Europäischer Wettbewerb: Landespreis geht an die Gutenbergschule

Am 22. Juni 2017 wurden Rebecca Möbius (Q2) sowie Rahwa Gereziger und Zainah Fazely im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung an der Obermayr-Schule durch den Vorsitzenden der Europa-Union Wiesbaden, Peter H. Niederelz, mit einem Landespreis ausgezeichnet.

Die drei Schülerinnen hatten sich in Form eines Plakats mit dem Thema „In Europa angekommen – was nun?“ auseinandergesetzt. Die Idee sich an dem Wettbewerb zu beteiligen, war im Deutschunterricht entstanden. In der Unterrichtseinheit „Rhetorik“ beschäftigte sich Rebecca in ihrer Rede mit den Zukunftsperspektiven und Hoffnungen der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge. Daraus ergab sich die Überlegung zusammen mit ihrer Patenschülerin Rahwa und Zainah, deren Mitschülerin aus einer InteA-Klasse, eine Gruppenarbeit anzufertigen.

Dieses Jahr beteiligten sich bundesweit über 85 000 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, davon über 6 600 aus Hessen, am 64. Europäischen Wettbewerb.

Ein ausführlicher Bericht findet sich unter:

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/steckbriefe-voller-zuversicht–45-preistraeger-des-europaeischen-wettbewerbs-ausgezeichnet_17985100.htm

Klasse 6b spendet für die Stiftung „Bärenherz“

Zum Ende des Schuljahres hatte die Klasse 6b die Idee Geld für einen guten Zweck zu sammeln. So wurde am 14.06.2017 auf dem Schulhof in den beiden großen Pausen ein Kuchenverkauf zugunsten der Kinderhospiz-Stiftung „Bärenherz“ veranstaltet. Bei der Planung und Durchführung waren alle Schüler und Schülerinnen der 6b mit viel Engagement dabei. Die Klasse hat die ganze Organisation selbstständig übernommen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Eltern, ohne deren Unterstützung die Spendenaktion nicht möglich gewesen wäre. Insgesamt kamen so 127 € zusammen.

 

Uni goes Schule

Zwei Geschichtsstunden der besonderen Art erlebten heute, am 18.05.2017 die Schüler und Schülerinnen der Klasse 6b. Auf dem Programm stand alles rund um das Thema „Hieroglyphen – die Schrift der alten Ägypter“. Einen Einblick in die Entwicklung der verschiedenen Schriftarten vermittelte Frau Knebel, Studentin am Fachbereich Ägyptologie der Universität Mainz, mit Hilfe einer sehr anschaulichen Power-Point-Präsentation.

Wer hätte gedacht, dass die Ägypter nicht nur von rechts nach links, sondern auch von links nach rechts schrieben und sich dies in jeder Zeile ändern konnte. Die Leserichtung kennzeichnete manchmal eine kleine Hieroglyphe in Form eines Fisches. Ganz schön kompliziert!

Nach dem Theorieteil ging es in einem kleinen Workshop um die Praxis. Nun durften die Schülerinnen und Schüler selbst mit Binsen, dem Schreibgerät der Ägypter, auf Papyrus schreiben. Manche schrieben „geheimnisvolle Botschaften“ für ihre Eltern und Geschwister, die diese dann zu Hause entziffern dürfen, andere ihren Namen oder auch kurze Sprüche. Allen hat es viel Spaß gemacht. Einen herzlichen Dank an Frau Knebel für zwei spannende Stunden!

Zum Abschluss noch einige Stimmen aus der 6b zum Projekt „Studierende an Schulen“:

Chiara: „Wir durften mit Binsen auf Papyrus schreiben. Außerdem haben wir eine neue Schrift kennen gelernt, die Hieroglyphen. Das fand ich sehr gut!“

Dana: „Ich fand die Stunde sehr spannend, da wir auch mal selbst unsere Namen auf Altägyptisch auf Papyrus geschrieben haben. Die Power-Point-Präsentation war auch sehr spannend, da auch viele Bilder gezeigt wurden. So konnte man sich alles gut vorstellen. Außerdem hat uns Frau Knebel alles auch gut erklärt.“

Emilia: „Ich fand auch gut, dass wir am Ende auf Papyrus schreiben durften. Außerdem hat uns Frau Knebel alle Fachbegriffe genau erklärt und hatte sogar eine Power-Point-Präsentation vorbereitet. Am Ende hatten wir auch eine Liste mit den ägyptischen Hieroglyphen, die wir mitnehmen durften. Auch die Themen fand ich spannend und interessant. Ich fand, die Stunden waren toll und mal etwas anderes.“

Sophie: „Ich fand gut, dass wir einen kleinen Einblick in die Vergangenheit bekommen haben und dass wir auf Papyrus schreiben durften und die Schrift kennen gelernt haben.“

Sophia: „Ich fand es spannend und interessant mal auf Papyrus zu schreiben. Außerdem war der Vortrag super erklärt und für alle Kinder gut zu verstehen! Es war auch toll mal zu sehen, wie die alten Ägypter geschrieben haben. Insgesamt fand ich die Stunden super!“

Lena: „Ich fand es gut, weil es spannend, aber auch wissenschaftlich und verständlich erklärt wurde. Es waren auch viele Bilder zu sehen, die die Themen besser beschrieben haben.“

Lara: „Ich fand es sehr cool, dass wir am Ende selbst auf Papyrus malen durften.“

 

Klasse 9c zu Besuch im Landtag

Am Mittwoch, den 22.03.2017 hatten die Schüler und Schülerinnen der 9c drei Stunden lang die Gelegenheit die Arbeit der hessischen Landtagsabgeordneten hautnah zu erleben.

Zunächst hielt eine Mitarbeiterin des Landtags einen einleitenden Vortrag, in dem die Geschichte des Hauses, des ehemaligen Stadtschlosses der Herzöge von Nassau, erläutert wurde. Danach gab es Informationen zum Wahlsystem, zur Arbeit des Landtags und den Themen der aktuellen Plenarsitzung.

Eine Stunde lang konnten im Anschluss auf der Besuchertribüne die Reden der Abgeordneten live verfolgt werden. Da im Deutschunterricht gerade das Thema politische Reden auf der Tagesordnung steht, bestand hier die Möglichkeit einer praxisnahen Vertiefung. Anhand eines Beobachtungsbogens sollten die Reden nach den Kriterien Vortrag, sprachlicher Ausdruck und Inhalt bewertet werden.

Als letzter Programmpunkt war eine Diskussionsrunde mit Abgeordneten und Mitarbeitern der verschiedenen Fraktionen vorgesehen. Horst Klee (CDU), Ernst-Ewald Roth (SPD), Daniel May (Bündnis 90/die Grünen) und Mario Klotzsche (FDP, Referent) sowie Denise Honsberg-Schreiber (Die Linke, Referentin) beantworteten die Fragen der Schülerinnen und Schüler. Diese interessierten sich vor allem für die Verkehrspolitik in Hessen, z.B. wollten sie wissen, ob es im nächsten Jahr auch hier Fahrverbote für Diesel-Autos geben wird und wann die City-Bahn durch Wiesbaden fährt. Auch der Flughafen Kassel-Calden und seine Auslastung war Thema.

Alle, Schüler und auch Abgeordnete, waren sich am Ende einig, dass die Zeit leider viel zu kurz war und die Diskussionsrunde lebhaft und erkenntnisreich.

3. Preis im Landeswettbewerb

Philip Everhart, Klasse 9c, hat einen 3. Preis beim Schülerwettbewerb gewonnen, den die Hessische Landeszentrale für politische Bildung und der Landtag gemeinsam ausrichten.

Der Landeswettbewerb hat jedes Jahr eine andere thematische Ausrichtung und besteht aus einem Aufsatzteil für die Klassen 9 -13, aus dem je nach Interesse aus einer Vielzahl von Aufgaben eine zur Bearbeitung ausgewählt werden kann und aus einem Fragebogen für die Klassen 6 – 8.  Eingereicht werden können Beiträge in Form von Plakaten, Aufsätzen, Collagen, Reportagen oder Filmen. Zu gewinnen gibt es Reisen, Tagesausflüge und Sachpreise.

Beim diesjährigen Wettbewerb stand mit dem Thema „Hessen, die Emilia Romagna und die Friedensschule Monte Sole“ die italienische Partnerregion unseres Bundeslandes im Fokus.

Philip wählte ein historisches Thema und verglich in seiner Arbeit die Architektur des Nationalsozialismus mit der des italienischen Faschismus. Im Deutschunterricht erstellte er eine Dokumentation seiner Ergebnisse und konnte so praktisch üben wissenschaftliche Texte sowie Lexikonartikel auszuwerten.

Am 20. April findet im Landtag die Preisverleihung durch den Präsidenten des hessischen Landtags, Norbert Kartmann, statt.

Bei Interesse an einer Teilnahme am nächsten Landeswettbewerb (Sept. 2017 – Anfang Feb. 2018) finden sich Informationen unter:

http://www.hlz.hessen.de/themen/th-jugend/wettbewerbe.html

Exkursion des Geschi-GK in das Frauenmuseum Wiesbaden

Am Dienstag, den 17. Januar 2017 saßen wir morgens nicht so wie immer in unserem Geschi-Raum, sondern trafen uns mit Frau Thorn um 9.00 Uhr vor dem Frauenmuseum Wiesbaden in der Wörthstraße.
Im Unterricht hatten wir uns mit der Gesellschaft im Kaiserreich befasst, insbesondere mit der Frauenbewegung von 1848 bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Hierzu hatten wir ein ausführliches Referat von Paul und Vivien gehört. Somit verfügten wir schon über ein bisschen Vorwissen und dieser Museumsbesuch war die perfekte Gelegenheit für uns, dieses zu erweitern.
Das Frauenmuseum in Wiesbaden wurde im November 1984 als das 2. Frauenmuseum in Deutschland eröffnet; nur 50 Museen zu dieser Thematik finden sich weltweit.
Hier in Wiesbaden sammeln Beatrixe Klein und Kim Engels gemeinsam mit ihrem Team schon über viele Jahre hinweg Informationen zu einzelnen bedeutenden Frauen, beschäftigen sich mit der Frage, wie Frauen seit dem 19. Jahrhundert im Wandel der Zeit gelebt haben und wie sich die Geschlechterverhältnisse in den verschiedenen Epochen darstellen lassen.
Unsere 45-minütige Führung von Kim Engels durch das 3-stöckige Haus war sehr lebhaft und interessant gestaltet, die jugendlich wirkende Frau sprühte nur so vor Begeisterung und so hörten wir gespannt zu.
Die erste Ausstellung in der obersten Etage hieß „Hopeful Arrival“. Dort hingen Bilder von 16 geflüchteten Frauen aus verschiedenen Kulturkreisen, hauptsächlich aber aus Syrien und Afghanistan, welche alle das gemeinsame Ziel verfolgen erkennbar „Frau sein“ zu dürfen, d.h. keinen Schleier tragen zu müssen. Mit diesen interessanten Frauen arbeitet das Team des Frauenmuseums schon längere Zeit zusammen und erfährt bei regelmäßigen Treffen etwas über deren Leben. Vor allem die Visionen, Träume, Wünsche und Ziele dieser Frauen werden eingefangen und auf anschauliche Weise im Museum dargestellt.
Eindrucksvoll und zum Nachdenken anregend waren Fäden, die unter den Bildern in einem scheinbaren Wirrwarr angebracht worden waren und Buchstabenkombinationen  miteinander verbanden; bei genauem Hinsehen beziehungsweise Verfolgen dieser bildeten sich Wörter, beziehungsweise Aussagen wie „Stille“, „Frieden“, „sich sicher fühlen“, „Deutschland = frei sein“, „Gleichberechtigung“, „Liebe“ oder „Respekt“.
Im 2. Stock konnten wir unzählige unterschiedliche Frauenfiguren als das Ergebnis einer Grundlagenforschung entdecken. An einem sehr anschaulichen Beispiel erzählte uns Kim Engels, welches Bild vor noch gar nicht allzu langer Zeit von Frauen bestand – ja bis heute in vielen Kulturkreisen noch besteht und wie sehr das weibliche Geschlecht in bestimmte Vorstellungen „hineingepresst“ wurde. Man hatte menschliche Knochen mit einer Reihe von Waffen drumherum liegend gefunden; zweifelsohne musste das ein tapferer Krieger gewesen sein… . Als aber Jahrhunderte später eine Gynäkologin das Skelett erneut in Augenschein nahm, stellte sich heraus, dass es sich wohl um eine tapfere KriegerIN gehandelt haben muss, denn die Form des Beckens zeugte von mehreren Schwangerschaften.
Im Ausstellungsbereich „Cyclomania – radelnde Frauen“ in der ersten Etage konnten wir uns darüber informieren, wie Frauen durch die Erfindung des Fahrrads seit Beginn des 19. Jahrhunderts einerseits eine ungleich größere Mobilität genossen, andererseits aber durch die für diese Epoche typische Frauengarderobe stark eingeschränkt wurden.
Da das Frauenmuseum Wiesbaden aktuell den 200. Geburtstag des Fahrrads feiert, wurden wir in dieser Ausstellung zu einer Zeitreise in die Geschichte des Damenfahrrads eingeladen.
Kim Engels erzählte uns, Frauen seien schon von Beginn an gerne geradelt, hätten aber lange Zeit unter massiver Diskriminierung leiden müssen, indem sie beschimpft oder gar bespuckt wurden, weil es als unschicklich für das Frauengeschlecht galt, sich mit seiner Alltagskleidung auf ein Hochrad, auf die Michauline oder auf eine „Drais`sche Laufmaschine“ zu begeben. Die langen Kleider wogen bis zu 10 Kilo und das damals übliche Korsett machte ein komfortables Fahren schier unmöglich. Als das „Ladies Pedestrian Horse“ – ein Laufrad ­– erfunden wurde, entwickelte sich auch die Kleidung weiter. Jetzt trugen die Frauen erstmalig weite Pumphosen, die endlich auch einen bequemen Sitz auf dem Rad ermöglichten.
Wenn man also die Geschichte des Fahrrads betrachtet, so sind neben dessen technischer Entwicklung auch die sozialen Aspekte darum herum mit einzubeziehen.
Zum Ende des Vormittags hörten wir uns einen längeren Vortrag von Beatrixe Klein über zwei Frauen an, die für die feministische Bewegung besonders wegweisend waren: die zwei Frauenrechtlerinnen Anna von Doemming und Ika Freudenberg, die sich für den Verein der Frauenbildungsreform engagiert haben.  
Durch unseren Ausflug in das Frauenmuseum Wiesbaden haben wir einiges über die Frauenbewegung seit Beginn des 19. Jahrhunderts dazulernen und unser Wissen aus der Schule mit neuen Informationen und Anschauungsweisen bereichern können.

von Elise Steinbrenner

 

9c macht mit beim Projekt Schüler lesen Zeitung des Wiesbadener Kuriers

Wie ist eigentlich eine Tageszeitung aufgebaut? Womit beschäftigt sich eine Nachrichtenagentur? Was unterscheidet einen Bericht von einer Reportage? Diese und noch viel mehr Fragen beschäftigten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 9c in den letzten Monaten. Acht Wochen lang bekamen sie jeden Tag eine Ausgabe des Wiesbadener Kuriers angeliefert und hatten Gelegenheit sich über das aktuelle Geschehen in der Welt und der Region zu informieren.

 

Am 08.11.16 besuchte die Redakteurin Anke Hollingshaus die Klasse im Rahmen des Projekts, um ihren Beruf vorzustellen und einen Einblick in die Lokalredaktion einer Zeitung zu geben. Darüber schrieb sie anschließend einen Bericht.

 

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/schueler-lesen-zeitung–lokalredakteurin-besucht-die-9c-der-gutenbergschule_17452857.htm

 

Neben den reinen Sachinformationen rund um das Thema „Tageszeitung“, hatten die SchülerInnen die Möglichkeit Artikel für den Kurier zu schreiben. Dabei entstanden Beiträge zu ganz unterschiedlichen Themen, je nach Interesse der SchülerInnen. Im Kurier abgedruckt wurde z.B. ein Artikel über die Geschichte einer Jugendstilvilla in Wiesbaden und ein weiterer, der sich mit den Auswirkungen des Leistungssports auf den Alltag von Jugendlichen auseinandersetzt.

Nachzulesen sind sie unter:

 

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/ein-jugendstiljuwel-in-wiesbaden_17536514.htm

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/schueler-lesen-zeitung-leistungsschwimmerin-melissa-vom-wiesbadener-schwimm-club-berichtet_17552362.htm

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/clotilde-von-rintelen-ururenkelin-von-alexander-sergejewitsch-puschkin-erzaehlt_17584852.htm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichtskurs der Q3 beschäftigt sich im Landesmuseum Wiesbaden mit NS-Raubkunst

im-museumAm 18.11.2016 unternahm der Geschichtskurs der Q3 von Frau Thorn einen Ausflug ins Landesmuseum Wiesbaden. Anlass der Exkursion war die Beschäftigung mit den auch heute noch existenten Folgen der NS-Zeit, denn bei einigen der dort ausgestellten Gemälde handelt es sich um NS-Raubkunst. Diese soll mit Hilfe der Provenienzforschung an jene Menschen zurückgegeben werden, die von den Nationalsozialisten enteignet wurden. Da viele ehemalige Besitzer die NS-Zeit nicht überlebten, müssen oft die Erben ermittelt werden. Insgesamt werden im Landesmuseum Wiesbaden etwa 200 Gemälde aus der Zeit von 1935–1945 aufbewahrt, deren Herkunft bislang nicht ermittelt werden konnte. Lediglich sechs Fälle wurden bereits geklärt. Bei ihnen handelt es sich zweifelsfrei um Raubkunst. Das Ziel der Provenienzforschung ist es also, die Herkunft der Gemälde herauszufinden. So können die Kunstwerke entweder an ihren ursprünglichen, rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden oder aber sie dürfen mit seinem Einverständnis oder dem seiner Erben offiziell im Museum ausgestellt werden.

Die Geschichte dieser besonderen Gemälde zurückzuverfolgen, ist die Aufgabe der Provenienzforscherin Miriam Merz, die im Landesmuseum Wiesbaden arbeitet. Sie führte uns zu einem dieser Werke und ließ uns an dessen Geschichte teilhaben: Es handelte sich um das Gemälde „Die Labung“ von Hans von Marées, das ursprünglich dem jüdischen Industriellen Max Silberberg aus Breslau gehörte.

Frau Merz erklärte uns, dass es oftmals fast unmöglich sei den rechtmäßigen Besitzer oder seine Erben ausfindig zu machen. Der Grund dafür sei, dass einige Gemälde jahrelang in privaten Wohnungen gelagert wurden, bis sie eventuell (wieder) in einem Museum oder auf dem Kunstmarkt auftauchen. Der uns berichtete Fall des Gemäldes „Die Labung“ konnte glücklicherweise erfolgreich abgeschlossen werden, sodass das Kunstwerk nun rechtmäßig im Landesmuseum Wiesbaden ausgestellt wird. Man hat sich mit den Erben auf einen Preis für das Gemälde geeinigt, der dem aktuell erzielbaren Wert bei einer Auktion entspräche.

Es ist davon auszugehen, dass dies auch im Sinne von Hans von Marées ist; denn wie sagte der Künstler Max Liebermann einst: „Was kann einem Künstler angenehmer sein, als zu wissen, dass seine Arbeiten in liebevollen Händen sind.“

 

von Lea Rudershausen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                             

Wettbewerb der Stiftung lesen – 6b gewinnt Bücherpaket

Lesen im Urlaub? Zunächst war der ein oder andere skeptisch. Hausaufgaben über die Ferien gehen schließlich gar nicht! Aber dann stellten alle Schüler und Schülerinnen der 6b fest, dass sie sowieso mindestens ein Buch in den Sommerferien lesen. Also war eine Buchvorstellung der Lieblingsferienlektüre anhand eines Fragebogens der Stiftung lesen gar keine so anstrengende Sache mehr. Da jeder unterschiedliche Genres (Krimi, Fantasy usw.) bevorzugte, war jede Vorstellung für alle anderen interessant und nebenbei gab es auf diese Weise viele Leseempfehlungen, die vielleicht für spannende Unterhaltung in den nächsten Ferien sorgen werden.

Als Dank für ihre „Mühe“ erhält die Klasse 6b nun nach den Herbstferien eines von 50 Bücherpaketen.

 

 

Geschichtsgrundkurse besuchten Euthanasie-Gedenkstätte in Hadamar

 

Die Gedenkstätte Hadamar
Die Gedenkstätte Hadamar

Am 06.09.2016 fuhren die Geschichtskurse der Q3 von Frau Kugler, Herrn Pielert und Frau Thorn zur Gedenkstätte Hadamar in der Nähe von Limburg. Hierbei handelte es sich um eine von sechs Euthanasie-Anstalten, in denen im Zweiten Weltkrieg behinderte Menschen getötet wurden. Insgesamt starben in Hadamar circa 15.000 Menschen.

Nachdem wir in Hadamar ankamen, wurden die Kurse in zwei Gruppen aufgeteilt. Mit Bildern, Zitaten, Briefen etc. wurden wir über die Euthanasie im Zweiten Weltkrieg und die Rolle der Anstalt Hadamar informiert.

In einer Gruppenarbeit haben wir uns dann mit den Einzelschicksalen der Opfer näher beschäftigt.

Anschließend wurden wir in die Garage geführt, in der die Busse mit den behinderten Menschen damals ankamen und liefen ihren Weg in der Anstalt ab. So kamen wir auch ins Arztzimmer und später dann in den Keller, worin sich Gaskammer und Krematorium befanden. Es war sehr erschreckend zu erfahren, dass 60-80 Menschen auf 12 qm noch am selben Tag ihrer Ankunft getötet und danach verbrannt wurden. Auch wurden wir während der Führung immer wieder mit den Schicksalen einzelner Menschen und dem Verhalten der Täter bekannt gemacht, was das Ganze um einiges besser vorstellbar machte.

Die letzte Station der Exkursion war der Friedhof, der die zweite Phase der Euthanasie kennzeichnet. Dort sind die Menschen begraben, die durch die Gabe von Medikamenten getötet wurden. Aufgrund von Protesten einzelner Bischöfe wurde die Euthanasie 1942 so fortgesetzt, dass die Öffentlichkeit davon weniger mitbekam.

Die Exkursion hat uns alle zum Nachdenken angeregt. Hadamar ist eine beeindruckende Gedenkstätte und ein Ort, der einen plastischen Einblick in ein sehr dunkles Kapitel der deutschen Geschichte vermittelt. Man muss sich immer bewusst sein, wie man Menschen behandeln sollte und wie sie einst behandelt wurden.

 

Von Theresa Geißler, Magdalena von Wedel und Katja Thorn