Elternabend „Jugendmedienschutz“ am 9.10.14, Aula der GBS

Diese Einladung geht den Eltern der Klassenstufe 5 auch in Papierform über ihre Kinder zu. Interessierte Eltern anderer Jahrgangsstufen sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Sehr geehrte Eltern der neuen Klassenstufe 5,

wir laden Sie herzlich ein zu unserem Einführungselternabend

„Pubertät 2.0 – Einblick ins digitale Kinderzimmer“

am Donnerstag, 9. Oktober 2014, um 19.30 Uhr in der Aula der Gutenbergschule.

Für Kinder und Jugendliche sind Computer, Handys, Spielekonsolen und das Internet heute selbstverständlich, und Kinderzimmer sind zunehmend digital vollausgestattet. Die Nutzung dieser Technologie durch die „Digital Natives“ hat sich allerdings weitgehend verselbständigt, und vielen Eltern fehlen in der oft nervtötenden Diskussion um den Medienkonsum wirksame Argumente und Strategien. Da insbesondere das Internet neben großen Chancen auch erhebliche Risiken birgt und in der Pubertät eine deutlich erhöhte Risikobereitschaft besteht, müssen sich Eltern mit der Mediennutzung ihrer Kinder aktiv und kritisch befassen. Doch die Frage nach der Medienkompetenz ihrer Eltern beantworten 80% unserer Jugendlichen mit einem überlegenen „Die haben keinen Plan!“, oft gefolgt von „und die sollen auch keinen kriegen!“ Diesen „Plan“ wollen wir Ihnen mit dem Elternabend vermitteln, um gemeinsam mit Ihnen die Mediennutzung Ihres Kindes in positive Bahnen zu lenken! Ergänzend dazu wird am Vormittag eine zweistündige Veranstaltung zum Thema “Sicher im Internet” für Ihre Kinder stattfinden.

Basis unseres medienpädagogischen Gesamtkonzepts ist die Devise „Jugendmedienschutz durch Medienkompetenz“. Richtiger Umgang mit Facebook, WhatsApp & Co., Online-Mobbing, jugendgefährdende Inhalte, sexuelle Übergriffe im Netz und Computerspiele werden ebenso thematisiert wie wichtige rechtliche Aspekte der Mediennutzung: Recht am eigenen Bild, Downloads/Urheberrecht, Plagiate, Schadsoftware, Onlinebetrug.

Ein zentrales Thema werden die möglichen Einflüsse von Bildschirmkonsum auf die Entwicklung und den Schulerfolg von Heranwachsenden sein.

Einen Einblick in diese Thematik können Sie sich vorab auf unserer Onlineplattform
www.medien-sicher.de verschaffen.

Dieser Infoabend ist unverzichtbare Voraussetzung für die Mediennutzung Ihres Kindes an der Gutenbergschule, soll Ihnen aber v.a. auch Hilfestellung im privaten Umfeld geben.
In der Auswertung der bisherigen Veranstaltungen gaben 97% der Eltern an, dass sie dort neue und wichtige Informationen erhielten, die ihr zukünftiges Handeln beeinflussen werden. 91% hätten sich diese Informationen schon in der Grundschule gewünscht!

Sollte Ihnen die Teilnahme an diesem Abend unmöglich sein, teilen Sie dies bitte unserem Jugendmedienschutzbeauftragten Herrn Steppich per Email an steppich@medien-sicher.de mit, damit wir sie wegen eines Ersatztermins kontaktieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Gotthardt, Schulleiter

Günter Steppich, Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt in Wiesbaden

 

Anmeldeformular zum Elternabend „Pubertät 2.0 – Einblick ins digitale Kinderzimmer“

Das Einladungsschreiben zum Elternabend habe/n ich/wir erhalten.

o    Ja, am oben genannten Elternabend nehme(n) ich/wir

mit ________ Person(en) teil.

o    Nein, ich/wir bin/sind leider verhindert.

Name: ________________________________________________

Klasse: ________________________________________________

Unterschrift: _______________________________________________

Bitte geben Sie das ausgefüllte Anmeldeformular über die Klassenleitung Ihres Kindes an
uns zurück.

Bringen Sie bitte keine Kinder unter 16 Jahren zu dieser Veranstaltung mit!

 

 

 

 

Günter Steppich                                                                                Matthias Gotthardt

Fachberater für Jugendmedienschutz                                              Schulleiter

am Staatlichen Schulamt in Wiesbaden

Informationsveranstaltung Sprachreise Poole 2015

da es bereits seit einigen Jahren sehr schwierig geworden ist, einen Schüleraustausch mit einer englischen Schule zu etablieren, bietet die Gutenbergschule vom 6.-16.Juli 2015 wieder eine Sprachreise nach Poole (Dorset) an, wo die Eagle International School (http://www.eagleschool.co.uk/) Schülergruppen ein kombiniertes Sprach- und Kulturprogramm ermöglicht.

Die Fahrt wird von zwei Lehrkräften der GBS begleitet. Die Unterbringung erfolgt im allgemeinen partnerweise in ausgesuchten und ‚Schüler-erfahrenen’ Gastfamilien, so dass reichlich Gelegenheit zum Englischsprechen und zum Kennenlernen der englischen Lebensweise und Mentalität besteht. Das 10-tägige Programm (10 Nächte) beinhaltet 24 Stunden Unterricht mit Muttersprachlern. Das Ausflugsprogramm umfasst 3 Ganz- und 5 Halbtagesausflüge.

Für interessierte Schüler und Eltern findet am Montag, den 6. Oktober 2014 um 17.30 Uhr in der Aula der GBS eine Informationsveranstaltung statt. Mrs Rees, die Schulleiterin der Eagle School, wird Ihre Schule vorstellen und Ihre/Eure Fragen beantworten.

Aufnahmefeier 2014

Am 8. September 2014 begann das Schuljahr für die neuen Fünftklässler der GBS mit der traditionellen Aufnahmefeier am 2. Ring. Das 90-minütige Programm mit etlichen Show- und Mitmacheinlagen verging wie im Flug, anschließend ging es in die Schule zum ersten Beschnuppern und Kennenlernen der neuen MitschülerInnen und KlassenlehrerInnen.

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Moderatorenteam und Publikum beim Aufwärmprogramm
Moderatorenteam und Publikum beim Aufwärmprogramm
Auftakt des Orchesters
Auftakt des Orchesters
Orchester und Chor begrüßen "die Neuen"
Orchester und Chor begrüßen „die Neuen“

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Gleich wird's "Happy"!
Gleich wird’s „Happy“!

Vive la lecture – Ergebnisse des ersten Lesewettbewerbs Französisch an der GBS

In der letzten Schulwoche des Schuljahres 2013/2014 fand an der Gutenbergschule zum ersten Mal ein „Lesewettbewerb Französisch“ statt. Hier konnten sich die Schüler aller fünf siebten Klassen im Lesen der französischen Sprache messen und die jeweils erfolgreichsten Vorleser ermitteln.
Vorab wurden im Französischunterricht die beiden Klassensieger bestimmt.
Jeder Kandidat durfte zu diesem Anlass einen Mitschüler seines Vertrauens zur moralischen Unterstützung in den Musikraum des Neubaus mitbringen.
Unter den Augen und Ohren der Zuhörer und einer aus vier Französischlehrern bestehender Jury wurde zunächst von jedem Kandidaten ein selbst vorbereiteter Text vorgelesen. In einer zweiten Runde versuchten sich die Schüler an einem unbekannten Text.
Beim jeweiligen Vortrag achtete die Jury auf sprachliche Korrektheit (Aussprache, Intonation) und sprachliche Gestaltung (Flüssigkeit, rollengemäßes und inhaltsbezogenes Sprechen).
Viele gute Beiträge machten der Jury die Entscheidung sehr schwer.
Den ersten Platz belegte Lisa Herzfeld (7c). Zweite wurde Sydney Ligon (7a). Der dritte Platz ging an Anissa Tammaoui (7c). Die Siegerinnen freuten sich jeweils über ein Buchgeschenk, natürlich in französischer Sprache, welches ihnen von der den Wettbewerb verantwortlichen Lehrerin Frau Julia Heinemann überreicht wurde.
Mit den erfolgreichen Schülern freuen sich ihre Französischlehrer und die gesamte Französischfachschaft, verbunden mit der Hoffnung eine neue Tradition an der Gutenbergschule ins Leben gerufen zu haben!

Julia HeinemannFoto

 

Landesentscheid Rudern

Silber und Bronze beim Heimspiel

Am letzten Wochenende vor den Sommerferien trafen sich alle Ruderer der hessischen Schulen zum Landesentscheid im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden. IMG_236135 Teilnehmer stellte die Gutenbergschule, die in neun unterschiedlichen Wettkampfklassen an den Start gingen. Schüler der TFG-Rudern, der E- und Q-Phase sowie aus dem Ruderverein RWB konnten ihre Ruderfähigkeit mit Schülern aus ganz Hessen messen. Herausgesprungen sind dabei eine Silber- und zwei Bronzemedaillen für die Gutenbergschule.
Da die Regatta noch vor den hessischen Schulferien stattfand, konnten sich alle Teilnehmer noch über traumhaftes Sommerwetter freuen. Die Regattaleitung musste sogar mehrfach darauf hinweisen, dass die Sportler ausreichend Wasser trinken und möglichst nur mit Kopfbedeckung aufs Wasser gehen. Vielleicht kommen diese Zeiten mit dem Schulbeginn noch einmal zurück.

Auf diesem Weg möchte ich mich noch ganz herzlich für die großartige Hi   lfe der Rudereltern bedanken, die an dem Wochenende nicht nur ihre eigenen Kinder unterstützten sondern auch tatkräftig bei der Bewirtung der zahlreichen Teilnehmer durch die RWB mitwirkten.

2. Platz Mä WK II 2x: Elene Grobecker, Jill Krönke
3. Platz Mä WK III 2x Lg: Malou Krämer, Michella JarjourDSC06193
3. Platz Ju Wk III Gruppenfahren: Jannik Däschner, David Haas, Anne Beier, Malou Krämer, Michella JDSC06258arjourDSC06251

Gelungene erste Sprachreise nach Poole, Dorset

Vom 06. bis 16.Juli 2014 fuhren 34 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und der Einführungsphase nach Poole, Dorset an der englischen Südküste. Begleitet wurden sie von Frau Wersching, Frau Termer und Herrn Bockholt.
Ziel der Reise war es, neben Englischunterricht durch Muttersprachler auch Land und Leute kennenzulernen. Die Schülerinnen und Schüler wurden zu zweit in englischen Gastfamilien untergebracht, deren Gastfreundschaft grenzenlos war. Das Ausflugs- und Unterrichtsprogramm wurde von der Eagle International School organisiert und durchgeführt, deren Leiterin Mrs Rees die Schule nun bereits seit 1973 erfolgreich leitet. Es standen u.a. Ausflüge nach Salisbury, Stonehenge, Oxford , die englische Südküste und London an. Poole selbst ist wunderschön gelegen und das sonnige Sommerwetter bot sogar Gelegenheit einen Badenachmittag am Strand zu verbringen und anschließend Fish & Chips am Strand zu essen.
Die Gutenbergschule hat sich entschieden, diese Sprachreise ins Programm aufzunehmen, da es seit Jahren kaum noch möglich ist, eine englische Partnerschule zu finden, die einen klassischen Schüleraustausch durchführen möchte. Deutsch als Unterrichtsfach spielt in England leider keine große Rolle mehr.
Diese Reise wird klassenübergreifend organisiert und nach dem erfolgreichen ersten Durchgang ist bereits die nächste Fahrt in Planung. Termin wird der 6.-16. Juli 2015 sein.

 Die Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule auf den Spuren von Harry Potter in Oxford.
Die Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule auf den Spuren von Harry Potter in Oxford.

Marketing für das Gutenbergorchester

Neues Logo, jede Menge Bildmaterial, Plakate und ein ganzes Corporate Design: Sieben Orchestermitglieder der Gutenbergschule aus den Klassen 5-10 und die Orchesterleiterin Angelika Raff erarbeiteten zusammen mit Christian Lauer und Franziska Haube von der Agentur  CLDES Wiesbaden ein Marketingkonzept für das Gutenbergorchester.

„Jetzt ist unser Orchester nicht mehr nur zu hören, sondern auch zu sehen!“, freut sich  Leon, Klasse 7b und Geiger im Gutenbergorchester.

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Die Mitglieder des Marketingteams Emanuel Reichert-Lübbert, Anna- May Lohfeld, Pauline Kleybold, Greta Kurz, Leon Regula, Lilija Michna und Emelie Daum erarbeiteten in drei verschiedenen Workshops zwischen März und Juli erstmals ein Corporate Design für ihr Orchester.

„Wofür steht das Orchester?“ – „ Wen wollen wir erreichen?“ – „ Wie präsentiert man dies mithilfe eines Corporate Designs?“ Diese und weitere Fragen beschäftigten das Marketingteam. Ein weiterer Bestandteil des Kommunikationskonzepts war es, gezielt Fotos zu schießen, welche das spezifische Gesicht des Orchesters bestmöglich zeigen. Dies geschah im Verlauf eines professionellen Fotoshootings auf der Probenfahrt des Orchesters in der Musikakademie Hammelburg und im Studio von CLDES in Wiesbaden unter der Leitung von Christian Lauer, Inhaber der Agentur und selbst ehemaliges Orchestermitglied. Bereits zum Orchesterkonzert Ende Mai gab es Bildmaterial für Plakate, das Logo war fertig und konnte erfolgreich einem Praxistest unterzogen werden.

„Wir bleiben dran, das war erst der Anfang!“ – So das einstimmige Fazit des Marketingteams.

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Franziska Haube und das Marketingteam beim ersten Workshop

„Seien Sie gespannt und halten Sie die Augen offen!“, sagt die von dem Projekt begeisterte Angelika Raff, die auch weiterhin die Musiker des Orchesters in Schwung halten wird.

Anna-May Lohfeld, Klasse Ea

Thema Smartphones: Liebe Eltern der neuen Fünftklässler!

Liebe Eltern der neuen Fünftklässler,

ich freue mich, dass Sie sich für die Gutenbergschule entschieden haben und wünsche Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß und Erfolg in den kommenden Jahren an unserer Schule. Als Beauftragter für Jugendmedienschutz an der Gutenbergschule möchte ich Sie dabei mit Ratschlägen zur Medienerziehung, und insbesondere zur Nutzung von Handys und Smartphones, nach Kräften unterstützen und Ihnen bereits an dieser Stelle einige wichtige Empfehlungen mitgeben:

Sicherlich beabsichtigen etliche von Ihnen, ihren Kindern zum Übergang auf die weiterführende Schule ein Handy oder gar ein Smartphone zu schenken. Gegen ein einfaches Handy, mit dem man telefonieren und SMS schicken kann, ist in dieser Altersgruppe nichts einzuwenden, obwohl es von Seiten der Schule aus keinen plausiblen Grund gibt, warum Ihre Kinder überhaupt ein Telefon in die Schule mitbringen sollten, denn im Sekretariat kann in Notfällen jederzeit telefoniert werden. An der GBS herrscht bereits seit 2004 ein komplettes Nutzungsverbot für Handys, Spielekonsolen und andere tragbare elektronische Geräte, das auch in der Hausordnung verankert ist. Handys müssen ausgeschaltet und im Ranzen verstaut sein. Bei Verstößen wird das Gerät eingezogen und muss von den Eltern abgeholt werden. Lehrkräfte können diese Regelung für unterrichtliche Zwecke aufheben und auch die Aufenthaltsräume der Oberstufe sind von diesem Verbot ausgenommen.

Von der Anschaffung eines Smartphones für Fünftklässler möchte ich dringend abraten, insbesondere in Verbindung mit mobilem Internetzugang per Flatrate! Ich hatte als Fachberater für Jugendmedienschutz des Staatlichen Schulamts und des Landesschulamts im vergangenen Schuljahr alle Hände voll damit zu tun, digitale Schadensbegrenzung zu betreiben, insbesondere in Fällen von entgleisten peinlichen Fotos und Onlinemobbing per WhatsApp und Facebook, aber auch pädophilen Übergriffen in sozialen Netzwerken. Der Altersschwerpunkt lag dabei in Klasse 7/8, es waren aber auch einige Fälle im Grundschulbereich darunter! Aus meiner Erfahrung gibt es für Besitz und Nutzung von Smartphones durch Kinder unter 14 Jahren keinen einzigen plausiblen oder gar zwingenden Grund, aber jede Menge Argumente dagegen. Ein ganz simpler Aspekt ist etwa, dass die Nutzung von WhatsApp ihrem Kind jede Menge wertvolle Zeit stiehlt, die zu Lasten wichtiger anderer Aktivitäten geht, insbesondere was Hausaufgaben und reale soziale Kontakte angeht. Was Zehnjährige in zwei Stunden per WhatsApp besprechen, lässt sich in fünf Minuten per Telefon klären!

Kinder in diesem Alter sind nach meiner Erfahrung aus den vergangenen fünf Jahren nicht in der Lage, mit einem Smartphone verantwortungsbewusst und überlegt umzugehen, insbesondere wenn ihnen niemand elementarste Nutzungsregeln beibringt, was leider eher die Regel als die Ausnahme ist. Und selbst wenn Sie Ihrem eigenen Kind den reflektierten Umgang mit diesen Geräten vermitteln, kann niemand dieses Kind vor Inhalten schützen, die es von Freunden und Mitschülern zugeschickt bekommt. Mit einem internetfähigen Smartphone geben Sie Ihrem Kind VOLLZUGRIFF auf die komplette Erwachsenenwelt, mit all ihren unbestrittenen Vorzügen, aber auch mit jeglichen negrgativen Auswüchsen, vor denen Sie es im realen Leben aus gutem Grund schützen. Das Internet ist ein kompletter Spiegel des realen Lebens, und das gilt auch für vermeintlich harmlose Websites wie Google, Youtube oder Facebook. Mit zwei bis drei Klicks sind Sie z.B. bei Hardcore Pornografie oder Tötungsvideos. Geben Sie nur einmal in der Google Bildersuche das Wort eklig ein. Die Frage ist nicht, in welchem Alter Sie ihrem Kind diese Möglichkeiten erlauben, sondern vielmehr, wann sie es ihm zumuten wollen!

Google in der HosentascheAuf den Smartphones mancher Unterstufenschüler kursieren Inhalte, die ich hier gar nicht als Beispiele posten dürfte, weil ich mich damit nach dem Jugendschutzgesetz strafbar machen würde. Auch wenn ihr eigenes Kind solche Inhalte abstoßend findet und niemals im Internet danach suchen würde – es genügt ein einziger problematischer Kontakt über WhatsApp, z.B. in der Klassengruppe, um Einschläge in der Seele Ihres Kindes zu erzeugen, die es nur sehr schwer verarbeiten kann und die es Ihnen aus Scham mit hoher Wahrscheinlichkeit vorenthalten wird.

Ein internetfähiges Smartphone ist ein Werkzeug, mit dem man sich selbst und anderen heftige psychische Verletzungen zufügen kann, und für dessen kompetente Nutzung, wie bei jedem anderen Werkzeug, ein gewisser Reifegrad erforderlich ist, über den Kinder unter 12 Jahren aus entwicklungspsychologischer Sicht noch gar nicht verfügen können. Professor Dieter Braus, Leiter der Psychiatrie in den HSK, bezeichnet diese Werkzeuge bei seinen Vorträgen gar als Waffen, er hat zahlreiche Patienten, die mit Smartphoneverletzungen in seiner Praxis  behandelt werden müssen.

Die AGB von WhatsApp erlauben dessen Nutzung erst ab 16 Jahren (!), Facebook ist erst ab 13 erlaubt und auch für auf den ersten Blick harmlose Spiele wie Clash of Clans gilt diese Altersgrenze – wussten Sie z.B., dass es in Clash of Clans hunderte von Clans mit Titeln wie „Deutsches Reich“, „Hitlerjugendcamp“,  oder „SS“ gibt? Mal abgesehen von dem offensichtlichen Interesse solcher Spiele am Taschengeld ihrer Kinder, die mit dem Kauf von virtuellen Juwelen für echtes Geld Bauzeiten verkürzen und ihre Kampfstärke erhöhen können…

Ich werde Sie noch vor den Herbstferien zu einem Medienelternabend einladen, an dem ich Ihnen kurz unser schulisches Medienkonzept vorstellen und anschließend ausführlich aufzeigen werde, warum das Internet kein Kinderspielplatz ist, und möchte Sie bitten, Ihre Entscheidung über den Kauf eines Smartphones zumindest bis zu diesem Elternabend zu vertagen. In jedem Fall sollten Sie sich unbedingt meinen „Handynutzungsvertrag für Kinder“ ansehen, bevor Sie Ihrem Nachwuchs das Tor zur Erwachsenenwelt aufstoßen, darin finden Sie die wichtigsten Smartphoneregeln, die man mit seinem Kind ausführlich besprochen haben sollte!

Meine Handyempfehlungen:

  • Handy nicht vor Klasse 5, Smartphone nicht vor 14 Jahren, mobiler Internetzugang ab 16 Jahren.
  • Schließen Sie keinen Vertrag, sondern kaufen Sie eine Prepaidkarte, das begrenzt u.a. Abzocke mit Abofallen und Premiumnummern.
  • Lassen Sie vom Provider eine Drittanbietersperre einrichten. Das kostet nichts und schützt vor diversen Abzockmaschen. Bei der Telekom und bei Vodafone können Sie auch die Premiumnummern sperren lassen.
  • Erhöhen Sie das Taschengeld um 5 € und lassen Sie Ihr Kind die Kosten für die Prepaidkarte selbst tragen, dadurch lernt es einen bewussten Umgang mit dem Handy.

Wenn Sie sich schon vorher ein Bild machen möchten, haben Sie auch die Möglichkeit, sich auf meiner Website www.medien-sicher.de einen solchen Elternabend als Video anzusehen.

Weitere Ausführungen zum Thema „Smartphones für Kinder?“ finden Sie unter
http://www.medien-sicher.de/2013/11/liebe-eltern-eine-offene-e-mail/

Bis zum Schulstart am 8. September wünsche ich Ihnen und Ihren Kindern schöne Ferien und einen erholsamen Sommer!

Günter Steppich

Beauftragter für Jugendmedienschutz an der Gutenbergschule
Schulberatung Jugendmedienschutz am Landesschulamt Hessen
Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt
für Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis