CCTA Trash and Heat

Trash and Heat: Climate Change Theatre 2019 an der Gutenbergschule

Am 6. November 2019 führte die Theater –AG der GBS zwei kurze Theaterstücke unter dem Motto “Trash and Heat” auf. Diese Auftaktveranstaltung fand im Rahmen der internationalen Bewegung ‚Climate Change Theatre Action‘ statt. Ihr folgen eine Reihe von weiteren Aktionen an der Gutenbergschule, die in Bezug stehen zu den UN-Klimakonferenzen in Madrid (2.12 -13.12.2019):

  • Die Mensa bietet verstärkt vegane und vegetarische Mahlzeiten
  • Der Kiosk verkauft u.a. regionale und saisonale Äpfel bzw. Apfelsaft.
  • Eine Zero-Waste Aktion soll ein Bewusstsein zur Müllvermeidung schaffen.
  • Der Aufruf „Go to School by bus or bike or simply walk!“, soll dazu anregen, festgefahrene Gewohnheiten zu überdenken.

Die beiden kurzen Theaterstücke  machten auf zentrale Aspekte des Klimawandels aufmerksam: zum einen auf die unbewältigten Massen toxischen Mülls, zum anderen auf die zunehmende Hitze, die beide Folge unreflektierten Konsumverhaltens sind.

Im Stück Lin and Ash von Elspeth Tilley, lernten  die Zuschauer zwei Studentinnen (gespielt von Eline van Gool und Milena Sadykov)kennen, die angesichts des nicht zu bewältigenden (Plastik-) Mülls zu Klima-Aktivistinnen werden. Dabei nahmen diese sich ein Beispiel an dem amerikanischen Umweltaktivisten Rob Greenfield, der in Aufsehen erregenden Aktionen auf den Müll aufmerksam machte, den ein Durchschnittsamerikaner in 30 Tagen produziert, indem er diese Abfallmenge für alle sichtbar mit sich herumtrug. In den Rollen zwei weiterer Studentinnen traten Lea Chen und Paula Herrmani auf, die sorglos unentwegt Müll produzierten. In weiteren Rollen waren Stella Chilla und Naomi Lässig zu sehen.

In der schwarzen Komödie  Steamy Session in a Singapore Spa, verfasst von Damon Chua, spielt Milena Sadykov eine Forscherin , die kaltblütig an einer gutgläubigen Saunanutzerin (gespielt von Eline van Gool)  die Auswirkungen der steigenden Temperaturen auf den menschlichen Körper testet. Die Versuchsperson, die bis zum tödlich Ende daran glaubt, dass sie an einem Spiel teilnimmt, sucht vergeblich den Ausgang aus der engen Saunakammer. Stärker werdender Dampf, rotes pulsierendes Licht und das Aufheulen eines durchdringenden Sirenentones lässt die Zuschauer mit dem Ergebnis des schaurigen Experiments alleine.

Annika Grapow moderierte die Auftaktveranstaltung und hielt einen beeindruckenden Vortrag über die Folgen der extensiv betriebenen Palmölindustrie auf die Umwelt. Annika, die lange Jahre in Singapur lebte, konnte aus eigener Erfahrung über die Folgen der Brandrodung der Urwälder berichten, die in Südostasien zu einer lebensbedrohlichen Verschlechterung der Luftqualität sowie einem Verlust an Biodiversität führt.

Die „Climate Change Theatre Action 2019“ hat bisher über 300 internationale Mitstreiter aus über 30 Nationen versammelt, die alle in der Zeit bis zum 21. Dezember 2019 mit ihren weltweiten Aktionen und Theater-Aufführungen zu einem kritischen Umdenken in Sachen Umweltschutz aufrufen möchten.

Weiterführender Link: http://www.climatechangetheatreaction.com/event.com/event/heat-trash

  Fotos: Lilli Geyer

Rezension Climate Change Theatre Action Juni 2019

Klimawandel – `Climate Change Theatre Action` an der GBS

Ausgerechnet am Abend des bis dahin heißesten Tages 2019, am Mittwoch den 26. Juni, fand um 19:30 Uhr in der Aula der Gutenbergschule ein außergewöhnlicher Theaterabend statt. Die vier kurzen Theaterstücke in englischer Sprache beschäftigten sich mit den Auswirkungen des Klimawandels. Verfasst wurden diese zum einen von der neuseeländischen Autorin Elspeth Tilley und zum anderen von der kanadischen Aktivistin und Schriftstellerin Chantal Bilodeau. Thematisiert wurden die verschiedenen Aspekte der Folgen der globalen Erderwärmung, wie Wetter-, Versorgungs- und Fluchtprobleme.

Die Stücke entstanden infolge eines weltweiten Aufrufs an internationale Autoren, sich in kurzen Szenen des Themas „Klimawandel“ anzunehmen und die so entstandenen „short plays“ weltweit im Rahmen der internationalen „Climate Theatre Action“ nachspielen zu lassen, die jeweils zeitlich mit den UN-Klimakonferenzen zusammenfallen. Elspeth Tilley und Chantal Bilodeau überließen ihre Stücke der Theater-AG der Gutenbergschule, um Mitstreiter in der Sensibilisierung für die Problematik und für ein wacheres Bewusstsein um die Gefahren des Klimawandels zu erreichen.

Die Schüler, die aus unterschiedlichen Klassen und einer Deutsch-Intensivklasse  bunt zusammengewürfelt waren, konnten ihrem Publikum eine professionelle Aufführung darbieten, die sowohl nachdenklich stimmte, als auch unterhaltsam war.

Im ersten Stück, „Waiting for Go“ 2016 von E. Tilley geschrieben, stehen zwei komisch- schräge Straßenbauarbeiter auf der Bühne, die die Welt von ihren diversen Abhängigkeiten (vom Auto, Plastik und Selbstoptimierungswahn) befreien möchten. Es überzeugten nicht nur die Ironie und intelligenten Dialoge des Stücks, sondern auch die  Darstellerinnen Stella Chilla und Naomi Lässig durch die Interpretation ihrer Rollen und ihre kleinen komischen Tanzeinlagen.

Das zweite Stück, „Flotsam“ (Treibgut) , ein ebenso aktuelles Theaterstück von E. Tilley,  behandelt die Bedrohung der Inselstaaten im Pazifik, deren Lebensraum durch das Schmelzen der Polkappen und den damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels zuerst von den Auswirkungen betroffen war und ist. In dem Stück konfrontiert eine rebellische, klarsichtige Tochter (Darstellerin Milena Sadynov) ihre Mutter (Eline van Gool), eine Richterin, mit ihrer privaten und beruflichen Hilflosigkeit angesichts dieser Auswirkungen.

Das dritte kurze Stück von E. Tilley, „The Penguins“, wurde ebenfalls 2015 schon weltweit an Theatern von Shanghai bis Paris aufgeführt und behandelt das weltweite Artensterben, das auf menschliche Unvernunft zurückzuführen ist. Hier  wird das beschämend  intelligente Verhalten der Pinguine (Lea Chen, Lucie Luckow und Bethel Solomon) konterkariert durch das scheinbar unsinnige Gebaren zweier Forscher (Jannik Däschner und Sophie Metzner).

Das letzte Stück der Vorstellung, „Homo Sapiens“ von Chantal Bilodeau  appelliert, nicht zuletzt durch die Darstellerinnen Sarah Carillo Ambrosius und  Sofia Carillo Ambrosius, überzeugend an die Vernunft der Zuschauer, die aussterbende Menschheit, sich von liebgewordenen  (Konsum-) Gewohnheiten zu verabschieden – so lange noch Zeit ist.

Der Erfolg dieser Aufführungen ermunterte die Theater-AG dazu, sich auch an der nächsten Aktion der „Climate Change Theatre Action 2019“ zu beteiligen, die parallel zur UN-Klimakonferenz (COP25) im Herbst 2019 in Santiago de Chile stattfinden wird.

Wir danken für die Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung von unserem Theater-Projekt ganz besonders:

Frau Peter (Kostüme), Herrn Kobler (Requisite), Julian Rosenthal  (Ton- und Licht-Technik), Lilli Geyer (Photos),

Für die Theater-AG

Heike Scherf und Dagmar Gündisch

 

 

 

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Climate Change Theatre Action 2. Runde

Das  Climate Change Theatre 2019 geht in die zweite Runde

Die Aufführung der Theatergruppe der GBS am 6. November 2019, 10:00 Uhr leitet im Rahmen der internationalen Bewegung ‚Climate Change Theatre Action‘ (siehe: http://www.climatechangetheatreaction.com/event.com/event/heat-trash) eine Reihe von anderen Aktionen an unserer Schule ein, die im Vorfeld der UN-Klimakonferenzen in Santiago de Chile (2.12 -13.12.2109) stattfinden sollen.

  • Die Mensa bietet verstärkt vegane und vegetarische Mahlzeiten
  • Das Kiosk verkauft u.a. regionale und saisonale Äpfel bzw. Apfelsaft.
  • Eine Zero-Waste Aktion soll ein Bewusstsein zur Müllvermeidung schaffen.
  • Der Aufruf „Go to School by bus or bike or simply walk!“, soll dazu anregen, festgefahrene Gewohnheiten zu überdenken.
  • Die Theaterstücke und die sie begleitenden Aktionen stehen unter dem Motto “Trash and Heat”.

 

„Steamy Session in a Singapore Spa“ wurde von Damon Chua verfasst und ist eine schwarze Komödie, die sich mit den Auswirkungen der steigenden Temperaturen im Zeichen des Klimawandels auseinandersetzt.

„Lin and Ash“, ein Stück von Elspeth Tilley, konfrontiert die Zuschauer mit Studentinnen, die angesichts des nicht zu bewältigenden (Plastik-) Mülls zu Klima-Aktivistinnen werden.

Diese beiden Stücke werden am 6. November 2019 an der GBS uraufgeführt in der Hoffnung, das Publikum sowohl zu unterhalten als auch nachdenklich zu stimmen.

Das Logo der Aktionen an der GBS ist Barry Rosenthals Kunstwerk „Green Containers“, von ihm selbst zur Verfügung gestellt. Seine Werke sind  Teil der ständigen Ausstellung des MOMA (New York) und werden  u.a. in der aktuellen September-Ausgabe der „National Geographic“ gewürdigt.

Die „Climate Change Theatre Action 2019“ hat bisher über 300 internationale Mitstreiter aus über 30 Nationen versammelt, die alle in der Zeit bis zum 21. Dezember 2019 mit ihren weltweiten Aktionen und Theater-Aufführungen zu einem kritischen Umdenken in Sachen Umweltschutz aufrufen möchten.

 

Klimafrühstück

Klimafrühstück an der Gutenbergschule

Die POWI-Klasse der Gutenbergschule sammelt Erfahrungen in Sachen Klimaschutz

Am Mittwoch den 4.9.2019 veranstaltete die Verbraucherzentrale Hessen zusammen mit der Klasse Ec ein Klimafrühstück. Die engagierten Schüler der Gutenbergschule behandeln gerade das Thema Klimawandel fächerübergreifend in Englisch bei Frau Scherf und in POWI bei Herrn Dr. Knoll. Da die Schüler auch den Schul-Kiosk betreiben, wollten sie unbedingt herausfinden, inwiefern unsere Ernährung und die Wahl der Lebensmittel beim Einkauf Einfluss auf den Klimawandel haben.

Durch das Klimafrühstück erfuhren die Schüler anhand eines gemeinsamen Frühstücks, wie sich das eigene Ernährungs- und Konsumverhalten auf das Klima auswirkt. Zu diesem Zweck hatten sie regionale Bio-Ware und konventionelle Ware aus fernen Ländern, manche mit und manche ohne Verpackung eingekauft. Einige Lebensmittel waren vegan oder vegetarisch und andere enthielten Fleisch. Sie bereiteten das Frühstück nicht nur gemeinsam vor, sondern erhielten unter professioneller Anleitung von Frau Gärtner (Verbraucherzentrale Wiesbaden)  die wichtigsten Empfehlungen für eine „Klima-gesunde“ Ernährung. Nachdem Frühstück erarbeiteten sie sich Kriterien für ein klimafreundliches Frühstück und diskutierten ihre eigenen Gewohnheiten kritisch.

Den meisten war bekannt, dass das Kühlen, Verarbeiten und Transportieren von Lebensmitteln sich auf den CO2-Fußabdruck jedes einzelnen Konsumenten negativ auswirkt. Dass Essen und Klimaschutz eng zusammenhängen, war den meisten bereits bewusst, aber sie wollten dies auch mit Hilfe von Listen berechnen und die Fakten zusammentragen, um auch anderen ihre Erkenntnis am Mittwoch 6. November 2019 im Rahmen der „Climate Change Theatre Action“ vorstellen zu können.

Die Climate Change Theatre AG der GBS führt  an diesem Tag zwei Stücke unter dem Motto „Heat&Trash“ auf und leitet eine Reihe von anderen Aktionen ein, die im Vorfeld der nächsten UN-Klimakonferenz in Santiago de Chile an unserer Schule stattfinden.

Der Schulkiosk, der von der POWI-Klasse (Ec) betrieben wird, hat sich vorgenommen, die Schulgemeinde mit seinem Angebot von  Pausenäpfeln und Apfelsaft zum Konsum von regionalen und saisonalen Produkten anzuhalten.

Darüber hinaus wird die Mensa unter dem Motto „Go Veggie! Go Vegan!“ an zwei Tagen ausschließlich fleischlose Speisen anbieten. Auf jeden Fall wollen die Schüler auch Müll vermeiden. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel Müll man meist gedankenlos produziert, sollen SuS an drei Tagen den Müll, den sie verursachen, wieder mit nach Hause nehmen.

Außerdem soll das Motto „Take the bus or simply walk to school!“ dazu anregen, öfter auf das Auto im Alltag zu verzichten.

 

Internationale Autoren (Elspeth Tilley und Damon Chua)haben der GBS die Rechte zur Uraufführung ihrer Stücke überlassen und  der Künstler Barry Rosenthal erlaubt die Vervielfältigung einer Fotografie seines Werkes „Green Container“, das als Logo für die anstehenden  Aktionen dient, mit denen an viele bereits stattgefundene Projekte zum Thema Umwelt an unserer Schule angeknüpft wird.