Feb, 2017
Für Talentaufbaugruppen (Grundschulkinder der Klassen 2 bis 4; sportartübergreifende Grundausbildung) suchen wir zwei Trainerinnen/ Trainer.
Übungsleiterlizenz oder abgeschlossenes Grundstudium Sport ist Voraussetzung.
1. Stelle: Wiesbaden-Biebrich. Freitags von 13.30 – 15.00 und 15.00 – 16.30 Uhr.
Vergütung 60€ (20€ für 60min)
2. Stelle: Wiesbaden-Naurod. Mittwochs von 15.30 bis 17.00. Vergütung 30€ (20€ für 60min)
Stellen sind möglich zeitnah zu besetzten.
Kontakt: Jörn Krause (Gutenbergschule Wiesbaden)
Mail: joern_krause@gmx.de
Jörn Krause
Koordinator Schulsportzentrum
Gutenbergschule Wiesbaden
Das Anschreiben, das die Eltern unserer kommenden Fünftklässler seit drei Jahren schon vor den Sommerferien erhalten, wurde nun schulamtsweit in Namen aller weiterführenden Schulen an alle Grundschuleltern verteilt. Kernbotschaft: Smartphones in Kinderhänden verursachen mehr Schaden als Nutzen und alle weiterführenden Schulen raten dringend davon ab, bereits Fünftklässlern (oder gar Grundschülern) ein solches High-Tech-Gerät zu überlassen, das letztlich nichts anderes ist als ein internetfähiges Mini-Notebook ohne mechanische Tastatur – aber mit Vollzugang zur Erwachsenenwelt.
http://www.medien-sicher.de/2016/12/elternbrief-smartphones-grundschulen/
Die Bild- und Tonaufnahmen stammen von den Probentagen im November 2016 in der Landesmusikakademie in Schlitz.
Die Aufnahme von Beethovens 5. Sinfonie wurde am letzten Probentag mitgeschnitten.
Frau Termer und Herr Lorenz haben eine Liste häufig gestellter Fragen zu Auslandsaufenthalten zusammengestellt und beantwortet.
=> https://www.gutenberg-gym.de/schueler/auslandsaufenthalte-faq/
Es gibt ja ausreichend Leute, die der Meinung sind, Kinder könnten vernünftig mit Smartphones umgehen, wenn man es ihnen beibringt. Dann berichte ich mal von meiner gestrigen Unterrichtsstunde dazu in einer unserer fünften Klassen. Es gibt keine Regelstunden für Medienerziehung, ich lasse mich dafür in Vertretungsstunden einsetzen. Vorausschicken muss ich, dass wir eine ausgesprochen entspannte und pflegeleichte Schülerklientel haben, als Referent an vielen anderen Schulen erlebe ich dort ganz andere Herausforderungen.
Voraussetzungen: Ich habe die Eltern in einem verbindlichen Medienelternabend zu Beginn des Schuljahres (über 90% Teilnahme) ausführlich gebrieft, die Kinder haben eine Doppelstunde bei mir mit Internetbasics hinter sich, auch zum Thema Verhaltensregeln in Chats, und es war schon Thema in Klassenleiterstunden.
Die Stunde ist kein typischer Unterricht, sondern eine lockere Gesprächsrunde mit 30 Kindern.
– 15 Kinder haben ein Smartphone, 14 WhatsApp
– viele äußern sich genervt über die Klassengruppe(n) und berichten von 400-500 Nachrichten täglich
– etliche sagen, dass sie damit sehr viel Zeit verschwenden
– man verlässt die Gruppe und wird einfach wieder hinzugefügt, sodass man anfängt, Mitschüler zu blockieren
– zeitweise gibt es 9! Klassengruppen, weil jeder Admin sein will
– wenn man mehrere zu Admins macht, werfen die sich gegenseitig aus den Gruppen, wenn es Streit gibt, und den gibt es permanent
– alle sagen, dass in den Gruppen fast nur Müll geschrieben (hallo, hi, was macht ihr so?, is was in Deutsch auf?) wird und so gut wie nichts Brauchbares
– einer sagt “die Angst dauernd was zu verpassen, hat man nur, wenn man ein Smartphone hat”
– auf die Frage, ob sie online oder auf dem Handy schon Inhalte gesehen haben, die sie als unangenehm empfanden, kommt: Sexvideos, Gruselsachen, Pornos (mehrere Mädchen fragen, was das ist…), brutale Sachen, ein Video in dem ein Mann zu “can’t touch this” seinen Penis schwingt (der Penis wird dabei peinlich-blumig umschrieben), Kettenbriefe mit Morddrohungen, sexuelle Übergriffe in Chats auf Minecraft-Servern, etc.
– wir beschließen, dass in der nächsten Klassenleiterstunde Chatregeln formuliert und als Poster ausgehängt werden.
Die Stunde ist in Nullkommanix vorbei. Auf die Frage, wer gerne jede Woche so eine Stunde hätte, melden sich alle.
Ich beschließe, dass ich mich noch öfter in dieser Klasse als Vertretung einteilen lassen werde, habe aber keine Hoffnung, dass sich das Problem damit in den Griff bekommen lässt – es sind eben noch Kinder, die mit dieser Technologie für Erwachsene schlicht überfordert sind.
Ach ja, wir haben aktuell sechs Klassen in der Jahrgangsstufe 5…
Noch Fragen?
WhatsApp steht seit seinem Erscheinen aus Datenschutzgründen in der Kritik, insbesondere weil die App ungefragt sämtliche Handykontakte auf Server in den USA herunterlädt und dort permanent synchronisiert. Verkauft wird das den Nutzern als Service, um bequem sehen zu können, welche Kontakte ebenfalls WhatsApp nutzen, seriöse Anbieter holen dazu allerdings die Zustimmung der Nutzer ein und übertragen die Kontaktdaten nur temporär, gehasht (d.h. mit einem geheimen Schlüssel unkenntlich gemacht) und verschlüsselt. Diese Anforderungen erfüllen z.B. die alternativen Messenger Threema, Signal und Wire (siehe Seitenende).
Nachdem WhatsApp dem öffentlichen Druck ab Ende 2014 nachgab und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einführte (anfangs nur zwischen Androidgeräten, seit April 2016 auf allen Geräten. Metadaten – wer kommuniziert mit wem – laufen weiterhin unverschlüsselt über die Server), beruhigte sich die Kritik ein wenig, aber nach der einschneidenden Änderung der AGB im August 2016 ist WhatsApp für mich endgültig nicht mehr tragbar.
Der Knackpunkt: Mit der unvermeidlichen Annahme der AGB muss man erklären, dass man autorisiert ist, seine Kontakte regelmäßig an WhatsApp (und damit auch Facebook) weiterzugeben. Das ist nach deutschem Datenschutzrecht unmöglich, es sei denn, man holt die schriftliche Zustimmung aller Kontakte ein. Legal kann WhatsApp in Deutschland nach diesen Änderungen definitiv nicht mehr benutzt werden. Wer den „Freundefinder“ von Facebook genutzt hat, hat damit übrigens auch sämtliche Daten seiner Kontakte, insbesondere Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, ohne deren Zustimmung an Facebook ausgeliefert…
Zum Zweiten werden nun „WhatsApp-Account-Informationen“ an Facebook weitergegeben – welche das genau sind, wird nicht offengelegt, die Handynummer auf jeden Fall, aber WhatsApp sichert sich in seinen AGB auch umfangreiche Rechte an Profilbildern und Statusmeldungen. Besonders unmittelbare Konsequenzen hat diese Neuerung für User, die ihre Handynummer bei Facebook angegeben haben und damit 1-1 identifizierbar sind. Wer allerdings die Facebook-App oder den Facebook Messenger auf Mobilgeräten benutzt, dürfte auch ohne das Hinterlegen der Handynummer bei Facebook längst zugeordnet sein, denn die umfangreichen Berechtigungen dieser Apps (Geräte-ID, Identität, Kontakte, SMS…) lassen vermuten, dass diese Informationen längst ausgelesen sind.
Auch wenn man die geschickt versteckte Widerspruchsoption entdeckt (bei der Annahme der neuen AGB im Kleingedruckten ganz unten oder danach 30 Tage lang unter „Einstellungen – Account“), bewirkt das nur, dass diese Daten aktuell (noch) nicht für Werbezwecke genutzt werden – übertragen werden sie trotzdem an Facebook, in dessen Verwaltungsrat WhatsApp-Gründer Jan Koum seit dem Verkauf von WhatsApp an Facebook (Kaufpreis 19 Mrd. $) im Februar 2014 sitzt. Nach der Übernahme versicherte Koum in zahlreichen Interviews treuherzig, dass WhatsApp selbstverständlich autark bleiben würde und dass keine Nutzerdaten mit Facebook geteilt würden. Aber was schert ihn sein Geschwätz von gestern…
Zum Dritten offenbaren die neuen AGB, mehr schlecht als recht verklausuliert, dass nun Werbung auf WhatsApp eingeführt wird: „Wir möchten Möglichkeiten erkunden, wie du und Firmen über WhatsApp miteinander kommunizieren können […] Nachrichten, die du erhältst, die Marketing enthalten, könnten Angebote zu etwas enthalten, das dich interessiert.“
Von daher kann man nur jedem wärmstens empfehlen, diesem Datenkraken, der sich zynischer Weise in seinen AGB für seine strengen Datenschutzprinzipien („Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen programmiert“) feiert, ebenfalls die rote Karte zu zeigen und auf einen wirklich privaten Messenger zu wechseln.
Nebenbei wurde mit den neuen AGB die bisherige Altersgrenze dem amerikanischen Rechtsstandard angepasst und von 16 auf 13 Jahre heruntergesetzt, verbunden mit dem Hinweis, dass bei unter 13jährigen explizit die Erziehungsberechtigten für die Nutzung des Accounts verantwortlich sind: „Wenn du nicht alt genug bist, um in deinem Land berechtigt zu sein, unseren Bedingungen zuzustimmen, muss dein Elternteil oder Erziehungsberechtigter in deinem Namen unseren Bedingungen zustimmen.“ Letzteres freut zumindest die Schulen, die nun mit dem Hinweis auf diesen Passus diejenigen Eltern von unter 13jährigen in die Pflicht nehmen können, die das Thema Medienerziehung liebend gerne an die Schulen outsourcen möchten.
Alternativen: Wer eine sichere Alternative zu WhatsApp sucht, sollte sich Threema ansehen. Der Hersteller sitzt in der Schweiz, die App lässt sich auch nur mit der Threema-ID ohne Preisgabe persönlicher Daten und des Adressbuchs nutzen. Sie bietet inzwischen denselben Funktionsumfang wie WhatsApp und kostet einmalig 2,99 € (Android und iOS) bzw. 2,99 $ (Windows Phone), die wirklich gut angelegt sind. Der Anbieter vermeldet aktuell deutlich gestiegene Nutzerzahlen und hat auf die neuen WhatsApp-AGB mit einem 50%-Rabatt reagiert, der allerdings am 8.9.16 endet.
Vom Funktionsumfang her nachgezogen hat auch SIMSME, das kostenlos von der Deutschen Post für iOS, Android und Windows Phone zur Verfügung gestellt wird.
Auch die kostenlosen Open Source Messenger „Signal“ (Favorit von Whistleblower Edward Snowden) von Open Whisper Systems und „Wire“ sind echte Empfehlungen.
Alle genannten Messenger setzen bei Android-Handys allerdings mindestens Android 4.x voraus, was auch Sinn macht, da ältere Androidversionen wegen massiver Sicherheitslücken nicht mehr zu empfehlen sind. Da WhatsApp Ende 2016 ältere Android- und WindowsPhone-Betriebssysteme sowie Blackberry Handys nicht mehr unterstützen wird, ist aber auch das kein Argument, an WhatsApp festzuhalten.
„Telegram“ ist nicht zu empfehlen, da es die Kontakte ungefragt und unverschlüsselt überträgt und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur in „geheimen“ Chats bietet.
Eine Übersicht mobiler Messenger und ihrer Funktionen findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_mobilen_Instant-Messengern
In jedem Fall muss man dann allerdings auch seine Kontakte zum Umstieg bewegen und dafür hartnäckige Überzeugungsarbeit gegen die blauäugige „ich hab doch nichts zu verbergen“-Fraktion leisten…
Ich habe allen meinen Kontakten mitgeteilt, dass ich WhatsApp nicht mehr nutze und, oh Wunder, die Anzahl der Kontakte auf Threema, Signal und Wire hat bereits erheblich zugenommen!
Es gibt ein Leben nach WhatsApp! 😉
Wichtig: WhatsApp unbedingt in der App unter „Einstellungen – Account löschen“ entfernen, sonst bleiben Backups auf WhatsApp-Servern und können evtl. wiederhergestellt werden, wenn man irgendwann seine Handynummer wechselt und jemand, der die alte Nummer bekommt, WhatsApp installiert!
Günter Steppich
=> weitere Informationen: Was man über WhatsApp wissen sollte
Großer Erfolg für die Basketball-Talentförderung der GBS: Mika Quasebart (7s) schaffte den Sprung in den 12-Kader „Talente mit Perspektive“ des Deutschen Basketballbunds. Dieser Kader ist die Vorstufe für die künftigen Jugend-Nationalmannschaften.
Mika spielt für die TG Hochheim und den BC Wiesbaden und trainiert seit der 5. Klasse im Talentförderprogramm der Gutenbergschule unter Günter Steppich und Jörn Krause. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung und weiter viel Erfolg!
Ein ausführlicher Bericht zum Sichtungswochenende findet sich unter
http://www.basketball-bund.de/news/ing-diba-perspektivkader-nominiert-160701
