Muskelkater & Pflanzenrettung in Berlin – MINT-EC-Digitalforum mit der GBS im MDC

(Wiesbaden / Berlin 27. – 29.02.2020) Letzte Woche fand in Berlin erstmals das MINT-EC-Digitalforum am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) statt. Die Veranstaltung mit über 250 teilnehmenden Schüler*innen sowie rund 60 Lehrkräften von den 325 Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC stand ganz im Zeichen der Digitalisierung in Bildung, Forschung und Wirtschaft. Mit dabei waren Antonia, Oumayma, Dale, Jakob und Jae Hwa aus der MINT-Klasse Eb und Andreas Meier – nicht nur als Teilnehmende, auch als Preisträger und Workshopleitender.

Welche Rolle spielt die Bioinformatik in der Krebsforschung? Welche künstliche Intelligenz steht hinter autonomen Fahrsystemen und Gesichtserkennung? Was machen Entwickler*innen genau? Was kann man im digitalen Bereich studieren? Und warum ist kein Softwaresystem fehlerfrei? Zwei Tage lang drehte sich alles um die Digitalisierung, einen Einblick boten zahlreiche Angebote wie ein  Bildungsmarkt, ganztägige Forschungsworkshops, Fachvorträge und Keynote Speeches, Wettbewerbe sowie eine Abendveranstaltung begeisterten die Teilnehmenden.

Der 2. Tag der Veranstaltung stand dann auch im Zeichen der GBS. Am Vormittag besuchten unsere Schüler*innen noch Workshops zu autonomen Fahrsystemen und Gesichtserkennung, parallel leitete Andreas Meier einen Lehrerworkshop für Science on Stage zu einer an der GBS entwickelten Unterrichtsreihe für Coding-Anfänger. Am Abend wurden dann die Finalisten des deutschlandweiten School Slam mit British Council ausgezeichnet. Nach Präsentation der Beiträge und einer Live-Abstimmung per App freuten sich unsere Schüler*innen über einen 3. Platz über „Muscle Ache„. Neben einem Preisgeld in Höhe von 100€ gewannen die Schüler*innen der Eb ein Präsentationscoaching für 20 Schüler*innen an der GBS. Herzlichen Glückwunsch!

Von Berlin bekamen die Schüler*innen bisher wenig zu sehen. Daher wurde die Abreise am Samstag auf den frühen Nachmittag verschoben, sodass noch genügend Zeit für eine Sightseeing-Tour mit dem Bus 100 blieb.

MINT-EC feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen. Die GBS ist seit 2008 zertifiziertes Mitglied.

Geschafft! – 3,5 Teams der Gutenbergschule beim Regionalendscheid Jugend forscht

(Wiesbaden, 15.02.2020) „Schaffst du!“ – das Motto der 55. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht motivierte diesmal 36 Forschergruppen zur Teilnahme am Regionalwettbewerb Hessen West bei InfraServ Wiesbaden. 6 (7) Schüler*innen der Gutenbergschule stellten sich mit ihren 3 (4) Projeke den Fragen der Jury und an ihrem Stand später der Öffentlichkeit: Kettenrechnen, CO2-Recycling, mouseforfuture, (Jumani 910).

Auch in der Jury war die Gutenbergschule in diesem Jahr gleich doppelt vertreten: Dr. Sabrina Alfonso und Christoph Eckrich bewerteten die 11 Arbeiteten aus dem Bereich Biologie, Christoph Eckrich als Juryvorsitzender und Laudator in dieser Kategorie.

Bei der Siegerehrung konnten sich die Teams über folgende Auszeichnungen freuen:

  • Scratch Kettenrechner (Schüler experimentieren: Mathematik/Informatik):

Janus Kracke: 2. Preis

  • CO2 effektiv recyclen?! (Jugend forscht: Physik)

Enana Naser, Marleen Lauer: 3. Preis, Sonderpreis Umwelttechnik

  • mouseforfuture (Jugend forscht: Technik)

Paul Fuhr, Antonio de Mario, Gabriel-David Christ: erfolgreiche Teilnahme

  • (mit der ehemaligen Grundschule (Krautgartenschule – Schulpreis 2020) fortgesetztes Projekt) Jumani 910 – der Umweltroboter (Schüler experimentieren: Technik)

Juliette Großmann: 3. Preis, Sonderpreis für Umwelttechnik

Herzliche Glückwunsch!

Betreut wurden die Teams von Dr. Sabrina Alfonso und Andreas Meier.

Coding-Fortbildung in Rovereto (IT) – Lehrkräfte der GBS präsentieren italienische Kolleg*innen den VPLS

(Wiesbaden / Rovereto, 05.09. – 06.09.2019) Science on Stage – das internationale Netzwerk für MINT-Lehrer*innen – ermöglichte Sonja van der Byl und Andreas Meier Ende der vergangenen Woche, das von ihnen im Rahmen der Arbeit an der Broschüre Coding im MINT-Unterricht entwickelte Projekt „VPLS“, ialienischen Lehrkräften zu präsentieren. Diese folgten dafür ebenfalls 2 Tage der Einladung ans IPRASE-Institut in Rovereto.

In 3 Workshops konnten insgesamt mehr als 30 Kolleg*innen aus Italien (weitestgehend ohne Coding-Erfahrung) davon überzeugt werden (in englischer Sprache), dass Coding heutzutage auch ohne Informatikstudium kein Problem ist. Zwar boten die 90-minütigen Workshop nur Zeit für kurze hands-on-Phasen, die Teilnehmer*innen waren trotzdem begeistert von der Arbeit mit SCRATCH und dem Calliope mini.

Neben der Leitung der Workshops blieb natürlich auch Zeit für den internationalen Austausch und ein Wiedersehen einiger am Projekt beteiligter Lehrkräfte (ESP, IT).

Vielen Dank an Marco Nicolini für die Einladung nach Südtirol.

 

Lea Chen nimmt am Erfinderlabor „Organische Elektronik/Neue Hochleistungsmaterialien“ teil

Seit nunmehr 15 Jahren wird vom Zentrum für Chemie (ZFC) mit Sitz in Bensheim/Bergstraße in enger Kooperation mit Hochschulen, Unternehmen, Ministerien und Verbänden das Erfinderlabor organisiert.

Lea Tianlei Chen (Q2) gehörte zu den 16 besonders begabten Schülerinnen und Schülern, die aus fast 200 Bewerbern für die Teilnahme am Erfinderlabor „Organische Elektronik“ in Darmstadt ausgewählt wurden.

Der einwöchige Workshop ging am letzten Freitag, dem 22.3.2019, bei der Firma Merck ins Finale, wo die TeilnehmerInnen in vier Gruppen beeindruckende Präsentationen über ihre Themen hielten, die alle Aspekte von zukunftsweisender Forschung im Bereich der Energiegewinnung unter Berücksichtigung von Umweltschonung zum Inhalt hatten.

Zum Schluss gehörte Lea noch zu den Glücklichen, die an einem weiteren, vom Fraunhofer Institut gesponserten Forschungsworkshop teilnehmen dürfen.

Sybille Köppen

 

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Frag Dich. – Die Jugend forscht-Preisträger der Gutenbergschule liefern die Antworten!

(Wiesbaden, 23.02.2019) „Frag Dich.“ Das Motto der 54. Wettbewerbsrunde bei Jungend forscht motivierte auch diesmal 2 Forschungsgruppen der Gutenbergschule zur Teilnahme am Regionalwettbewerb Hessen-West im Industriepark Kalle-Albert in Wiesbaden. Neu in diesem Jahr ist die erstmalige Ausrichtung eines Landeswettbewerbs „Schüler experimentieren“ in Kassel, sodass sich auch die jüngeren Forscher*innen zukünftig in einer weiteren Wettbewerbsrunde messen können.

Nach den bearbeiteten Forschungsfragen mussten dann heute im Rahmen der Standpräsentationen weitere Fragen beantwortet werden, vormittags die der Fachjury, am Nachmittag die Fragen der Besucher. Niklas Schmidt (Q4) freute sich dabei über einen prominenten Besucher, so durfte er dem Oberbürgermeister Sven Gerich sein Experiment zum waagerechten Wurf ausgiebig erklären. Maximilian Perle, Leonard Bouffier und Yannick Heinzelmann (8. Klasse) untersuchten in ihrer Arbeit die Luftqualität an der Gutenbergschule mit Hilfe eines selbst entwickelten und programmierten digitalen Messsystems.

Dr. Sabrina Alfonso und Christoph Eckrich unterstützten den heutigen Wettbewerbstag außerdem als Juroren im Fachgebiet Biologie. Aufgrund der Erkrankung weiterer Juroren mussten die 11 eingereichten Arbeiten diesmal von ihnen alleine geprüft und bewertet werden, was an dieser Stelle mit einem besonderen Dank gewürdigt werden muss.

Beide Wettbewerbsbeiträge der Gutenbergschule wurden auch in diesem Jahr mit einem Preis ausgezeichnet:

Schüler experimentieren (Arbeitswelt):

  • Sonderpreis Umwelttechnik (Deutsche Bundesstiftung Umwelt): Maximilian Perle, Leonard Bouffier, Yannick Heinzelmann: „Wie ist die Luft, die wir in der Schule atmen?“ (betreut von Dr. Sabrina Alfonso)

Jugend forscht (Technik):

  • 3.Preis: Niklas Schmidt: „Der freie Fall im Vergleich zum waagerechten Wurf“ (betreut von Andreas Meier)

Sonderpreis:

  • Kalle-Albert-Preis (Betreuer): Andreas Meier

Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern für diese tollen Erfolge. Vielen Dank auch allen Eltern und Geschwistern für die Unterstützung der Forscherteams am heutigen Tag.

Verhaltensforschung: 2-tägiges Praktikum für Q3-Biolog*innen im Opel-Zoo

Verhaltensforschung: „Ist das nicht total langweilig?“, denken sich viele. Doch nicht die Schüler und Schülerinnen, die am Opel-Zoo-Praktikum teilgenommen haben. 4 Schüler*innen der Niemöllerschule und 11 Schüler*innen der Gutenbergschule hatten die Möglichkeit, am 23. und 24. Januar an einem Kurzpraktikum zur Verhaltensbiologie im Opel-Zoo teilzunehmen. Dort sollten die Q3-Schüler*innen das, was sie im Unterricht zu Verhalten gelernt haben, auch praktisch beobachten können und vor allem die Forschungsmethoden von Verhaltensforschung näher kennenlernen.

Aus unserer Schülerperspektive:

Wir wussten nicht so ganz, was uns in diesen zwei Tagen erwarten wird, dennoch waren wir motiviert genug, um die Reise zum Opel-Zoo zu beschreiten. Nach einer kleinen Begrüßung haben wir eine Führung durch den Zoo bekommen, in der wir schon einmal einzelne Tiere kennengelernt haben. Dabei war das Highlight von den meisten wohl das Giraffenfüttern. Die zwei schwangeren Weibchen Katharina und Maud waren etwas zurückhaltender, aber der 5,8m große Gregor kam direkt zum Fenster, denn er weiß, dass er dort Futter bekommen kann. Jeder konnte ihm ein bisschen Knäckebrot geben und sich von ihm Aprikosen aus der Hand schlecken lassen. Nach der Mittagspause, in der wir uns unter anderem mit den Streichelzootieren anfreunden konnten, ging es dann ans Arbeiten. Kleinere Gruppen haben die Elefanten, Affen und Giraffen beobachtet. Dabei galt es – wie in der Wissenschaft üblich – alles zu dokumentieren.

Am nächsten Tag haben wir dann zuerst einen Vortrag einer Doktorandin gehört. Ihre Analysen zum Schlafverhalten von Antilopen und Breitmaulnashörnern dienen nicht nur der Grundlagenforschung, sondern können Zoos auch helfen die Tierhaltung zu optimieren und Krankheiten schneller zu erkennen. In den Gruppen haben wir dann weiter Daten zum Verhalten unserer Tiere aufgenommen. Dabei scheint man selbst in so kurzer Zeit bereits viel über ihre Gewohnheiten kennenzulernen und einen Charakter der Tiere ausmachen zu können. Je länger man sie beobachtet, desto mehr fällt einem auf und desto deutlicher erkennt man Muster. Anschließend haben wir angefangen, unsere Beobachtungen zu sortieren und auszuwerten, um sie den anderen Gruppen vorzustellen. Dabei haben wir zum Beispiel die Sozialstruktur von Makaken-Affen kennengelernt und sehen können, dass sich die Männchen aufgrund der Hormone, die Männer ausschütten, aggressiver gegenüber männlichen Zoobesuchern verhalten.

Insgesamt hatten wir also nicht nur zwei super Tage, die wir im Zoo verbringen konnten, sondern haben auch vor allem wichtige Einblicke in verhaltensbiologische Arbeit gewinnen können, die folgende Jahrgänge hoffentlich auch genießen können.

Alisa Naumann (Q3)

Alle Jahre wieder, Pagé Preis 2018

Gibt es Schüler, die neben ihrer normalen Unterrichtsarbeit noch Zeit und Lust und Elan haben, wissenschaftliche Forschung zu betreiben? Ja, die gibt es! Dieses Jahr waren es 3 Gruppen, die sich mit folgenden Themen beschäftigt haben:

1. Wie viel CO2 und Feinstaub enthält unsere Luft? (Leonard Bouffier, Yannick Heinzelmann, Maximilian Perle)                                                                                              

2. Gravitation: Der freie Fall im Vergleich zum waagerechten Wurf (Cara Schmidt, Niklas Schmidt)

3. Ein Modell für Gravitationswellen (Leon Regula)

Über einen längeren Zeitraum wurde wieder getüftelt, gebaut, programmiert, gemessen, die Zimmereinrichtung zerlegt:) und das Ganze zunächst in Form einer 10-seitigen wissenschaftlichen Arbeit dokumentiert. Im November fand dann noch ein Kolloquium statt, in dem die Jungforscher befragt wurden und ihre Arbeiten nochmals präsentierten. Alle Teilnehmenden konnten ihre Neugierde, ihr Durchhaltevermögen und ihren wissenschaftlichen Ansatz überzeugend darstellen, sodass wir zwei 2. Preise und einen 1. Preis vergeben konnten.

Jeweils 200 € und einen Buchpreis bekamen die zukünftigen Abiturienten Niklas Schmidt und Leon Regula und der 1.Platz ging an die Jüngsten, Leonard, Yannick und Maximilian aus der Klasse 8c, die mit der Vielfalt der naturwissenschaftlichen Inhalte und Arbeitsweisen und ihrem hervorragenden Vortrag glänzten und dafür 300 € und jeweils ein Buch erhielten.

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Spaß beim Experimentieren und mit den Naturwissenschaften.

Der Preis in Höhe von 1000 € für den besten Abiturienten in den Naturwissenschaften ging in diesem Jahr an William Koch.

Ein Dank muss in diesem Zusammenhang natürlich an Herrn Dr. Pagé gehen, der seit ca. 10 Jahren diesen Preis alljährlich stiftet. Mit dem Geld können auch die Ausgaben, die für das Material anfallen, bestritten werden.

Sybille Köppen

5MINT mit Girl-Power zum 2. Platz bei der 15. MINT-Messe

(Wiesbaden, 26.11.2018) 21 Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule präsentierten heute unser Projekt 5MINT bei der diesjährigen MINT-Messe hessicher Schulen im Hessischen Landtag. Gleichzeitig ging es um den inzwischen 13. P&G-MINT Award, mit dem die 3 überzeugensten MINT-Projekte ausgezeichnet werden.

In diesem Jahr waren wieder mehr als 20 hochkarätige MINT-Projekte vertreten, am Ende überzeugte das Projekt 5MINT der Gutenbergschule die Jury. Diese zeichneten es mit dem 2. Platz und einem damit verbundenen Preisgeld in Höhe von 2000 € aus. Einen besonderen Eindruck auf die Jury machte die große Zahl von Schülerinnen der Klassen 5a, 6s, 7e die das Projekt gekonnt vor über 200 Personen in einer 5-minütigen Präsentation erläuterten. Unterstützt wurden sie von Schülerinnen und Schülern der Q1, die gemeinsam mit weiteren Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 5a, 6s, 7e den Messestand betreuten. Hier konnten die Messe-Besucher 5MINT dann live erleben: Programmieren mit Scratch und der von Förderverein gesponserte Elektrokasten wurden von den Schülerinnen und Schülern aktiv und überzeugend präsentiert.

Das Projekt 5MINT – die MINT-Stunde für alle 5. Klässler*innen an der Gutenbergschule – wurde stellvertretend für ca. 500 Schüler*innen und über 10 unterrichtende Lehrkräfte seit dem Schuljahr 2016/17 von Schüler*innen der Klassen 5a, 6s, 7e, Q1, betreut wurde die Gruppe heute von Robin Hesse und Andreas Meier.

5MINT ist natürlich auch als Anknüpfung an unser Grundschulangebot 4MINT zu verstehen. Zum aktuellen Erfolg beider Projekte trägt die MINT-Klasse (E-Phase) wesentlich bei. So besuchten heute erstmals die Teilnehmer*innen von 4MINT begleitet von der Klasse Eb die MINT-Messe, betreut von Jennifer Busch und Christoph Eckrich.

Eine weitere Auszeichnung erhielt auch Andreas Meier für sein inzwischen 10-jähriges Engagement bei der MINT Messe – als Projektteilnehmer, Botschafter für Science on Stage und den seit einigen Jahren bereitgestellten Presenter.

Vielen Dank an alle Schüler*innen und Lehrer*innen, die 5MINT im mittlerwile 3. Jahr so erfolgreich gemacht haben. Danke auch an das gesamte Kollegium, welches das Projekt nach der 1-jährigen Pilotphase so positiv bewertet hat und damit den Weg zu diesem Erfolg ermöglicht hat. Und abschließend ein ganz besonderer Dank an unsere heutigen Hauptdarsteller*innen aus den Klassen 5a, 6s, 7e und Q1.

Physik in Hollywood – die 4. – Di.16.10. … und Action!

Im Rahmen des MINT-EC-Camps Teilchenphysik in Wiesbaden begrüßen wir am Dienstag, dem 16.10.2018, Dr. Sascha Vogel wieder in der Aula der Gutenbergschule. Ab 19:30 Uhr analysiert er unter dem Titel „Physik in Hollywood“ zum 4. Mal die physikalische Glaubwürdigkeit von Hollywood-Blockbustern in der Aula der Gutenbergschule: Flugkurven von Zombie-Affen in der Karibik, James Bond oder der Bau eines Lichtschwertes in der heimischen Garage werden genau unter die Lupe genommen.

Teilnehmen kann jeder, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

FAQ – FGA (frequently given answers)

  1. Ja, es ist im Wesentlichen der gleiche Vortrag (aber an Sylvester läuft ja auch jedes Jahr Dinner for One).
  2. FSK 9. Klasse, bei Physik-Interesse auch eher.
  3. Dauer ca. 1 1/4 Stunde.
  4. Es ist kein „wissenschaftlicher Vortrag“, auch wenn alle Erklärungen wissenschaftlich belegt werden!
  5. „Da hätte ich Physik niemals abgewählt.“

Abiturientin Chiara Theimer wird mit dem Karl-von-Frisch-Peis 2018 augezeichnet

Der Landesverband Hessen verleiht jedes Jahr den Karl-von-Frisch-Preis für die besten hessischen Abiturienten im Fach Biologie.  Am 9. Juni fand die diesjährige Preisverleihung des Karl-von-Frisch Preises im Großen Hörsaal des Fachbereichs Biologie in der Universität Marburg statt. Es folgt ein Bericht der Preisträgerin Chiara Theimer:

Foto: VBIO

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass meine Biologielehrerin Frau Alfonso mich für den Preis nominiert hat und ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm.

Um 10 Uhr begann die Veranstaltung mit einer Begrüßung durch Dr. Jörg Klug, Professor Lothar Beck und Professor Michael Bölker, dem Vizepräsidenten der Uni Marburg. Anschließend folgte ein Programm, dass aus mehreren Vorträgen, die zum Teil von ehemaligen Preisträgern gehalten wurden, und Laborführungen.

Das Programm begann mit zwei Vorträgen aus dem Bereich Ökologie. In dem ersten Vortrag, der mit viel Humor gestaltet wurde, berichtete Professor Volkmar Wolters über seine Forschung zum Thema Insektensterben. Neben einer vielfältigen Darstellung der Ursachen und Folgen des Insektensterbens, gab es auch viele Einblicke in die Forschungsarbeit und das Studium im Bereich Tierökologie. Denn „die Arbeit in diesem Bereich besteht nicht nur daraus mit einem Köcher über die Wiese zu hüpfen und Schmetterlinge zu fangen“(Prof. Wolters).

Der darauffolgende Vortrag aus dem Bereich der Ökotoxikologie beschäftigte sich mit der Wirkung von Chemikalien auf Gewässer. Vor allem ging es darum, wie versucht wird die Auswirkungen von Chemikalien auf verschiedene Organismen zu messen, welche Probleme dabei auftreten und wie der Einsatz von Chemikalien eingeschränkt wird.

Der letzte Vortrag vor der Mittagspause, aus dem Bereich Epigenetik, war sehr spannend und zeigte, nach einer kurzen Wiederholung zu den Grundlagen der Epigenetik, viele Aspekte der aktuellen Forschung zur Epigenetik auf. Professor Sandra Hake berichtete von neu entdeckten Histon Varianten und Proteinen, die die Genexpression beeinflussen. Eines dieser Proteine mit dem Namen PWWP2A beeinflusste in Versuchen mit Kaulquappen die Entwicklung der Knorpelzellen von Embryonen.

Nach der Mittagspause folgten die Laborführungen, bei denen ich an der Führung durch das kristallisations Labor teilnahm. Zunächst wurde uns das Labor gezeigt, in dem die Proteine kristallisiert wurden, um anschließend mit Hilfe von Röntgenstrahlen ihre Struktur analysieren zu können. Da aber auch neben der räumlichen Struktur von Proteinen die Bewegung eine große Rolle für die Forschung spielt, wurde uns anschließend eine Maschine gezeigt, die die sogenannte „Hydrogen-Deuterium Exchange“ (HDX) Methode durchführt, wodurch sich diese Bewegung rekonstruieren lässt.

Anschließend gab es wieder im Hörsaal einen kurzen Vortrag eines Preisträger Kandidaten zum sich ausbreitenden Eschensterben in Europa. Der letzte Vortrag vor der Preisverleihung beschäftigte sich mit dem Malaria-Erreger. Nach einer kurzen Einführung stellte uns Léanne Strauß ihre Forschung vor, die sich damit beschäftigte, die Sporozoiten des Erregers zu manipulieren, um die Krankheit besser zu verstehen.

Schließlich folgte der spannendste Teil der Veranstaltung, die Preisverleihung durch die Stadträtin Kirsten Dinnebier und den Amtsleiter des staatlichen Schulamtes Marburg Arno Bernhardt. Denn wie schon Darwins Evolutionstheorie besagt „The Winner Takes it all“. Alle Preisträger bekamen eine Urkunde überreicht und zum Abschluss der Veranstaltung wurde ein Gruppenfoto gemacht.

Die Teilnahme an dem Programm hat sich gelohnt und es war ein schöner und interessanter Tag.

Dr. Sabrin Alfonso / Chiara Theimer