Der ProWo Blog – Bloggen über die Projektwoche

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Vom 17.09.-19.06 findet die Projektwoche an der Gutenbergschule statt. Hier stellt sich die Gruppen „die ProWo-Blogger – wir bloggen, was andere machen!“ (Gul/Rst) vor:

Über 50 verschiedene Projekte an der GBS, wie soll man da noch einen Überblick behalten? MIT UNS!

Wir werden verschiedenste Beiträge rund um unsere Projektwoche hier an der Gutenbergschule machen. Egal welches Projekt ihr gewählt habt, mit ein wenig Glück werdet ihr euch hier auf unserem Blog in Form von Bildern oder auch Texten wiederfinden.

Wir werden als Prowo-Bloggerteam versuchen euch in euren Projekten über drei Tage zu begleiten. Unter dem Motto der Nachhaltigkeit werden wir einen reinen Online-Blog für euch führen und möglichst viele gesammelte Eindrücke mit euch teilen.

Wie haben die anderen Projekte dieses Thema aufgegriffen und wie wirkt sich diese intensive Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit auf uns Schüler aus?

Auch die Ergebnisse der Projektwochenzeitung ist auf dem Blog hinterlegt.

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Das ProWo-Blog Team

Oberstufenschüler*innen diskutieren mit Regisseur Florian Opitz über Wachstum

SYSTEM ERROR  

Wiesbaden/28. Januar 2019
Text: Sahel Shoghi-Ghaleshahi, Katharina Dehl, Ana Lia Jessen (Klasse Eb)
Fotos: C. Rost

Am 28. Januar 2019 hatten etwa 300 Oberstufenschüler-/Innen der GBS die Möglichkeit, den neu ausgestrahlten Dokumentarfilm ,,System Error” von Florian Opitz in der Filmbühne Caligari in Wiesbaden anzusehen. Im Anschluss wurde der Regisseur über Skype live aus Berlin zugeschaltet und die Schüler-/Innen konnten mit ihm über die Thesen in seinem Film diskutieren. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Medienzentrum in Wiesbaden durchgeführt. 

Opitz setzt sich in seinem Film kritisch mit dem Wachstumsdogma aller modernen Marktwirtschaften auseinander und zeigt die langfristigen Folgen dieses Aspekts des Kapitalismus auf. 

Der Kapitalismus bezeichnet ein Phänomen, das nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Lauf nahm. Es bezeichnet eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung und eine Epoche in der Wirtschaftsgeschichte. Der Kapitalismus bestimmt unser ganzes Leben. Denn im Kapitalismus muss der Konsum ständig wachsen, denn anders können wirtschaftliche Gewinne kaum realisiert werden. Systematisch werden soziale Kosten und ökologische Lasten „unserer Lebensweise“ ausgelagert, im Kleinen wie im großen Maßstab. Wir leben daher nicht über unsere Verhältnisse; wir leben über die Verhältnisse anderer. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis.  Er zwingt unsere Gesellschaft zu ewigem Wachstum. 

Opitz stellt die Frage, wann das Wachstum unserer globalen Welt endet. Um uns unterschiedliche Meinungen zu zeigen und der Frage nachzugehen, warum am Wachstum immer noch festgehalten wird, lässt er Vertreter der Wirtschaft zu Wort kommen und aus ihrer Sicht erklären, warum das Wirtschaftswachstum notwendig sei. Neben Hedgefond- und Versicherungsmangern, Agrarökonomen in Brasilien und Wirtschaftslobbyisten interviewt er Donald Trumps Ex-Berater, Anthony Scarmucci. Dabei verzichtet Opitz auf eine eigene Kommentierung. Klar wird, dass die meisten Wachstum befürworten und sich dieses wie ein Naturgesetz (z.B. die Schwerkraft) vorstellen, welches deshalb unabänderlich sei. 

Wieso ist der Film in der aktuellen Zeit für unsere Gesellschaft so wichtig?

Diesem unerschütterlichen Glauben an das Wachstum stellt Opitz, Marx Zitate gegenüber, der als einer der Ersten die Folgen des Kapitalismus sah und kritisierte. Dadurch zeigt er uns noch mal wie präsent dieses Thema ist und das schon für eine lange Zeit.  

 Anhand einer Interviewpassage mit Soja- und Geflügelproduzenten aus Brasilien zeigt er eindrucksvoll die Auswirkungen des Wachstumsgedanken auf die Umwelt auf. Diese gehen so weit und sagen, dass sogar der Teil Regenwald, den sie wegen Umweltgesetzen stehenlassen müssen, einfach nur ein Störfaktor ist und ihnen das Business kaputt macht.

Der Film hat eine sehr eindringliche Stimmung und versucht uns vor allem die Seite der Kapitalisten zu verdeutlichen, während er allerdings deutlich macht, dass er das System nicht unterstützt. In dem Interview, dass wir danach mit Florian Opitz führen durften, legte er uns nochmal ans Herz, das Wirtschaftssystem nicht einfach hinzunehmen und für unsere Zukunft zu kämpfen. Laut Opitz befindet sich unser System in einer Krise und er macht uns klar, dass wir etwas dagegen unternehmen sollten. 

Er stellt keine Alternativen zum Kapitalismus vor, sagt allerdings, dass wir als Einzelne noch mal mehr Wert auf unseren Konsum achten können und darüber nachzudenken, wie viel wir wirklich brauchen. Außerdem meint Herr Opitz in der Diskussionsrunde, dass wir uns vermehrt über die aktuelle Situation unseres Systems beschweren sollten. Als positives Beispiel nimmt er Bezug auf die aktuellen Freitagsproteste von Schüler*innen gegen den Klimawandel und die Totenlosigkeit der Regierungen (#FridayForFuture). 

Der Film ist dadurch umso wichtiger für uns, da wir als Einzelpersonen uns klar machen müssen, wie unsere Zukunft sich entwickeln könnte, wenn wir nicht aktiv werden. Optiz appelliert an uns, wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen zu wollen und uns nicht durch Experten verunsichern zu lassen. Nur wenn wir das System verstehen, können wir es auch ändern. Opitz sieht deshalb trotz der negativen Gegenwart optimistisch in die Zukunft und hofft auf den Aktivismus der nächsten Generation: “Pessimism of the mind, Optimism of the will.” 

 Wie hat uns der Film und die Diskussion gefallen? 

Der Film hat uns geholfen, unser Wirtschaftssystem, den Wachstumsgedanken und die Argumentation seiner Unterstützer besser zu verstehen.  

Schade ist, dass er allerdings nicht wirklich auf alternative Systeme oder Lösungsmöglichkeiten eingeht und nur seine eigene Meinung darstellt. Er zeigt während des Filmes ganz klar, dass er persönlich kein Fan des Kapitalismus ist. Diese Meinung betont er allerdings manchmal so stark, dass man sich selber schlecht eine eigene Meinung bilden kann. Opitz stellt im Interview dazu auch klar, dass er als Filmemacher aber auch gar nicht den Anspruch hat, Objektivität anzustreben, da dies grundsätzlich nicht möglich sei.  Persönlich denken wir, dass er mehr Kontroversität hätte zulassen können, um so dem Einzelnen eine Chance zu geben, das Gehörte selbst einzuordnen.                                                 

Auch geht er nur kurz auf die Umweltproblematik ein. Dies ist zwar verständlich, da er einen Schwerpunkt auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge des Systems legt, für uns wäre dies aber doch wichtig für das Verständnis der Auswirkungen und als Stärkung seiner Argumentation gewesen. Die Natur ist ein wichtiger Teil dieser Erde und wenn wir nicht wissen, was mit ihr passiert, dann können wir die Folgen auch nicht erahnen.                                      

Insgesamt hat uns der Film und die Diskussion sehr gut gefallen, da wir so ein tieferes Verständnis über unser Wirtschaftssystem die Folgen des Wachstumsgedanken erlangen konnten.  

Wir bedanken uns bei dem Wiesbadener Medienzentrum, dem Calligari und Herrn Rost, die uns ermöglicht haben, dass wir Gutenbergschüler/-Innen den Film System Error ansehen konnten.  

Außerdem wollten wir uns noch bei Herrn Opitz dafür bedanken, dass er sich die Zeit genommen hat mit uns über seinen Film zu diskutieren, Fragen zu beantworten und diesen Film zu drehen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pilotprojekt Schul-Cloud – Gutenbergschule erprobt digitalen Unterricht

Logo Schul-CloudNach den Sommerferien arbeiten 27 Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule aus Wiesbaden erstmals mit der HPI Schul-Cloud. Die digitale Lernplattform wird im laufenden Schuljahr erstmals in der E-Phase mit MINT-Schwerpunkt erprobt. Die Plattform wird in den Fächern Mathematik (Frau Kaiser), Physik (Herr Meier) und Politik&Wirtschaft (Herr Rost) schwerpunktmäßig eingesetzt.

Seit mehr als einem Jahr erproben 27 Schulen aus dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC die „HPI Schul-Cloud“ in der Praxis. Das Pilotprojekt wird von Hasso-Plattner-Institut (HPI) und MINT-EC durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Seit Beginn dieses Schuljahres testen weitere 40 MINT-EC Schulen aus ganz Deutschland die digitale Lehr- und Lernplattform, darunter ist auch die Gutenbergschule aus Wiesbaden.

Mit der HPI Schul-Cloud macht die Gutenbergschule weitere Schritte in Richtung Digitalisierung. Die bundesweite Schulplattform stellt digitale Lerninhalte, Methoden und Werkzeuge verschiedener Anbieter für den Unterricht zur Verfügung. Diese können über einen browserbasierten Zugang, online und von jedem mobilen Endgerät genutzt werden. Eigene Server braucht die Schule dafür nicht, die Softwarewartung entfällt. Die HPI Schul-Cloud berücksichtigt seit Projektbeginn die strengen Datenschutzregelungen der EU.

Die Vorteile der Schul-Cloud

MINT-EC hat gemeinsam mit Schulen der ersten Pilotphase ein InfoKit entwickelt. Es enthält Leitfäden zur Nutzung und Einführung der HPI Schul-Cloud, Empfehlungen zur Schulorganisation, IT-Konzepte und didaktische Impulse für den Unterricht. Davon profitiert auch die Gutenbergschule.

Langfristiges Ziel von MINT-EC ist die Einbindung aller 316 MINT-EC-Schulen bis Juli 2021.

Das HPI entwickelt die Plattform unter Einbeziehung der Rückmeldung der Pilotschulen stetig weiter, um sie auf deren Anforderungen und Wünsche anzupassen. Schwerpunkt der zweiten Pilotphase ist auch, den Dialog zwischen Schulen zu fördern und die Philosophie des Teilens von Bildungsinhalten unter Lehrkräften stärker zu verankern.

Ansprechpartner: Christoph Rost (christoph.rost@msedu.gutenberg-schule.de)

Erfolgreiche Teilnahme der GBS am Wettbewerb „Informatik-Biber 2017“

Wie sieht eine robuste Internetverbindung innerhalb der Inselgruppe Ho, No, Ma, Ka und To aus? Wie lautet die Nachricht, die der Biber als Bote übermittelt? Und wie bringt man große und kleine Hunde am effizientesten in eine bestimmte Reihenfolge? Vielfältig und unterhaltsam gestalten sich die Aufgaben des jüngsten Informatik-Bibers. Auf den ersten Blick ist das, was die Schülerinnen und Schüler hier begeistert, reine Knobelei am Computer, tatsächlich handelt es sich um informatische Grundüberlegungen, die zur richtigen Lösung führen.

Insgesamt 92 Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule haben im November 2017 erfolgreich am bundesweiten Wettbewerb „Informatik-Biber“ teilgenommen. Der Wettbewerb war Teil des Informatikunterrichts bzw. Nachmittagsangbots von Herrn Geyer und Herrn Rost der Jahrgangsstufen 5 bis Q1. Die Teilnahme erfolgt im Rahmen der MINT Förderung der Gutenbergschule und fließt in das MINT-EC-Zertifikat der Schülerinnen und Schüler ein.

Spielerisch setzen sich Kinder und Jugendliche beim Online-Contest mit Fragen der Informatik auseinander, ohne Vorkenntnisse ist dies möglich und die Motivation groß. Das Konzept, das dem Wettbewerb zugrunde liegt, geht auf: 341.241 Schülerinnen und Schüler nahmen beim Informatik-Biber 2017 teil. So viele wie noch nie. Sie stellten sich Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades: von Fragen rund um das intelligente Sicherheitssystem eines Museums bis hin zur Lichtkunst eines Hochhauses. Seit seiner Premiere im Wissenschaftsjahr 2006 verzeichnet der größte Informatik-Wettbewerb Deutschlands alljährlich neue Rekordzahlen. Nach 290.808 Teilnahmen im letzten Jahr waren in diesem Jahr mit 341.241 genau 50.433 mehr Teilnehmende dabei, der Mädchenanteil lag bei 43,9%. Der „Informatik-Biber“ ist Teil der Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF). Erstmals standen den Teilnehmenden zwei Biberwochen zur Verfügung. Dank der hohen Teilnehmerzahl ist der Informatik-Biber das Projekt mit der größten Reichweite im Bereich der Digitalen Bildung in Deutschland.

Alle Teilnehmer/innen bekamen eine Urkunde für ihre Teilnahme.

Vier Schülerinnen und Schüler konnten die Höchstpunktzahl verbunden mit dem 1. Preis erreichen, acht Schülerinnen und Schüler erreichten den zweiten Preis und bekamen einen Sachpreis übereicht.

Die Preisträger/innen des Informatik-Bibers 2017 im Wahlunterricht Informatik, Jahrgangstufe 8 (Foto Rost/Gutenbergschule).