LeseRittergruppe liest am Bundesdeutschen Vorlesetag in der Kita Käthe vor

Am Freitag, d. 20. November 2015 lasen die neuen LeseRitter im Rahmen des Bundesdeutschen Vorlesetages in der Kita Käthe der Lutherkirche vor. Bereits im letzten Jahr hatte eine Gruppe in der Seniorenresidenz Kursana vorgelesen, insgesamt gab es damals in Wiesbaden 150 Lesungen, was der Stadt die Auszeichnung „außergewöhnliche Vorlesehauptstadt“ einbrachte.
Die Kinder in der Kita erwarteten die LeseRitter schon mit Ungeduld, denn nach dem Mittagessen stellte die Vorleseaktion den Übergang zu den Nachmittagsaktivitäten dar, manche Kinder wurden danach auch bereits abgeholt, da Freitag war.
Mina, Kaya, Eline und Karl präsentierten mit großem Talent und Einfühlungsvermögen ihre Texte und beantworteten geduldig die Fragen der kleinen Zuhörer.
Auch außerhalb des Vorlesetages werden sie im Wechsel mit anderen LeseRittern wiederkommen – und zwar alle zwei Wochen freitags.

Gudrun Zitzke-Klöckner
CIMG4659CIMG4662

LeseRitternachwuchs liest zum ersten Mal in der Seniorenresidenz Kursana

Am Mittwoch, d. 14. Oktober lasen die jüngsten LeseRitter Mina Tessènyi (6b), Kaya Kroecker (6b), Karl Ebert(6d) und Eline van Gool(7s) zum ersten Mal vor Publikum in der Seniorenresidenz Kursana.
Ausgebildet worden waren sie von der Schauspielerin Milana Weidmann, die unlängst im Rahmen des ‚Jungen Staatstheaters‘ in „Die Schutzflehenden“ von Ayschilos spielte (siehe Wiesbadener Kurier vom 12.9.15). Die Schülerinnen und Schüler waren bei acht Treffen in Lesetechnik, Sprech- und Atemtechnik sowie Körperhaltung und Lockerungsübungen geschult worden. Gesponsert wird dieser Kurs von der Wiesbadenstiftung, die Damen Nelte und Sauerwein begleiten die Vorleser seitens der Stiftung zu Kursana, von der GBS aus begleitet Frau Zitzke-Klöckner.
Eine leichte Aufregung gehörte natürlich vor der ersten Lesedarbietung dazu, aber alle zeigten sich selbstbewusst und engagiert. So bot Eline im Rahmen ihrer Lesestelle aus dem ‚Sams‘ von Paul Maar mehrere Gesangseinlagen zur Überraschung der Zuhörer.
Eine besondere Ergänzung hatten Karl und Kaya geplant: Im Foyer der Residenz spielten sie zur Freude aller Besucher auf dem Flügel eine Komposition von Mozart (Kaya) bzw. das Musikstück ‚Die wunderbare Welt der Amélie‘ (Karl). Ein langanhaltender Applaus war beiden sicher und die Anwesenden versicherten, dass sie sich bereits auf den nächsten Besuch der LeseRitter am 11. November freuten.
Unterstützt wurden die jungen Leser von der erfahrenen LeseRitterin Elle Krawiec aus der 7a.
In Kürze beginnt ein weiterer LeseRitterkurs bei Frau Weidmann, zu dem sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 und 6 anmelden können. Informationen dazu bei Frau Zitzke-Klöckner.
Gudrun Zitzke-K

Informationen und Anmeldeformular für die Sprachreise nach Poole 2016

Wie auf der Informationsveranstaltung vom 5. Oktober 2015 angekündigt, können das Anmeldeformular sowie die Konditionen der Fahrt nun heruntergeladen werden.
Anmelden können sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und der E-Phase. Die Anmeldung soll persönlich bei mir abgegeben werden und zwar bis spätestens zum 16. Oktober 2015 (am besten in einer der großen Pausen in meinem Büro im 1. Stock , zweite Tür rechts im Gang rechts vom Sekretariat).
Es ist wichtig, dass die Anmeldung gut lesbar und vollständig ausgefüllt wird.
Die weiteren Informationen werden den Teilnehmern dann per Mail zugehen an die Adresse, die auf dem Anmeldeformular angegeben wird.

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Termer

Anmeldeformular Poole_2016

INFORMATIONSBLATT_Poole2016

 

Professor Dr. Frank Nonnenmacher zu Gast in der Gutenbergschule

Am 21.5.2015 hatte die GBS die große Freude, Herrn Dr. Frank Nonnenmacher, Professor für Politische Bildung in Frankfurt, begrüßen zu dürfen.
Herr Nonnenmacher war einer Einladung der Schule gefolgt, aus seinem Buch „Du hattest es besser als ich – Zwei Brüder im 20. Jahrhundert“ zu lesen.
An der Veranstaltung nahmen die gesamte Q2 sowie Kollegen und Eltern teil.
Der Autor gab zu Beginn Einblicke in seinen Lebenslauf und erklärte sein Motiv, sich mehr als 40 Jahre mit zwei außerordentlich spannenden Biografien beschäftigt zu haben, nämlich der seines Vaters und der seines Onkels. Sein Erkenntnisinteresse definierte sich dabei einerseits durch die Neugierde als Politikwissenschaftler, andererseits durch sein Interesse an den völlig unterschiedlichen Lebenswegen des Vaters sowie des Onkels.
Nonnenmacher lässt die Geschichte mit der Geburt von Ernst Nonnenmacher (dem Onkel) im Jahre 1908 beginnen, 1914 wird Gustav (der Vater) geboren – beide Schwangerschaften sind ungeplant und bringen die Mutter Margarethe in große Bedrängnis, so dass der Zweitgeborene schließlich ins Waisenhaus gegeben wird. Die beiden Brüder wachsen folglich nicht gemeinsam auf, wissen lange sogar nichts von der Existenz des anderen, ihre Lebenswege verlaufen sehr unterschiedlich – und es ist gerade diese Unterschiedlichkeit, die den Leser bzw. den Zuhörer fasziniert.
Das Publikum erfährt, dass Ernst als „Asozialer und Wehrunwürdiger“ mit dem von der GeStaPo 1941 nach einer Gefängnisstrafe für weitere vier Jahre in die KZs Flossenbürg und Sachsenhausen gebracht wird. Dort ist er mit dem „schwarzen Winkel“, einem Stoffdreieck, das an der gestreiften Häftlingskleidung angebracht wurde, zur Vernichtung durch Arbeit“ in einem Steinbruch vorgesehen. Er überlebt, jedoch wird ihm nach dem Krieg die Anerkennung als Opfer des Faschismus verweigert, was ihn tief enttäuscht. Nach geltender Rechtsprechung saß er bis heute „zu Recht“ im KZ. Er beginnt als Asphaltarbeiter in Frankfurt und heiratet 1957 eine Russin. Nach deren Tod wendet sich Ernst allmählich der Kulturszene zu, engagiert sich besonders im „Unterhaus“ in Mainz, wo er auch Konstantin Wecker kennenlernt, der schließlich das Lied „Sturmbannführer Meier“ für Ernst Nonnenmacher und eine Widmung für das Buch von Frank Nonnenmacher schreibt.
Ganz anders verläuft das Leben des Bruders: Gustav soll als Jahrgangsbestem ein Studium mit Stiftungsgeldern ermöglicht werden, jedoch vernichtet die Inflation das Stiftungskapital, so dass er eine Lehre als Holzbildhauer beginnt. Erst mit 18 Jahren erfährt er – der im Waisenhaus groß wurde – von der Existenz seiner Mutter und seines Bruders, der Kontakt bleibt flüchtig. Im Krieg muss Gustav JU52-Pilot werden, er überlebt mehrere Abstürze, nach Kriegsende will er nie mehr fliegen. Er gründet eine Familie und arbeitet als Bildhauer und freischaffender Künstler in Worms, wobei seine pazifistische Haltung seine Werke nachhaltig prägt, beispielsweise durch antimilitaristische Mahnmale.
Frank Nonnenmacher macht deutlich, dass das vorliegende Buch in dieser Form nur entstehen konnte, da zuerst sein Vater Gustav und schließlich auch sein Onkel Ernst bereit waren, sich den Fragen ihres Sohns bzw. Neffen zu stellen. Die Antworten auf die generationentypische Frage: „Was habt ihr damals gemacht?“ waren es, die zusammen mit den Fakten der Zeitgeschichte letztendlich dieses Buch ermöglichten.
Das Buch umfasst 345 Seiten, was bei einer Vortragszeit von 90 Minuten, gleichzeitig aber einer unglaublich dichten Darstellung der Geschehnisse eine deutliche Auswahl verlangt – dies ist Herrn Dr. Nonnenmacher in hervorragender Art und Weise gelungen.
Die Schülerinnen und Schüler verfolgten konzentriert und gebannt die Lesung. Während der sich anschließenden Frage- und Diskussionsrunde zeigte sich deutlich, dass sie nicht nur die Problematik und das Geschehen aufgrund der ausgewählten Textstellen und der überbrückenden Erzählungen verstanden hatten, sondern dass sie auch gerne die Gelegenheit nutzten, den Autor selbst zu unterschiedlichsten Aspekten zu befragen.
Einen kleinen Überblick sollen die folgenden Schülerfragen bieten:
– Was bedeutet der Titel?
– Welcher der beiden Brüder hatte es nach Meinung des Autors besser – und warum?
– Was bedeutet die Skulptur auf dem Cover?
– Gibt es trotz der engen verwandtschaftlichen Beziehung eine Distanz des Autors zu den Protagonisten?
– Warum wurden bestimmte Teile mit dem Hinweis, sie seien zu ‚hart‘ oder sie gingen dem Autor zu nah, nicht vorgelesen?
– Wie sieht der Autor die ‚Schuldfrage‘ in Bezug auf die heutige Generation?
– Hält er es für legitim – vor dem Hintergrund des Holocausts – die Politik Israels zu kritisieren?
– Ist er ‚stolz‘ Deutscher zu sein?
– Glaubt der Autor, die heutige Jugend sei zu wenig sensibel für die Gefahren eines neuen Nationalismus?
– Welches Ziel verfolgt er mit solchen Veranstaltungen wie der in der GBS?
– Wie hat sich die Recherche gestaltet?
– Wie war die Haltung der betroffenen Frauen – insbesondere der Mutter- zum Geschehen?
– Wie ging das Leben Onkel Ernsts nach dem Krieg weiter?
– Deutscher, Europäer, Weltbürger – worin liegen die Unterschiede jeweiliger Positionierungen?
Die Antworten Herrn Nonnenmachers lösten lebhafte Debatten und weitere Nachfragen aus. Als die Veranstaltung um 13.15Uhr endete, äußerten einige Schülerinnen und Schüler, dass sie es begrüßt hätten, wenn es für Interessierte möglich gewesen wäre, mit Herrn Dr. Nonnenmacher in kleinem Kreis weiter zu diskutieren – der Hinweis zeigt, dass die Veranstaltung auf großes Interesse gestoßen ist und dass vermutlich in den folgenden Unterrichtsstunden von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, das Gehörte –dem Fach entsprechend – in den Unterricht zu integrieren und zu vertiefen.
Die Buchhandlung Vaternahm hatte uns einige Buchexemplare zur Verfügung gestellt, die alle einen Besitzer fanden und signiert wurden.
Unser großer Dank gilt Herrn Dr. Nonnenmacher, der zu dieser Lesung aus Frankfurt zu uns kam – und dies ohne ein Honorar zu nehmen!
Danke auch allen, die im Hintergrund zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!
Zum Schluss freut es mich besonders, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass sich die Schulleitung der GBS dazu entschlossen hat, als Buchgeschenk für die Abiturienten, die mit 1.0 in diesem Jahr ihre Prüfungen abgeschlossen haben, das Buch von Herrn Dr. Nonnenmacher auszuwählen.
Es wurde ihnen am Sonntag, d. 21.6.2015 im Rahmen der Akademischen Feier in der Lutherkirche Wiesbaden verliehen – herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Lesen!

Gudrun Zitzke-Klöckner

Glanzvoller ‚Ritterschlag‘ im Festsaal des Rathauses

Am Donnerstag, d. 26.2.2015 war es wieder so weit: Weitere 18 Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule (zwei Kurse!) erhielten den ‚Ritterschlag‘ zum LeseRitter. Sie sind somit autorisiert, in sozialen Einrichtungen wie Kindergärten und Altenheimen zu lesen, für jeden Leseeinsatz zahlt ihnen die Wiesbaden-Stiftung einen Büchergutschein von 5Euro, der bei den Wiesbadener Buchhändlern „Sechs Richtige“( Büchergilde, Angermann, erLesen, Lesen &Leben, Susanne Pristaff und Vaternahm) eingelöst werden kann. Selbstverständlich können sich die Kinder auch der bestehenden LeseRitterschulgruppe anschließen, die alle drei Wochen in der Seniorenresidenz Kursana und alle zwei Wochen in der Kita Käthe(Lutherkirche)liest. Dafür empfiehlt es sich, am Leseritteraufbaukurs teilzunehmen, der jeden Freitag zum Auswählen und Üben der geplanten Texte stattfindet.
Pünktlich um 16.00Uhr begann die Feierstunde, zu der eigens auch der Oberbürgermeister Sven Gerich herbeieilte. Er betonte, wie gerne er früher auch ein LeseRitter geworden wäre, leider habe es das Projekt aber seinerzeit noch nicht gegeben. In seinem Grußwort lobte er die Bereitschaft der jungen Leute „ihre Lebenszeit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen zur Verfügung zu stellen, um ihnen eine Freude zu bereiten“. Er würdigte auch ausdrücklich die Fähigkeit und den damit verbundenen Mut, vor Gruppen vorlesen zu können.
Die Schuldezernentin, Frau Rose-Lore Scholz, beantwortete Herrn Gerichs Bedauern, kein LeseRitter geworden zu sein, mit einem beherzten Schwertschlag auf dessen Schultern, allerdings musste er dafür vor ihr niederknien, was zu allgemeiner Erheiterung führte.

CIMG4292
Herr Gerich selbst schlug eine Gruppe der GBS zum LeseRitter, dann musste er aus terminlichen Gründen die Veranstaltung verlassen. Die weiteren Ritterschläge vollzog Frau Scholz zusammen mit einer Schauspielerin, die als Königin verkleidet den Festsaal inzwischen betreten hatte. Neben der GBS waren auch die Jawlenskyschule, die Werner-von-Siemensschule und die Blücherschule vertreten.
Vier Kinder waren im Vorfeld ausgesucht worden, um dem Publikum zu zeigen, was sie in dem achtstündigen LeseRitterkurs bei Frau Melanie Weidmann gelernt hatten: Johanna Pollner aus der 5d und Marie Slim aus der 5s (beide GBS) sowie zwei Mädchen aus der Blücherschule – alle stellten eindrücklich ihr Können unter Beweis.
Die vielen Bilder, die die Eltern von dem Geschehen machten, verdeutlichten sehr gut, dass diese Veranstaltung für alle Gäste etwas Besonderes war, etwas, das sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Aber nicht nur für die Familien war es kurzweilig und interessant, auch der kommissarische Schulleiter der GBS, Herr Matthias Gotthardt, der es sich bei aller terminlichen Enge nicht hatte nehmen lassen, einen ‚Ritterschlag‘ einmal persönlich zu erleben, war äußerst begeistert von dem Rahmen, mit dem die Stadt und die Wiesbaden-Stiftung das Engagement der Schülerinnen und Schüler würdigte. Gekrönt wurde das Ganze durch einen Snack, der im Anschluss an die Veranstaltung angeboten wurde: Laugengebäck, Orangensaft und Sekt.
Die Gutenbergschule dankt sehr herzlich der Wiesbaden-Stiftung, vertreten durch ihren Vorsitzenden Herrn Michel und ihre Koordinatorin Frau Fey, für die Gewährung der durchgeführten LeseRitterkurse und freut sich bereits jetzt auf die Fortsetzung dieser erfolgreichen Arbeit.
Selbstverständlich war die Presse zugegen, am Tag danach war im ‚Kurier‘ ein ausführlicher Artikel mit Bild zu finden.

Klickt man die Homepage der Stadt an, so findet man gleich auf der Startseite eine Bildergalerie sowie einen weiteren Artikel zum Geschehen:
http://www.wiesbaden.de/medien/bildergalerien/2015/2015-02-26-leseritter.php

Gudrun Zitzke-K

Sophie Metzner, 6a, gewinnt Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs

Nach Charlotte Theissen, die im Vorjahr den Stadtentscheid für sich entscheiden konnte, gewann mit Sophie Metzner aus der Klasse 6a nun bereits zum zweiten Mal hintereinander eine Schülerin der Gutenbergschule den Stadtentscheid.
Sophie musste sich dabei in der Jawlenskyschule in der ersten Runde gegen 18 starke Leserinnen und Leser anderer Wiesbadener Schulen durchsetzen. In der zweiten Runde waren es dann die besten 8 Leserinnen und Leser, die einen unbekannten Text vorlesen mussten. Doch auch hier brillierte Sophie, las sicher, spannend und gut verständlich vor.
Wir gratulieren ganz herzlich und drücken nun für den Landesentscheid die Daumen.

Mehr dazu finden Sie auch im Wiesbadener Kurier:
http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/jawlenskyschule-richtet-wiesbadener-stadtentscheid-des-vorlesewettbewerbs-des-deutschen-buchhandels_14971148.htm

 

Erfolgreiche DELF-Prüfungen

Auch in diesem Jahr haben Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule wieder erfolgreich an der französischen Sprachprüfung „DELF“ teilgenommen. Alle Prüflinge haben die mündlichen und schriftlichen Prüfungen im Frühjahr 2014 bestanden. Herzliche Glückwünsche gehen an: Dana Bercovici-Luca, Celine Cialdini, Raphael Hasse, Michèle Kleber, Sophie Schaffranek (Niveau B1) und Julian Engler, Olivia Ludwig, Katinka Mevert, Sandra Möller, Lara Ostertag, Emanuel Reichert-Lübbert, Jasmin Reis Klapper (Niveau B2). Informationen zum nächsten Prüfungsdurchgang wird es im November geben.

M. Kugler

Zeitzeuge Paul Kester zu Besuch in der GBS

Am 17.9.2014 war der ehemalige Gutenbergschüler aus Los Angeles angereist, um in der Aula der Schule an einer Veranstaltung teilzunehmen, die einerseits an die letzte große Deportation aus Wiesbaden am 1. September 1942 erinnern sollte, andererseits wurden die ersten Auszüge auf Deutsch aus seinen Memoiren vorgestellt.
Die Feierstunde war sowohl vom Aktiven Museum Spiegelgasse als auch der Gutenbergschule geplant worden.
Paul Kester hatte nach der Reichspogromnacht 1938 als jüdischer Schüler die Schule verlassen müssen, seine Eltern veranlassten, dass er mit einem Kindertransport nach Schweden gebracht wurde, so dass er überlebte – seine Eltern und mehrere Verwandte hingegen wurden am 1. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, keiner von ihnen hat überlebt.
Es waren vier Schülerinnen aus der Klasse 6a und ein Schüler aus der 9a – alle aktive LeseRitter – die in eindrucksvoller Art und Weise die Auszüge aus den Memoiren vorlasen. Parallel dazu wurden Bilder aus Paul Kesters Vergangenheit auf eine Leinwand projiziert.
Der Gast selbst war sichtlich ergriffen von der Hommage, die ihm und seinem Lebensverlauf entgegengebracht wurde, hatten doch bereits die Redner zu Beginn der Veranstaltung – Herr Gotthardt als stellvertretender Schulleiter, Herr Dr.Pieperhoff vom Aktiven Museum Spiegelgasse, Herr Nickel als Stadtverordnetenvorsteher, Herr Gerich als Oberbürgermeister und die Schuldezernentin Frau Scholz- ihren Respekt und ihre Anerkennung gegenüber Herrn Kester zum Ausdruck gebracht.
Musikalisch umrahmte die Feierstunde die aus Tel Aviv stammende Pianistin Odelia Lazar, indem sie zu Beginn eine Melodie aus ‚Schindlers Liste‘ spielte, nach den Grußworten ‚Sag nit kojnmal as du gejst‘ sang und schließlich am Schluss ‚Ich wandre durch Theresienstadt‘ von Ilsa Weber präsentierte.
Dieses letzte Lied, gepaart mit den eindrucksvollen Dankesworten Paul Kesters, wirkte auf viele Besucher der Feierstunde außerordentlich emotional. Es fiel für einen Moment sehr schwer, zum Alltagsgeschehen zurückzukehren.
Nach Meinung vieler hatte hier eine würdevolle, beeindruckende und unvergessliche Veranstaltung stattgefunden.
Im Anschluss wurden Herr Kester sowie sein Sohn Daniel von einer kleinen Gruppe zum Essen begleitet, wo noch einmal die Gelegenheit bestand, im eher privaten Rahmen zu erfahren, wie dankbar Herr Kester für die ihm und den am 1. 9. 42 Deportierten gewidmete Feierstunde war.
Zum Abschied versprach Paul Kester wiederzukommen – wir freuen uns darauf!
Die Gutenbergschule bedankt sich nochmals beim AMS für das Geschenk der 35 Exemplare der Memoiren Paul Kesters, die zukünftig vielfältig im Unterricht eingesetzt werden können.
Gudrun Zitzke-Klöckner

Bericht dazu im Wiesbadener Kurier

Informationsveranstaltung Sprachreise Poole 2015

da es bereits seit einigen Jahren sehr schwierig geworden ist, einen Schüleraustausch mit einer englischen Schule zu etablieren, bietet die Gutenbergschule vom 6.-16.Juli 2015 wieder eine Sprachreise nach Poole (Dorset) an, wo die Eagle International School (http://www.eagleschool.co.uk/) Schülergruppen ein kombiniertes Sprach- und Kulturprogramm ermöglicht.

Die Fahrt wird von zwei Lehrkräften der GBS begleitet. Die Unterbringung erfolgt im allgemeinen partnerweise in ausgesuchten und ‚Schüler-erfahrenen’ Gastfamilien, so dass reichlich Gelegenheit zum Englischsprechen und zum Kennenlernen der englischen Lebensweise und Mentalität besteht. Das 10-tägige Programm (10 Nächte) beinhaltet 24 Stunden Unterricht mit Muttersprachlern. Das Ausflugsprogramm umfasst 3 Ganz- und 5 Halbtagesausflüge.

Für interessierte Schüler und Eltern findet am Montag, den 6. Oktober 2014 um 17.30 Uhr in der Aula der GBS eine Informationsveranstaltung statt. Mrs Rees, die Schulleiterin der Eagle School, wird Ihre Schule vorstellen und Ihre/Eure Fragen beantworten.