Das Assessment-Center – ein Tor zum Erfolg!

Erfahrungen mit dem Berufsorientierungstag an der Gutenbergschule

Am 27. November 2019 fand an der Gutenbergschule ein Tag der Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs Q1 statt. Neben einem Assessment-Center standen Tests in den Studiengängen Rechtswissenschaften, Naturwissenschaften, Informatik / Mathematik / Ingenieurwissenschaften, Philologie bzw. Sprachwissenschaften, sowie Wirtschaftswissenschaften zur Verfügung. Diese dauerten unterschiedlich lang. Nachdem man den Test geschrieben hatte, erhielt jeder anschließend im Einzelgespräch seine Auswertung, bei der man einen ersten Eindruck bekam, ob man für dieses Berufsfeld geeignet wäre. Eine gute Sache mit einem schnellen Feedback!

Parallel dazu gab es zwei Workshops zum Thema ‚Assessment-Center‘ und ‚Sich Bewerben‘. Ein Referent erläuterte uns, dass es in vielen Berufsfeldern heute wahrscheinlich ist im Rahmen einer Bewerbung ein Assessment Center durchlaufen zu müssen als einen Eignungstest. Sein Plan war es, einige Tests mit uns durchzuführen, um uns das Erlebnis, in diesem Auswahlprozess unter Stress zu entscheiden, zu vermitteln. An der ersten von ihm gestellten Aufgabe scheiterten dann bereits mehr als 50% der Schüler, wie wir später erfuhren, was für allgemeine Erheiterung sorgte.

Anschließend absolvierten wir ein Bewerbungstraining mit verschiedensten Aufgaben zu logischem Denken, mathematischen Grundkenntnisse, Rechtschreibung und allgemeinem Wissen. Es herrschte großer Zeitdruck, was den ein oder anderen verzweifeln ließ. Auch die nächsten Tests hatten das Ziel, den Bewerber hinters Licht zu führen, und erforderten höchste Konzentration: schwierig an einem Mittwochmorgen!

Der Postkorb, ein Gedankenexperiment, in dem der Bewerber in die Rolle eines Geschäftsführers schlüpfen sollte und verschiedene Vorfälle nach Wichtigkeit einordnen sollte, erhitzte die Gemüter kurzzeitig, welche nur durch das beschwichtigende Eingreifen des Referenten beruhigt werden konnten.

Des Weiteren standen Selbstpräsentationen und das Üben von Bewerbungsgesprächen auf der Agenda. Fazit: Ein fester Stand und ein freundliches Lächeln sind leider nicht alles. Nach konstruktiver Kritik an den Freiwilligen, die sehr reichhaltig ausfiel, wurde uns erläutert, auf welchen Eigenschaften und Fähigkeiten der Fokus liegt. Gegen Mittag war dann ein sehr kurzweiliger Tag beendet, von dem jeder wahrscheinlich etwas Anderes mitgenommen hat. Dennoch war es sehr informativ und ermöglichte uns einen Einblick in firmeninterne Entscheidungsprozesse.

Leif Bergmann und Laura Erbe, Q1 LK Deutsch

 

 

Trotz der kurzen Zeit haben wir einen guten Einblick ins Assessment-Center bekommen. Die Tipps, die wir erhalten haben, sind meiner Meinung nach sinnvoll, da wir nun die typischen Fehler besser meiden können, weil man mehr darauf achtet als sonst. Ich würde diesen Berufsorientierungstag, der dieses Jahr zum ersten Mal an unserer Schule angeboten wurde, weiterempfehlen. Wenn es möglich ist, könnte man eventuell noch versuchen, eine größere Bandbreite an Berufsfeldern anzubieten. Ansonsten finde ich solche Angebote ziemlich nützlich, da man einen Einblick in das gewünschte Berufsfeld bekommt und bereits sehen kann, ob die eigene Einschätzung realistisch ist und ob man sich das für die Zukunft vorstellen kann. Allerdings sollte man sich nicht allein an einem Testergebnis orientieren, sondern sich auch in anderer Hinsicht intensiver mit dem Berufswunsch auseinandersetzen.

Laura Erbe, Q1 LK Deutsch

Der Mistkäfer und die Milchstraße

Eine interessante Lesung mit Verena Reinhardt am 15.11.2019

Wusstest du, dass sich ein Mistkäfer beim Rollen seiner Dungkugel an der Milchstraße orientiert? Ich wusste es jedenfalls nicht, bis ich es von Verena Reinhardt beim diesjährigen bundesweiten Vorlesetag in der Aula der GBS hörte. Sie ist Biologin und Schriftstellerin, hat zu Insekten geforscht und muss es daher wissen. Diese ungewöhnliche Orientierung des Mistkäfers gab mit den Anstoß für ihr neuestes Buch, das sie in Auszügen den gespannt lauschenden Fünftklässlern der Gutenbergschule vorlas. Die Hauptfigur des Romans, der Mistkäfer Herr Schnettelbeck, begibt sich darin auf die Suche nach den verschwundenen Sternen. Er vermutet zunächst einen Diebstahl, ist damit aber auf dem Holzweg. Bis zur Lösung des Rätsels muss er noch etliche Abenteuer in der Unterstadt bestehen. Und die größte Hilfe hierbei leisten ihm einige Wirbeltiere, darunter auch eine Menschendame namens Tinea, die höchstens fingergroß ist.

Mit doppelbödigem Humor und leichter Feder greift Verena Reinhardt aktuelle Themen wie Diskriminierung, Umweltschutz und Populismus auf. Der Roman ist gespickt mit Anspielungen, die auch erwachsene Leser amüsieren.

Und die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen haben jede Menge Fragen an die Autorin gestellt, z. B. ob sie ihre Bücher auswendig könne. Dies musste Frau Reinhardt verneinen. Sie hat aber auf ein intensives Korrekturlesen verwiesen, so ungefähr sechs Mal, bevor ein Buch vom Verlag zum Drucken  geschickt werde. Deswegen würden sich einige Passagen der Geschichte sehr gut einprägen.

„Wird es eine Verfilmung Ihrer Bücher geben?“, lautete eine Frage aus dem Publikum. Dies entscheide der Verlag, der alle Vermarktungsrechte an ihren drei Büchern für 10 Jahre erhalten habe. Bisher sei nichts dergleichen geplant, jedoch würde sie sich natürlich sehr darüber freuen.

Bis dahin bleibt zu lesen und vorlesen die erste Wahl, um sich an den phantasievollen Geschichten zu erfreuen!

Gelesen wurde aus folgendem Buch:

Verena Reinhardt „Herr Schnettelbeck und das Geheimnis der verschwundenen Sterne“

Beltz und Gelberg 2019

 

Weitere Bücher der Autorin:

„Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ 2016

„Die furchtlose Nelli, die tollkühne Trude und der geheimnisvolle Nachtflieger“ 2017

Eine ungewöhnliche Schullesung mit Dirk Hülstrunk!

Am Freitag, den 10.5.2019 durften verschiedene Klassen des Jahrgangs 8 und 9 an einer Autorenlesung teilnehmen. Eingeladen war Dirk Hülstrunk, der Gedichte verfasst und in Frankfurt die Organisation des ‚Poetry Slams‘ an der FH Frankfurt organisiert hat.

„Nachdem er erzählt hatte, wie er zum Schriftsteller wurde, fing Dirk Hülstrunk mit seinem ersten Gedicht an. Dabei durften alle SchülerInnen mitmachen. Er erklärte uns, was wir bei diesem Gedicht ‚Ohne Worte‘ zu tun hatten. Wir sollten unsere Wangen lockern, die Ohren massieren und einmal kräftig die Nase hochziehen. Und das in einer bestimmten Reihenfolge. Eine Herausforderung!

Außerdem stellte er uns viele weitere Gedichte vor, die darüber erzählten, dass man doch einmal „chillen“ sollte oder für die Revolution kämpfen. Eines war gegen den Krieg gerichtet und ein weiteres ging darüber, dass man nicht alles machen sollte, was die anderen auch machen. Die zwei Stunden mit Dirk Hülstrunk waren sehr informativ. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, seinen Gedichten zuzuhören.“ Emilia

„Herr Hülstrunk erklärte uns auch, dass er oft Gedichte über Dinge schreibt, die ihn stören. Dies sei leichter, als sich darüber zu beschweren. Er hat ein Buch mit dem Titel „Zucken Sie doch nicht so!“ verfasst, in dem es um die ständige Angespanntheit der Leute geht. Sie seien durch das ständige Arbeiten oftmals launisch und gereizt. (…)

Die Meinungen über seinen Vortrag? Sie sind gespalten.“ Angelica

„Zum Thema ‚Minimalistische Gedichte‘, mit welchen er sich hauptsächlich beschäftigt, zeigte uns der Dichter auch einige Beispiele, die er selbst geschaffen hat. Zu Anfang war diese seltsame Interpretation des Begriffs ‚Gedichte‘ sehr gewöhnungsbedürftig für die meisten von uns Schülern. Doch mit der Zeit konnten wir uns an diese Kunstform gewöhnen und ihr etwas abgewinnen.“ Lina

„Wir hörten uns z.B. das Gedicht „Dösen, dämmern“ an, bei dem wir auch mitbekommen haben, dass unterschiedliche Variationen der Stimme oft eine andere Atmosphäre hervorrufen können.“ Luna

„Ein ‚Poetry Slam‘ ist eine Veranstaltungsform, bei der verschiedene Künstlerinnen und Künstler mit selbstgeschriebenen Texten gegeneinander antreten. Oft wird auch von einem modernen Dichterwettstreit gesprochen. Dabei gibt es lokale, nationale und internationale Wettbewerbe. Der ‚Poetry Slam‘ wurde Mitte der 1980er Jahre in den USA entwickelt und hat sich seitdem weltweit verbreitet, seit Mitte der 1990er Jahre auch in Deutschland.“ Dana

„Die Bewertung des Wettbewerbs übernimmt das Publikum. Und es gibt nur drei große Regeln fürs Mitmachen: Es müssen die eigenen Texte sein, die vorgetragen werden, man hat nur eine festgelegte Zeitspanne z.B. 5 Minuten und man darf beim Vortragen des Textes keine Requisiten benutzen. (…)

Ich finde, dass der ‚Poetry Slam‘ eine gute Idee ist, da sich Autoren auszeichnen können und jeder dort mitmachen kann. Außerdem sind die Texte meist lustig und werden einem großen Publikum vorgetragen.“ Leo

Im Großen und Ganzen fand ich den Vortrag sehr interessant, da ich davor keine wirkliche Ahnung vom ‚Poetry Slam‘ hatte. Vielen Dank an Dirk Hülstrunk, der toll vorgetragen hat!“ Thomas

Diskussion um Anerkennung vergessener KZ-Opfer

Frank Nonnenmacher liest aus seinem Buch und diskutiert mit SchülerInnen der Q2 am Dienstag, den 19.2.2019 in der Aula der GBS

Professor Nonnenmacher stellte den SchülerInnen zunächst die Geschichte seines Vaters Gustav vor. Parallel dazu beschreibt er in seinem Buch „Du hattest es besser als ich“ die Biographie seines Onkels Ernst Nonnenmacher. Das Schicksal der beiden Brüder, die sich erst als Erwachsene sehr spät kennenlernten, nachdem sie als Kinder in unterschiedlichen sozialen Milieus aufwuchsen, ist zugleich die Geschichte zweier Zeitzeugen des Nationalsozialismus, die damals keine dezidiert politische Haltung zu der Entwicklung in Deutschland zeigten und trotzdem von ihr mitgerissen wurden. „Inwieweit sind die beiden Opfer, inwieweit sind sie Täter?“ Diese Frage solle jede(r) der SchülerInnen der Q2, selbst zu beantworten suchen, so Frank Nonnenmacher.

Der Autor und Sohn von Gustav Nonnenmacher deutet als Grund für die apolitische Haltung das Aufwachsen seines Vaters in einem pietistisch geprägten Heim an. Der Vater hätte als Bester seiner Grundschulklasse eigentlich ein Stipendium für das Gymnasium erhalten sollen, um anschließend ein Theologiestudium zu absolvieren, was bittererweise an der Inflation scheiterte. Seine weitgehend unreflektierte Haltung gegenüber dem NS-Regime, dem er während des Krieges als hoch dekoriertes Mitglied der Luftwaffe „diente“, wurde in dieser Zeit von ihm nur an wenigen Punkten aufgebrochen und hinterfragt.

Interessant war auch die Gegenüberstellung mit seinem Bruder Ernst, der als Jugendlicher und junger Erwachsener unter schwierigen finanziellen Verhältnissen aufwuchs, mehrfach straffällig wurde, meistens da er kleine Diebstähle beging, um zu überleben, und der schließlich für mehreres Jahre im KZ Flossenbürg, später im KZ Sachsenhausen interniert war, und dort unter härtesten Bedingungen Zwangsarbeit verrichtete. Seine latent abwehrende und anarchistische Haltung gegenüber jedwedem ‚Staat‘ – egal, ob Kaiserreich, Weimarer Republik oder Nationalsozialismus – erscheint nachvollziehbar. Anders als die politischen Häftlinge im KZ, die nach der Kapitulation Deutschlands 1945 relativ schnell rehabilitiert und entschädigt wurden, gehört er bis heute zu den „vergessenen Opfern des NS“, wie sie Frank Nonnenmacher in einer Petition an den dt. Bundestag nennt.

Mit den SchülerInnen diskutierte er über die Frage, warum eine Wiedergutmachung für diese Opfergruppe so lange Zeit kein Thema war. Selbst 70 Jahre nach der Gründung der BRD erkennt der Bundestagsausschuss für Kultur und Medien zwar an, dass zumindest eine symbolische Anerkennung dieser Opfer wichtig wäre, „da niemand zu Recht in einem KZ gesessen habe“, wie Elisabeth Motschmann von der CDU/CSU-Fraktion formuliert. Sie führt weiterhin in einem Interview aus:  „Das, was in den KZs gelaufen ist, ist so unvorstellbar, dass wir das nicht gutheißen können“, – gemeint ist „Vernichtung durch Arbeit“. Trotzdem kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, die Politiker würden die Petition zwar verbal befürworten, aber kaum Taten folgen lassen. „Eine Verschleppungstaktik“, mutmaßte Professor Nonnenmacher. Um Entschädigungszahlungen könne es dabei sicher nicht mehr gehen, denn von den Opfern lebe kaum noch jemand.

Die Diskussion endete mit mehreren Wortmeldungen der SchülerInnen zur Haltung einzelner politischer Fraktionen und verschiedener Meinungen zu Strategien der Umsetzung der Petition. Dabei gingen die Ansichten weit auseinander – ein gutes Beispiel für eine konstruktive Auseinandersetzung, die Politik, Ethik und Geschichte umfasst.

Petition abrufbar unter: www.change.org/vergessene-opfer oder http://chn.ge/2EAW95C

 

Gelesen wurde aus folgendem Werk:

Frank Nonnenmacher. Du hattest es besser als ich. Zwei Brüder im 20. Jahrhundert. Südost Verlags Service 2015

„Liebe – oder was?“ Sabine Rahn liest an der GBS

Zum bundesweiten Vorlesetag am Freitag, den 16.11.2018 war dieses Jahr Sabine Rahn bei uns an der GBS zu Besuch. Sie kam mit viel Schwung, guter Laune und einem Koffer voller Bücher, um den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 5 in der Aula Spannendes aus verschiedenen ihrer Bücher vorzulesen. Dazu zeigte sie mit Hilfe einer Video-Präsentation die einzelnen Schritte auf, wie ein Buch entsteht, – von der Idee bis zum Verkauf im Buchladen.

Die Klasse 5c von Mira Scholl hat zu dieser Lesung einige Eindrücke aufgeschrieben:

„Sabine Rahn war eine sehr faszinierende Persönlichkeit. Am Anfang durften wir ihr sehr viele Fragen stellen. Auf die Frage: „Wie kommt man dazu, ein Buch zu schreiben?“ wusste sie selber keine Antwort. Sie hat uns aber die Schritte bis zum Druck alle ausführlich erklärt und gezeigt. Auch ihr Lieblingsbuch hat sie uns gezeigt, das sie zusammen mit einer Freundin geschrieben hat. Es heißt „Caroline – total feerückt“ und sieht lustig aus.

Ich fand die Lesung sehr gut, weil die Bücher sehr spannend waren und uns Sabine Rahn viele Fragen beantwortet hat. Außerdem war sie sehr nett.“  Josi

„Mir hat die Lesung gut gefallen, weil Frau Rahn uns sehr schön ihren Beruf erklärt hat. Vor allem fand ich interessant, wie lang es dauert, bis ein Buch auf den Markt kommt. Mir hat auch gefallen, dass ihr Buch „Liebe – oder was?“, aus dem sie vorgelesen hat, von einer Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen handelt. Zum Schluss hat sie uns noch viele ihrer Bücher gezeigt, wovon ich mir vielleicht eines zum Lesen besorge.“  Kjell

„Ich fand interessant, dass die Autorin ihren Beruf vorgestellt und gezeigt hat, was man so als Autor macht. Gut war auch die Lesung aus ihrem Buch. Nur schade, dass sie nicht zu Ende gelesen hat. Spannend war, als sie auf einmal zusammengezuckt ist und geschrien hat. Das war ganz schön erschreckend, weil wir damit nicht gerechnet hatten. Lustig war, als der Junge in der letzten Reihe gefragt hat, wieso die Autorin Kinderbücher schreibt, ob das nicht zu kindisch ist für eine Erwachsene.“  Moritz

„Die Teile aus ihren Büchern fand ich gut verfasst und außerdem hat sie gut vorgelesen. Am Ende der Lesung hat sie ein paar Freundinnen und mir viele Fragen zu ihren Büchern beantwortet und wir durften uns alles ansehen. Ich fand die Lesung sehr gut.“  Paula

 

Peter Kapp liest in der GBS

In der Bücherei der Gutenbergschule haben sich die Klassen 8d und 9a zusammen mit Herrn Wachs und Herrn Natus versammelt und lauschen aufmerksam den Gedichten von Peter Kapp. Der Frankfurter Autor liest Lyrik aus seinem Buch „Nach dem Börsengang“ und verlangt den SchülerInnen, die am 11.6.2018 in der Bücherei der GBS versammelt sind,  damit einiges ab.

„Gedichte und Erzählungen, die man nicht gleich versteht, regen zum Nachdenken an“, so erläutert Peter Kapp, als er im anschließenden Gespräch auf die Fragen aus dem Publikum antwortet. Ob er auch selbst erfahrene Geschichten in seinen Texten wiedergebe, fragt eine Schülerin.  „Natürlich“, antwortet ihr Peter Kapp, „autobiographische Elemente spielen bei meinem Schreiben immer eine Rolle, sind aber nicht klar aus den Texten zu isolieren. In der Literatur kann ich aus meinem Leben heraustreten, Wahrnehmungen und Erlebnisse verarbeiten.“ Trotzdem besteht er darauf, dass die Figuren alle eigenständig seien, sie seien eindeutig Kunstfiguren.

Anschließend liest der Autor den SchülerInnen aus seinem Prosa-Band „Kummersdorf“ vor: eine Geschichte über eine LKW-Panne in der Wüste, die Ladung mit Eiswürfeln schmilzt  und der Held geht fantasierend zu Fuß weiter. Das ist gut verständlich, aber skurril und bietet – wie sich im anschließenden Gespräch zeigt – viel mehr Gesprächsstoff als zunächst erwartet.

Die SchülerInnen fragen ebenso nach den privaten Vorlieben und der Arbeitsweise von Peter Kapp. Er spricht über die vielen Verarbeitungsschritte, die er braucht, bis seine Bücher erscheinen können: vom meist morgendlichen Schreiben über das Bearbeiten der Texte, das Vorlesen vor Freunden und als vorletzter Schritt die Rückmeldung des Lektors, ehe der Text erneut von Autor bearbeitet und dann endlich gedruckt wird.

Zum Schluss trägt Peter Kapp vier Flüchtlingsgedichte vor. Dabei hat er aus seiner Arbeit als Leiter einer Wohngruppe mit jungen Migranten einzelne Jugendliche vor Augen, denen er das jeweilige Gedicht widmet. Beeindruckend!

 

Gelesen hat er aus folgenden Büchern und einigen Manuskripten:

Peter Kapp. Nach dem Börsengang. Edition Thaleia, 2014

Peter Kapp. Kummersdorf. Erzählungen. Edition Thaleia 2011

Die Theater AG spielte am 19.4.2018 „Maria Stuart“

„Bei ihrer Aufführung von Schillers „Maria Stuart“ überzeugte die Theater-AG der Oberstufe mit einer erstaunlich professionellen Inszenierung unter Leitung von Frau Settelmeier. Trotz der wegen der geringen Anzahl an Schauspielern erzwungenen Doppelbesetzung einiger Rollen wurde jede einzelne Figur realistisch verkörpert. Das Bühnenbild war schlicht, wodurch der Fokus auf den schauspielerischen Leistungen lag. Und diesbezüglich wurde man nicht enttäuscht.“ Marek Kiedrowic                                                                                                                                                   

 

„Obwohl nur wenige Schüler und Schülerinnen in der Theater-AG aktiv sind, konnte das Stück verständlich und nah am Original umgesetzt werden. Für mich war gerade die abschließende Szene sehr eindrucksvoll, in der Elisabeth, gespielt von Sydney Ligon, ihre moralische Niederlage bewusst wird und sie emotional zusammenbricht.“ Florentine Felke

 

„Wiederkehrende emotionale Ausbrüche der Darsteller befeuerten die zunehmende Spannung über das ganze Stück hinweg. Leider litt das Verständnis des Textes teilweise unter diesen dramatischen Ausgestaltungen. Nicht jedoch bei Jens Weber, der Baron von Burleigh spielte. Mit seiner ruhigen Art des Sprechens und seiner gelungenen Gestik und Mimik hat er seine Figur am stärksten neu interpretiert.“ Johannes A. Reichenek

 

„Durch den Wechsel der Kostüme konnte das Publikum die verschiedenen Rollen gut auseinanderhalten. Die schauspielerische Leistung der Schüler war beeindruckend. Man hat gemerkt, dass sich die Gruppe intensiv mit dem Stück beschäftigt hat und ein tolles Projekt auf die Beine gestellt hat.“ Leonie Rößler

Berufsorientierung auf der Baustelle

Am 17.4.2018 lernten wir, die Schüler und Schülerinnen der 9cd, im Rahmen eines Berufsorientierungstages, mit was sich die Brömer GmbH beschäftigt. Herr Möllmann, einer der Bauingenieure auf der Baustelle Rheinstraße/Ecke Wilhelmstraße, zeigte uns das Gelände und beantwortete ausführlich unsere Fragen. Dank ihm wurde uns klar, wie kompliziert und anstrengend der Beruf des Bauingenieurs ist. Unter anderem erzählte er, wie lange der Prozess des Hausbaus andauert und auf was man alles achten muss. Dass an einem Hausbau so viele unterschiedliche Firmen beteiligt sind, war uns vorher nicht klar. Während einige Firmen nur das Aufbauen der Kräne übernehmen, übernimmt eine andere, wie hier Brömer & Sohn, nur den Rohbau. Wiederum eine andere kümmert sich dann um die Wasser- und Stromversorgung.

                                   

 

Herr Möllmann erklärte uns außerdem, was bei der Ausbildung zu dem Beruf des Bauleiters sinnvoll wäre. Er wies uns vor allem auf die Wichtigkeit der praktischen Erfahrungen hin. Er erzählte uns auch, dass es unterschiedliche Spezialisierungen in der Berufsrichtung ‚Bau‘ gibt, wie z.B. Umwelt-Ingenieur und Konstruktionsstatiker. Dass diese Berufe für viele eine Leidenschaft sind und den Mitarbeitern Spaß machen, erzählte er uns auch. Natürlich müsse man auch manchmal Überstunden machen, damit das Datum der Fertigstellung des Rohbaus eingehalten werden könne. Und dabei spielt auch das Wetter eine Rolle: Bei zu viel Regen kann der Beton auf das Drahtgeflecht nicht aufgebracht werden.

Wir glauben, dass es eine wichtige Erfahrung für uns war, da viele von uns noch nie auf einer Baustelle waren. Zudem haben sich viele die Arbeit dieses Berufes doch etwas anders vorgestellt. Dass dieser Ausflug bei einigen von uns Interesse für diese Berufe rund um das Bauen geweckt hat, können wir uns gut vorstellen.

Xenia Miller und Lena Krause

 

(…) Wie später die Gebäude der derzeitigen Baustelle ‚Wilhelms IX.‘ aussehen werden, kann man schon dank einer Animation sehen. Jedes der neuen Häuser ist anders gestaltet und alle werden durch eine Grünanlage verbunden. Außerdem sind die zukünftigen Eigentumswohnungen mit einem Aufzug (Aufzugschacht siehe Bild) und einer Tiefgarage versehen. Insgesamt soll die Anlage rund 150 Wohnungen bieten.

Als wir nach einer ausführlichen Besichtigung die Baustelle später wieder verließen, konnten wir die zuvor gesehenen Baupläne viel besser verstehen. Dank diesem Einblick und der Besichtigung des Baubetriebes wagen wir zu behaupten, dass Brömer ein professionelles und gut organisiertes Unternehmen ist. Vielleicht findet der eine oder die andere von uns dort einen spannenden Praktikumsplatz.

Elefteria Anesti und Teresa Nanke

 

Verena Reinhardt besucht die GBS: Autorenlesung am 17.11.2017

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 waren am Bundesweiten Vorlesetag in die Aula geladen und lauschten mit Spannung der Lesung von Verena Reinhardt. Die Autorin las aus ihrem ersten Jugendbuch „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ vor. Zwischen den einzelnen Lesesequenzen beantwortete sie die vielen Fragen der Schüler, z.B. woher sie die Ideen für ihre Bücher nehme, ob sie früher schon geschrieben habe und welches ihr Lieblingstier sei.

Die Antworten finden sich hier:

„Verena Reinhardt hat früher beruflich mit Bienen gearbeitet, wodurch sie auf die Idee mit dem Hummelreiter kam. Sie ist Biologin und hat eine Schildkörte als Haustier. Die ist auch ihr Lieblingstier. Dadurch, dass sie tatsächlich Autorin geworden ist, hat sie sich einen Lebenstraum erfüllt. Sie schreibt definitiv nur Kinder- und Jugendbücher.“ –  Zoe Lutz-Kopp 5b

„Ich fand gut, dass sie beim Vorlesen flüssig und immer deutlich gesprochen hat. Außerdem hat sie die Tonlage verändert, damit man weiß, wie sich die Person fühlt. Gut fand ich auch, dass sie am Ende eines Kapitels aufhörte zu lesen, damit wir ihr ein paar Fragen stellen konnten.“ – Arian Neumann 5b

„Frau Reinhardt wollte immer schon Autorin werden, weil sie schon früher als Kind sehr viel geschrieben hat und auch einmal ein Buch veröffentlichen wollte. Für ihr erstes Buch hat sie drei Jahre gebraucht, für das zweite nur anderthalb.“ – Omid Mohammadi 5b

„Die Vorstellung war eine schöne und gelungene. Die Geschichte war spannend und cool: Es geht darum, dass Friedrich Löwenmaul, ein ganz kleiner Mensch, nicht auf einer Hummel reiten kann, und von Brumsel, einer goldenen Hummel, zunächst in eine Falle gelockt wird.“ – Ilka Poppl 5b

Besuch aus Äthiopien

 

Besuch aus Äthiopien – Abdulkarim Abagero besucht die GBS

 

Am Montag den 26.06.17 fand eine Infoveranstaltung der Äthiopien AG statt. Seit vielen Jahren sammeln die SchülerInnen der AG Gelder und spenden diese ohne jegliche Abzüge an das Straßenkinderprojekt in Jimma (Äthiopien). Ziel ist es, auf der Straße lebende Kinder zurück in die Gesellschaft zu führen. Zu Gast war der Leiter des Projekts aus Jimma, Abdulkarim Abagero, welcher sich bei den SchülerInnen der GBS für ihre Spenden bedankte und über aktuelle Entwicklungen berichtete. Begleitend informierten auch Elke Brachmann, welche das Projekt begleitet und zudem als ehrenamtliche Mitarbeiterin bei „Kinder unserer Welt“ mitwirkt und Dr. Jörg Rieder, der ebenfalls regelmäßig in Jimma vor Ort ist.

Oliver Voß