Anmeldung für den individuellen Austausch mit dem Kanton Waadt

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,
wir möchten Sie darüber informieren, dass es auch in diesem Schuljahr wieder einen individuellen Austausch mit Schülerinnen und Schülern des Kantons Vaud (Waadt) in der französischsprachigen Schweiz gibt.  Individueller Austausch bedeutet, dass die teilnehmenden Kinder 2 Wochen in den jeweiligen Gastfamilien in der Schweiz und in Wiesbaden verbringen und dort am täglichen Leben partizipieren. Es finden keine Gruppenausflüge statt, sondern der Aufenthalt vor Ort wird alleine von den beherbergenden Familien gestaltet.  Es handelt sich demgemäß nicht um eine schulische Veranstaltung , sondern dass die Verantwortung für den Aufenthalt des Austauschpartners bzw. der –partnerin und die Programmgestaltung Ihres Kindes ganz bei Ihnen liegt. Außerdem müssen Sie selbst für einen ausreichenden Versicherungsschutz Ihres Kindes sorgen. Bei der Organisation der Fahrt für alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind wir gerne behilflich. Wie in jedem Jahr wird wieder ein Kollege oder eine Kollegin die Gruppe bei An- und Abreise per Bus begleiten.

Als Kosten entstehen Ihnen:

Die Unterbringungskosten für die Austauschpartnerin bzw. den –partner hier in Wiesbaden, die Fahrtkosten in die Schweiz und Taschengeld für Ihr Kind sowie eine kleine Organisationspauschale zur Deckung aller Auslagen. Sollte Ihr Kind oder das Austauschkind an weiteren schulischen Veranstaltungen vor Ort teilnehmen wollen (Klassenfahrten, Ausflüge, etc.), so kann von der GBS keine Kostenübernahme gewährt werden.

Die Termine sind folgende:

Besuch der Deutschen in der Schweiz:

Samstag.28.03.2015 bis Samstag. 11.04.2015 (Osterferien in Deutschland; in der Schweiz sind noch 3 Tage Schule, d.h. die deutschen Kinder können den Unterricht besuchen in der Schweiz)

Besuch der Schweizer in Wiesbaden:

Mi. 22.07.2015 bis Mi. 05.08. 2015 (3 Tage vor den Sommerferien in Deutschland)

Wenn sich Ihr Kind für diesen Austausch interessiert, dann gehen Sie bitte ab sofort auf die Internetadresse www.elev.ch/2015 und klicken sie auf den Button Für die Deutschen/Österreicher – klicken Sie hier“. Registrieren Sie sich und lassen Sie sich nun auf der Webseite Schritt für Schritt führen. Bitte notieren Sie sich Ihr Passwort und bewahren Sie es auf, denn nur über das Passwort werden Sie später Zugriff auf die Daten Ihres Tauschkindes erhalten. Ab Februar können die Kinder dann in Mail- oder Briefkontakt treten, um sich so vor dem Besuch schon ein bisschen kennenzulernen.

Leider haben wir im vergangenen Jahr die Erfahrung gemacht, dass nicht alle deutschen Interessenten einen Austauschpartner bekommen konnten und sich die Suche bis weit in den Februar erstreckt hat. Dies hat wiederum die Ferienplanung einiger Familien sehr erschwert, da sie lange keine Zusage bzw. Absage erhalten haben. Wir sind in diesem Zusammenhang von der Schweizer Seite abhängig, da der Hauptverantwortliche die Partner zentral für den gesamten Kanton Vaud und alle deutschen Partnerschulen verteilt. Daher können wir Ihnen keine Garantie geben, dass Ihr Kind auch tatsächlich einen Partner / eine Partnerin erhält.

 

Wir würden uns daher freuen, wenn auch in diesem Jahr wieder viele Schülerinnen und Schüler von dieser Chance, Land und Leute besser kennenzulernen sowie die Sprachkenntnisse verbessern zu können, Gebrauch machen würden.

Wir bitten Sie aber genau zu prüfen, ob Ihr Kind wirklich schon für einen Austausch geeignet ist, da wir in den letzten Jahren zunehmend Probleme mit Heimweh hatten. Es muss Ihnen und Ihrem Kind klar sein, dass die Schülerinnen und Schüler unserer Schule über den ganzen Kanton Vaud verteilt sein können (die beste Freundin/ der beste Freund also nicht gleich um die Ecke wohnt) und u.U. in der ganzen Zeit kein Kontakt mit anderen Deutschen stattfindet. Für den äußersten Fall ist es dementsprechend auch unabdingbar, dass Erziehungsberechtigte dann, wenn es nötig sein sollte, das eigene Kind kurzfristig in der Schweiz abholen können müssen, ein zeitgleich stattfindender Elternurlaub sich somit ausschließt.

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

Mit freundlichen Grüßen

John Tonak

jtonak@t-online.de

4MINT gewinnt Sonderpreis bei MINT-Messe

CIMG7111Die Freude bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern der GBS war sehr groß, als am 18.11. gegen 16.30 Uhr der Sonderpreis beim 9. p&g MINT-Award im Hessischen Landtag verleihen wurde. Das Projekt 4MINT – der wöchentlich stattfindende Experimentierkurs für 4.-Klässler – wurde von der Jury im Rahmen der 11. MINT-Messe für diesen mit 500 € dotierten Preis ausgewählt. „Die Freude in den Augen der Schüler bei der Vorführung ihrer Experimente“ hat die Jury besonders überzeugt.

11 Schüler aus der 5. und 6. Klasse, die in den letzten Jahren Teilnehmer bei 4MINT waren, haben stellvertretend für die bisherigen 80 4MINTies das Projekt bei der diesjährigen MINT-Messe präsentiert. Sie haben dabei einige der vielen Experimente aus 4MINT an Ihrem Messestand einem breiten Publikum vorgeführt. Unterstützt wurden sie dabei von Schülern der Oberstufe, die schon mehrfach die Kurse von 4MINT mit betreut haben, sowie Frau Köppen und Herrn Meier, die im Schuljahr 2012/13 gemeinsam die Initiative 4MINT an der GBS ins Leben gerufen haben.

Andreas Meier

Innovative Unterrichtsidee beim Science on Stage Festival in Berlin präsentiert

Inspirierende Ideen für Europa: Wer vertritt Deutschland 2015 in London?

SonS Science on Stage Deutschland e.V. lud am 07. und 08. November zur deutschen Vorentscheidung für das europäische Bildungsfestival in London 2015 ein. „Schüler für Naturwissenschaften begeistern? Auf die Lehrer kommt es an!“ Davon ist Science on Stage überzeugt und bringt seit über zehn Jahren engagierte Naturwissenschaftslehrkräfte aus Deutschland und Europa zum gemeinsamen Ideenaustausch auf Bildungsevents, Fortbildungen und Exkursionen zusammen. So folgten am vergangenen Wochenende rund 100 Naturwissenschaftslehrer der Bundesrepublik der Einladung zum Auswahlevent 2014 auf den Campus Berlin-Buch.

Etwa 300 Lehrkräfte der MINT-Fächer aller Schularten, einschließlich des Sachunterrichts der Grundschulen, hatten sich insgesamt für die Teilnahme in Berlin beworben. Darunter war auch das Projekt DIY-Multitouch des WU Informatik aus dem Schuljahr 2012/13. Das in der Kategorie „Innovationen im Unterricht“ von mir eingereichte Projekt überzeugte die Jury, sodass es zu den Projekten für das Auswahlevent in Berlin zählte.

So zeigten ca. 100 MINT-Lehrer aus ganz Deutschlands auf dem Campus Berlin-Buch, wie man Schüler mit kreativen Ideen für Naturwissenschaften fasziniert. Mit den 50 präsentierten Unterrichtsprojekten wollen die Lehrer neue Impulse für einen besseren MINT-Unterricht setzen – nicht nur in Deutschland.

Am 10. November schließlich werden die zwölf MINT-Lehrer benannt, die Deutschland im Juni 2015 auf dem Science on Stage Bildungsfestival in London – dem größten Lehrerfestival für Naturwissenschaften in Europa – vertreten. Unter dem Motto „Illuminating Science Education“ präsentieren dort MINT-Lehrer aus 25 europäischen Ländern und Kanada ihre Unterrichtsprojekte. Besonders spannende Unterrichtsideen machen nach dem Londoner Festival international Schule: In viele Sprachen übersetzt finden sie als Unterrichtsmaterialien europaweite Verbreitung. Die deutschen Beiträge werden am 10. November benannt.

Vollständige Informationen zu den Auswahl-Projekten finden Sie unter www.science-on-stage.de.

Einen Artikel zu den Projekten aus Wiesbaden finden Sie im Wiebadener Kurier.

Andreas Meier

Erfolgreiche BasketballerInnen

Die Basketballteams der GBS holten bei den Stadtmeisterschaften im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ zwei erste Plätze durch die Jungen und Mädchen in der Wettkampfklasse III, sowie einen zweiten Platz im WK II der Jungen. Die beiden WK III Teams treten damit am 3.12.14 beim Regionalentscheid in Hochheim an. 🙂

Erfolgreiche DELF-Prüfungen

Auch in diesem Jahr haben Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule wieder erfolgreich an der französischen Sprachprüfung „DELF“ teilgenommen. Alle Prüflinge haben die mündlichen und schriftlichen Prüfungen im Frühjahr 2014 bestanden. Herzliche Glückwünsche gehen an: Dana Bercovici-Luca, Celine Cialdini, Raphael Hasse, Michèle Kleber, Sophie Schaffranek (Niveau B1) und Julian Engler, Olivia Ludwig, Katinka Mevert, Sandra Möller, Lara Ostertag, Emanuel Reichert-Lübbert, Jasmin Reis Klapper (Niveau B2). Informationen zum nächsten Prüfungsdurchgang wird es im November geben.

M. Kugler

Montreuxaustausch feiert 30jähriges!

Stadträtin Gabi Wolf schwärmte von Montreux, der Stadt, mit der Wiesbaden seit 1953 befreundet ist: Eingebettet in das Bergmassiv des Rochers de Naye liegt es an der sonnenverwöhnten Waadtländer „Riviera“. So sei das auch mit dem Schüleraustausch der Gutenbergschule, die sich vor 30 Jahren ein Gymnasium in Montreux als Partnerschule suchte und den Austausch ins Schulprogramm aufnahm: „Eingebettet, behütet und erfolgreich“, so die SPD-Stadträtin. Heute ist John Tonak für den französischsprachigen Schüleraustausch der Gutenbergschule verantwortlich. Tonak kooperiert gleich mit drei Partnerschulen. Eine in Gemmenich, einem Ortsteil der belgischen Gemeinde Plombières am Dreiländereck Belgien, Deutschland und den Niederlanden und zwei in Montreux. Die belgische Direktorin von Notre-Dame in Gemmenich, Christiane Deswysen, kam zu diesem Abend ebenso wie die Direktoren der Partnerschulen Montreux-Est, Pierre Steffen, und Montreux-Ouest, Gerald Frankhauser.

=> Bericht im WK

Zeitzeuge Paul Kester zu Besuch in der GBS

Am 17.9.2014 war der ehemalige Gutenbergschüler aus Los Angeles angereist, um in der Aula der Schule an einer Veranstaltung teilzunehmen, die einerseits an die letzte große Deportation aus Wiesbaden am 1. September 1942 erinnern sollte, andererseits wurden die ersten Auszüge auf Deutsch aus seinen Memoiren vorgestellt.
Die Feierstunde war sowohl vom Aktiven Museum Spiegelgasse als auch der Gutenbergschule geplant worden.
Paul Kester hatte nach der Reichspogromnacht 1938 als jüdischer Schüler die Schule verlassen müssen, seine Eltern veranlassten, dass er mit einem Kindertransport nach Schweden gebracht wurde, so dass er überlebte – seine Eltern und mehrere Verwandte hingegen wurden am 1. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, keiner von ihnen hat überlebt.
Es waren vier Schülerinnen aus der Klasse 6a und ein Schüler aus der 9a – alle aktive LeseRitter – die in eindrucksvoller Art und Weise die Auszüge aus den Memoiren vorlasen. Parallel dazu wurden Bilder aus Paul Kesters Vergangenheit auf eine Leinwand projiziert.
Der Gast selbst war sichtlich ergriffen von der Hommage, die ihm und seinem Lebensverlauf entgegengebracht wurde, hatten doch bereits die Redner zu Beginn der Veranstaltung – Herr Gotthardt als stellvertretender Schulleiter, Herr Dr.Pieperhoff vom Aktiven Museum Spiegelgasse, Herr Nickel als Stadtverordnetenvorsteher, Herr Gerich als Oberbürgermeister und die Schuldezernentin Frau Scholz- ihren Respekt und ihre Anerkennung gegenüber Herrn Kester zum Ausdruck gebracht.
Musikalisch umrahmte die Feierstunde die aus Tel Aviv stammende Pianistin Odelia Lazar, indem sie zu Beginn eine Melodie aus ‚Schindlers Liste‘ spielte, nach den Grußworten ‚Sag nit kojnmal as du gejst‘ sang und schließlich am Schluss ‚Ich wandre durch Theresienstadt‘ von Ilsa Weber präsentierte.
Dieses letzte Lied, gepaart mit den eindrucksvollen Dankesworten Paul Kesters, wirkte auf viele Besucher der Feierstunde außerordentlich emotional. Es fiel für einen Moment sehr schwer, zum Alltagsgeschehen zurückzukehren.
Nach Meinung vieler hatte hier eine würdevolle, beeindruckende und unvergessliche Veranstaltung stattgefunden.
Im Anschluss wurden Herr Kester sowie sein Sohn Daniel von einer kleinen Gruppe zum Essen begleitet, wo noch einmal die Gelegenheit bestand, im eher privaten Rahmen zu erfahren, wie dankbar Herr Kester für die ihm und den am 1. 9. 42 Deportierten gewidmete Feierstunde war.
Zum Abschied versprach Paul Kester wiederzukommen – wir freuen uns darauf!
Die Gutenbergschule bedankt sich nochmals beim AMS für das Geschenk der 35 Exemplare der Memoiren Paul Kesters, die zukünftig vielfältig im Unterricht eingesetzt werden können.
Gudrun Zitzke-Klöckner

Bericht dazu im Wiesbadener Kurier