch(t)en die MINT-Klasse, die Jugend forscht AG oder einen der Informatik-Kurse. Hier eine Übersicht aller Leonardo-Projekte der GBS:

Medien und Digitales

Kunst und Design

Technologie und Umwelt

Alle Leonardo-Sieger 2015 / Foto: Joachim Sobek
Alle Leonardo-Sieger 2015 / Foto: Joachim Sobek

Professor Dr. Frank Nonnenmacher zu Gast in der Gutenbergschule

Am 21.5.2015 hatte die GBS die große Freude, Herrn Dr. Frank Nonnenmacher, Professor für Politische Bildung in Frankfurt, begrüßen zu dürfen.
Herr Nonnenmacher war einer Einladung der Schule gefolgt, aus seinem Buch „Du hattest es besser als ich – Zwei Brüder im 20. Jahrhundert“ zu lesen.
An der Veranstaltung nahmen die gesamte Q2 sowie Kollegen und Eltern teil.
Der Autor gab zu Beginn Einblicke in seinen Lebenslauf und erklärte sein Motiv, sich mehr als 40 Jahre mit zwei außerordentlich spannenden Biografien beschäftigt zu haben, nämlich der seines Vaters und der seines Onkels. Sein Erkenntnisinteresse definierte sich dabei einerseits durch die Neugierde als Politikwissenschaftler, andererseits durch sein Interesse an den völlig unterschiedlichen Lebenswegen des Vaters sowie des Onkels.
Nonnenmacher lässt die Geschichte mit der Geburt von Ernst Nonnenmacher (dem Onkel) im Jahre 1908 beginnen, 1914 wird Gustav (der Vater) geboren – beide Schwangerschaften sind ungeplant und bringen die Mutter Margarethe in große Bedrängnis, so dass der Zweitgeborene schließlich ins Waisenhaus gegeben wird. Die beiden Brüder wachsen folglich nicht gemeinsam auf, wissen lange sogar nichts von der Existenz des anderen, ihre Lebenswege verlaufen sehr unterschiedlich – und es ist gerade diese Unterschiedlichkeit, die den Leser bzw. den Zuhörer fasziniert.
Das Publikum erfährt, dass Ernst als „Asozialer und Wehrunwürdiger“ mit dem von der GeStaPo 1941 nach einer Gefängnisstrafe für weitere vier Jahre in die KZs Flossenbürg und Sachsenhausen gebracht wird. Dort ist er mit dem „schwarzen Winkel“, einem Stoffdreieck, das an der gestreiften Häftlingskleidung angebracht wurde, zur Vernichtung durch Arbeit“ in einem Steinbruch vorgesehen. Er überlebt, jedoch wird ihm nach dem Krieg die Anerkennung als Opfer des Faschismus verweigert, was ihn tief enttäuscht. Nach geltender Rechtsprechung saß er bis heute „zu Recht“ im KZ. Er beginnt als Asphaltarbeiter in Frankfurt und heiratet 1957 eine Russin. Nach deren Tod wendet sich Ernst allmählich der Kulturszene zu, engagiert sich besonders im „Unterhaus“ in Mainz, wo er auch Konstantin Wecker kennenlernt, der schließlich das Lied „Sturmbannführer Meier“ für Ernst Nonnenmacher und eine Widmung für das Buch von Frank Nonnenmacher schreibt.
Ganz anders verläuft das Leben des Bruders: Gustav soll als Jahrgangsbestem ein Studium mit Stiftungsgeldern ermöglicht werden, jedoch vernichtet die Inflation das Stiftungskapital, so dass er eine Lehre als Holzbildhauer beginnt. Erst mit 18 Jahren erfährt er – der im Waisenhaus groß wurde – von der Existenz seiner Mutter und seines Bruders, der Kontakt bleibt flüchtig. Im Krieg muss Gustav JU52-Pilot werden, er überlebt mehrere Abstürze, nach Kriegsende will er nie mehr fliegen. Er gründet eine Familie und arbeitet als Bildhauer und freischaffender Künstler in Worms, wobei seine pazifistische Haltung seine Werke nachhaltig prägt, beispielsweise durch antimilitaristische Mahnmale.
Frank Nonnenmacher macht deutlich, dass das vorliegende Buch in dieser Form nur entstehen konnte, da zuerst sein Vater Gustav und schließlich auch sein Onkel Ernst bereit waren, sich den Fragen ihres Sohns bzw. Neffen zu stellen. Die Antworten auf die generationentypische Frage: „Was habt ihr damals gemacht?“ waren es, die zusammen mit den Fakten der Zeitgeschichte letztendlich dieses Buch ermöglichten.
Das Buch umfasst 345 Seiten, was bei einer Vortragszeit von 90 Minuten, gleichzeitig aber einer unglaublich dichten Darstellung der Geschehnisse eine deutliche Auswahl verlangt – dies ist Herrn Dr. Nonnenmacher in hervorragender Art und Weise gelungen.
Die Schülerinnen und Schüler verfolgten konzentriert und gebannt die Lesung. Während der sich anschließenden Frage- und Diskussionsrunde zeigte sich deutlich, dass sie nicht nur die Problematik und das Geschehen aufgrund der ausgewählten Textstellen und der überbrückenden Erzählungen verstanden hatten, sondern dass sie auch gerne die Gelegenheit nutzten, den Autor selbst zu unterschiedlichsten Aspekten zu befragen.
Einen kleinen Überblick sollen die folgenden Schülerfragen bieten:
– Was bedeutet der Titel?
– Welcher der beiden Brüder hatte es nach Meinung des Autors besser – und warum?
– Was bedeutet die Skulptur auf dem Cover?
– Gibt es trotz der engen verwandtschaftlichen Beziehung eine Distanz des Autors zu den Protagonisten?
– Warum wurden bestimmte Teile mit dem Hinweis, sie seien zu ‚hart‘ oder sie gingen dem Autor zu nah, nicht vorgelesen?
– Wie sieht der Autor die ‚Schuldfrage‘ in Bezug auf die heutige Generation?
– Hält er es für legitim – vor dem Hintergrund des Holocausts – die Politik Israels zu kritisieren?
– Ist er ‚stolz‘ Deutscher zu sein?
– Glaubt der Autor, die heutige Jugend sei zu wenig sensibel für die Gefahren eines neuen Nationalismus?
– Welches Ziel verfolgt er mit solchen Veranstaltungen wie der in der GBS?
– Wie hat sich die Recherche gestaltet?
– Wie war die Haltung der betroffenen Frauen – insbesondere der Mutter- zum Geschehen?
– Wie ging das Leben Onkel Ernsts nach dem Krieg weiter?
– Deutscher, Europäer, Weltbürger – worin liegen die Unterschiede jeweiliger Positionierungen?
Die Antworten Herrn Nonnenmachers lösten lebhafte Debatten und weitere Nachfragen aus. Als die Veranstaltung um 13.15Uhr endete, äußerten einige Schülerinnen und Schüler, dass sie es begrüßt hätten, wenn es für Interessierte möglich gewesen wäre, mit Herrn Dr. Nonnenmacher in kleinem Kreis weiter zu diskutieren – der Hinweis zeigt, dass die Veranstaltung auf großes Interesse gestoßen ist und dass vermutlich in den folgenden Unterrichtsstunden von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, das Gehörte –dem Fach entsprechend – in den Unterricht zu integrieren und zu vertiefen.
Die Buchhandlung Vaternahm hatte uns einige Buchexemplare zur Verfügung gestellt, die alle einen Besitzer fanden und signiert wurden.
Unser großer Dank gilt Herrn Dr. Nonnenmacher, der zu dieser Lesung aus Frankfurt zu uns kam – und dies ohne ein Honorar zu nehmen!
Danke auch allen, die im Hintergrund zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!
Zum Schluss freut es mich besonders, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass sich die Schulleitung der GBS dazu entschlossen hat, als Buchgeschenk für die Abiturienten, die mit 1.0 in diesem Jahr ihre Prüfungen abgeschlossen haben, das Buch von Herrn Dr. Nonnenmacher auszuwählen.
Es wurde ihnen am Sonntag, d. 21.6.2015 im Rahmen der Akademischen Feier in der Lutherkirche Wiesbaden verliehen – herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Lesen!

Gudrun Zitzke-Klöckner

GBS-Judoka dominieren den Landesentscheid Judo

Der Landesentscheid Judo im Rahmen von Jugend trainiert für Olympia am 10. Juni 2015 in Maintal brachte der Gutenbergschule in allen ausgetragenen Wettkampfklassen die „Goldmedaille“ ein. Hier das gesamte GBS-Team:

GBS-JUDO-TEAM-02

Die Ergebnisse im Einzelnen:

WK III Jungen 1. Platz und damit qualifiziert für das Bundesfinale im September in Berlin
Gutenbergschule Wiesbaden gegen Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar 4:1
Gutenbergschule Wiesbaden gegen Brüder-Grimm-Schule Eschwege 5:0
Gutenbergschule Wiesbaden gegen Tilemannschule Limburg 4:1
Gutenbergschule Wiesbaden gegen Goethe-Gymnasium Kassel 4:1
Gutenbergschule Wiesbaden gegen Gymnasium am Mosbacher Berg Wiesbaden 3:2

GBS-JUDO-TEAM-WK-III-J-01


WK III Mädchen 1. Platz damit qualifiziert für das Bundesfinale im September in Berlin

Gutenbergschule Wiesbaden gegen Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar 4:1

GBS-JUDO-TEAM-WK-III-M-02


WK II Jungen 1. Platz

Gutenbergschule Wiesbaden gegen Dietrich-Bonhoeffer-Schule Rimbach 4:1
Gutenbergschule Wiesbaden gegen Nikolas-August-Otto-Schule Bad Schwalbach 3:2
Gutenbergschule Wiesbaden gegen Heinrich-von-Bibra-Schule Fulda 3:2
Gutenbergschule Wiesbaden gegen Carl-Strehl-Schule Marburg 3:2

GBS-JUDO-TEAM-WK-II-J-01
Nicht nur aus der Sicht der Gutenbergschule war der Landesentscheid ein „Highlight“. Für das Gymnasium am Mosbacher Berg ging in der Wettkampfklasse III der Jungen ebenfalls eine Judomannschaft an den Start. Das Team kämpfte hervorragend und wurde erst im Finale von unserer Schule knapp mit 3:2 geschlagen.

Herzlichen Glückwunsch an die GBS-Judoka zu drei (!) ersten Plätzen sowie an unsere Nachbarschule zu einem zweiten Platz! Der Gesamtauftritt beider Schulen für das Schulsportzentrum Wiesbaden war lobenswert.

Clemens Termer
(Lehrer-Trainer Judo)