50 Jahre Elysée-Vertrag: eindrucksvolle Zeitreise durch die deutsch-französischen Beziehungen

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Die Gutenbergschule Wiesbaden feierte vergangene Woche das 50 jährige Bestehen des Elysée-Vertrages zwischen Frankreich und Deutschland mit unterschiedlichen Aktivitäten:

Die Viertklässler im Nachmittagsangebot „Französisch am Nachmittag“ lernten alles über den Brauch der „Galette des Rois“ und konnten ein Stück Galette probieren. Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 7 wurde  am Mittwoch das Theaterstück „Ҫa alors“, des Ensembles Knirps-Theater aus Bad Ems aufgeführt, in dem es auf humorvolle Weise um Freud und Leid eines Schüleraustausches in Paris geht . Die Oberstufenschülerinnen und -schüler erstellten eine Plakatdokumentation mit dem Thema „Deutschland und Frankreich – von den Anfängen bis heute“, welche als Dauerausstellung besucht werden konnte.

Den Höhepunkt der Woche bildete am vergangenen Freitag der Doku-life Vortrag des Mainzer Politologen Ingo Espenschied, der die Schülerinnen und Schüler  der Oberstufe auf eine Zeitreise in die wechselhafte Geschichte beider Länder mitnahm. Eröffnet wurde die Veranstaltung in Anwesenheit von Herrn Ministerialrat Knieling vom Hessischen Kultusministerium durch den Schulleiter der Gutenbergschule, Herrn Schlotter, der an die Schülerinnen und Schüler  appellierte, sich weiterhin für das Werk von Charles de Gaulle und Konrad einzusetzen.

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Espenschied, der in Frankreich und Deutschland studierte, begann seinen Vortrag mit den Worten: „Als ich nach dem Abitur beschloss, in Frankreich zu studieren, war mein Großvater schockiert -Frankreich war doch der Erbfeind“.

Anschließend zeigte Ingo Espenschied  in eindrucksvoller Weise die wechselhaften Beziehungen zwischen den beiden Ländern ausgehend von der Zeit Karls des Großen bis hin zur Unterzeichnung des Elysée-Vertrages am 22. Januar 1963 durch den französischen Staatspräsidenten und den deutschen Bundeskanzler. Der  Vortrag  wurde  mit Fotos, Filmausschnitten,  Anekdoten und Interviews von Zeitzeugen unterlegt, die die wechselhaften und teilweise schmerzlichen Beziehungen dokumentierten. Dem Redner gelang es die Schülerinnen und Schüler zu begeistern und am Ende des Vortrags wurde dieser mit lang anhaltendem Applaus für eine so kurzweilige Geschichtsstunde verabschiedet.

Lust auf Trendsportarten?

Unter der Leitung von Frau Uhl durften sich 13 Schüler und 2 Schülerinnen aus der Oberstufe beim Klettern, Mountainbiken, Kampfsport Judo, Bogenschießen und Slacklinen auspowern und ihre Grenzen kennenlernen.

1. Tag: Klettern und Riesenschaukel in der Kletterhalle Nordwand

Zu Beginn des ersten Tages durften die SuS ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen und eine knifflige Aufgabe gemeinsam lösen.  Danach haben die SuS die Klettertechnik unter Anleitung kennengelernt und ausprobiert. Im „Adventure Park“ stand zum Abschluss die Riesenschaukel auf dem Programm. Dabei wurde ein Schüler durch die anderen Schüler ca. 10-12m hochgezogen. Auf Kommando wurde dann das Seil entriegelt und es ging einige Meter im freien Fall nach unten.

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2. Tag: Kampfsportart Judo

Am zweiten Tag haben wir uns mit dem Kampfsport Judo beschäftigt. Dieser besteht aus Partnerkämpfen, die entweder im Stand oder als Bodenkampf ausgeführt werden. Im Standkampf wird versucht den Gegner auf den Rücken zu werfen. Beim Bodenkampf hält man den Partner mittels Haltegriff 25 Sekunden in der Rückenposition fest.

Voller Vorfreude und Motivation ließen sich die SuS in die japanische Kampfsportart einführen. Einige der Mitschüler hatten bereits Vorkenntnisse und Erfahrungen mitgebracht und ließen sich ganz darauf ein, mehr zu erfahren. Zunächst haben wir uns mit judospezifischen Übungen -wie z.B. Fallübungen und Partnerübungen- aufgewärmt. Darauf folgte das Einstudieren  einiger Basistechniken, wozu beim Judo vor allem Wurftechniken im Stand und auch Haltegriffe im Bodenkampf gehören.

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Damit war die Grundbasis gegeben, einen Wettkampf im Stand und im Boden zu simulieren. Anschließend wurde Videomaterial vorgeführt, welches professionelle Judokämpfe zeigte.

 

3. Tag: Kletterwald und Bogenschießen in der Kletterhalle Nordwand

Am dritten Tag durften wir zu Beginn das Bogenschießen ausprobieren. Nach einer ausführlichen Einweisung und Probeschüssen durfte die Truppe ein Turnier absolvieren.  Nach drei Durchgängen stand der Sieger fest. Das Turnier und das Schießen auf Luftballons hat sehr viel Spaß gemacht.

Nach dem Bogenschießen ging der Kurs in den Hochseilgarten. Auch hier erfolgte eine kurze Einführung in das Sicherungssystem „Smart- Belay“.  Danach kletterten die SuS ca. 1,5 Stunden über Holzstäbe, Autoreifen, wacklige Leitern usw. Der ein oder andere SuS wollte gar nicht mehr aufhören.

 

4. Tag: Mountainbiken

Am Donnerstag hat die Gruppe eine Mountainbike-Tour gemacht. Das Wetter hatte nicht wirklich mitgespielt , es war sehr kalt, feucht und der Waldboden war sehr aufgeweicht. Hochmotiviert sind wir, doch mit sehr eingeschränktem technischen Material, in Richtung Nerotal aufgebrochen. Anfangs wurden noch viele Späße gemacht und die allgemeine Stimmung war echt gut. Umso länger dann aber die Anstiege wurden, desto ruhiger waren die Biker und die einzige Motivation diese Tour erfolgreich zu beenden war der Zwischenstopp zur Halbzeit im XXL-Schnitzelhaus „Waldgeist“ auf der eisernen Hand. Das Mittagessen wurde regelrecht zelebriert und die Stimmung war wieder auf dem Höhepunkt! Doch dann mussten wir wieder zurück in die eisige Kälte, es haben sich aber alle ausnahmslos, sehr ordentlich geschlagen.

 

5. Tag: Sportklettern in der Wiesbadener Kletterhalle

Am Freitag der Projektwoche trafen sich die Teilnehmer in der Kletterhalle Wiesbaden (Holzstraße 11) um zum Wochenabschluss nochmals zu klettern. Zu Beginn wurde das Gelernte vom Montag wiederholt und verinnerlicht, damit diesmal 2-Mann-Seilschaften gebildet werden konnten. Durch die kleineren Seilschaften (einer klettert, einer sichert) kamen die Teilnehmer effektiver zum Klettern. Nachdem also alle sicherheitsrelevanten Dinge wiederholt und besprochen wurden (Sitzt der Gurt richtig? Stimmt der Knoten? Wird das Sicherungsgerät richtig bedient?), hat sich die Gruppe in der Halle verteilt und jeder konnte nach Belieben klettern. Nach der ersten Route zum „Warm-/Einklettern“ wollte jeder einmal an seine Grenzen gehen. Aus dem eigentlichen Einzelsport wurde schnell eine Gruppenattraktion, bei der die Zuschauer nicht nur unten saßen und zusahen, sondern auch Tipps gaben und anfeuerten. In der Mittagspause hatten die Unterarme Gelegenheit sich auszuruhen, während die Teilnehmer einen zwanzigminütigen Kletterfilm sahen, Pizza aßen und Süßigkeiten genossen. Nach der ausgiebigen Regenerationspause ging es nochmals an die Wand, wo die letzten Reserven erschöpft wurden.

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Deutsch-franzöische Woche, 21.-25.01.13

In diesem Jahr jährt sich die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags am 22. Januar 1963 zum fünfzigsten Mal. Durch diesen Vertrag verankerten Charles de Gaulle und Konrad Adenauer die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg und die Zusammenarbeit auf politischer und kultureller Ebene zwischen beiden Ländern. Als Schule mit Französisch als erster Fremdsprache fühlen wir uns der deutsch-französischen Beziehung besonders verpflichtet. Daher organisieren wir vom 21.-25.01.2013 eine deutsch-französische Woche mit diversen Veranstaltungen.

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SchülerInnen der Gutenbergschule erhalten 1. Preis beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Gleich zwei SchülerInnen gewannen einen ersten Preis in der Endrunde des Oberstufenwettbewerbs 2012 und damit die Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Laura Dubois und Nils Fromm, beide SchülerInnen des Abi-Bac Leistungskurses der Gutenbergschule, konnten die Bundesjury in der Finalrunde des Bundeswettbewerbes Fremdsprachen in Dreieich überzeugen. Durch ihren Sieg können die Beiden sicher sein, dass ihr Studium inhaltlich und finanziell optimal begleitet wird, denn der 1. Preis ist mit der Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes dotiert.

Im vergangenen Jahr hatten sich bundesweit 1600 Bewerber angemeldet. In vier Runden musste Hausarbeiten verfasst, Texte auf Tonträger gesprochen und Klausuren geschrieben werden. Schließlich erreichten 45 Teilnehmer die Endrunde. Sie durften vom 9. bis 12. November in der Strothof International School in Dreieich ihr Können in Gruppendiskussionen und Einzelgesprächen unter Beweis stellen.

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen wird jährlich an allen weiterführenden Schulen in Deutschland und an deutschen Auslandsschulen ausgeschrieben. Der Oberstufenwettbewerb, zu dem sich Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse anmelden können, ist der schwierigste Wettbewerbsteil, für den nur qualitativ hochwertige Produkte eingereicht werden können. Die Teilnehmer müssen zunächst mit zwei lebenden Fremdsprachen teilnehmen. Die ersten Preisträger werden in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Weitere Informationen: www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de

(Artikel von Nils Fromm)

Gutenbergschule freut sich über viertes Erinnerungsblatt

Nachdem die GBS vor einigen Jahren bereits die Patenschaft für die Erinnerungsblätter ihrer ehemaligen Schüler Leo Kahn, Erich Neumann und Paul Guthmann übernommen hatte, ergab sich nun die erfreuliche Gelegenheit, eine weitere Patenschaft zu übernehmen, und zwar für Heinrich Leonie.

Dieser studierte Germanistik, Geschichte und Erdkunde für das Lehramt an Gymnasien. Das erste Jahr seines Referendardienstes verbrachte er am staatlichen Realgymnasium am Luisenplatz, dessen Rechtsnachfolgerin die heutige Gutenbergschule ist.
Leider konnte Heinrich Leonie den Lehrberuf nicht lange ausüben, da das im Jahr 1935 verkündete „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ allen jüdischen Bürgern die Möglichkeit nahm, öffentliche Ämter auszuüben. Am 10. Juni 1942 wurde er nach Lublin deportiert und am 4. August 1942 in Majdanek ermordet.

Da sich die Klasse 7a bereits seit längerer Zeit sowohl im Fach Religion als auch Deutsch mit dem Thema Nationalsozialismus und jüdische Geschichte beschäftigt hat, entschied sie sich im Oktober 2012 zu einem weiteren Besuch im Aktiven Museum Spiegelgasse zur aktuellen Ausstellung “ … von den im Hause wohnenden Juden geräumt … „. Bei dieser Gelegenheit wurde deutlich, dass das AMS zur Person Heinrich Leonies recherchiert hatte und ein Erinnerungsblatt veröffentlichen wollte. Die Vorstellung, für dieses Erinnerungsblatt die Patenschaft zu übernehmen, gefiel der 7a so gut, dass sie sich spontan entschloss, dieses zu sponsern und damit einen aktiven Beitrag zur Erinnerungsarbeit an der Gutenbergschule zu leisten.

Vielen Dank

  • an Frau Dr. Ina Claus und Herrn Markus Dobner, die uns jeweils bei den beiden Besuchen zum AMS begleitet und diese im Unterricht vorbereitet haben,
  • an Frau Inge Naumann-Götting und Frau Gisela Kunze, die uns eine Führung in zwei Gruppen durch die aktuelle Ausstellung ermöglichten und den SuS in außerordentlich anschaulicher Form einen wichtigenTeil deutscher Vergangenheit nahebrachten,
  • der gesamten 7a, die mit großem Engagement das Rahmenprogramm zur Übergabe der Erinnerungsblätter am 06.Dezember 2012 geplant und durchgeführt hat,
  • an unseren Schulleiter Herrn Schlotter, der alle Aktionen im Rahmen der Erinnerungsarbeit bereitwillig  und aufgeschlossen unterstützt hat und
  • John Tonak und meinem persönlichen IT-Assistant M. Hasler für die Umsetzung von Text und Bildern in eine online-taugliche Version.

Verleihung der Delf-Diplome

Weitere 18 Schülerinnen und Schüler der GBS können sich nun mit dem Delf-Diplom (Diplome d’Etudes en langue française) schmücken. Dieses international anerkannte französische Sprachdiplom kann in verschiedenen Niveaustufen entsprechend des europäischen Referenzrahmens abgelegt werden. 9 Schülerinnen und Schüler erreichten bei der Prüfung im Frühjahr 2012 das Niveau B1: Sarah Albrecht, Sarah Bartosch, Carolin Bauerhenne, Viviane Britz, Marc Massin Guerdi, Michaela Hartmann, Michelle Henne, Jana Schmitt und Nina Sewig.  Weitere 9 Schülerinnen konnten mit dem Niveau B2 ausgezeichnet werden: Nathalie Fromm, Laura Gotti, Chira Hartwig, Sonja Möbius, Nina Mohs, Sarah Schedler, Sophie Scherf, Antonia Schmidt und Mary Walther.

Das zusätzliche Engagement im achtwöchigen Vorbereitungskurs und den Erfolg bei der mündlichen und schriftlichen Prüfung würdigte Herr Schlotter bei einem kleinen Empfang, bei dem auch die Diplome übergeben wurden.

Herzlichen Glückwunsch!

Michaela Kugler

Wiesbadener Schulruderer reißen gemeinsam am Riemen

Abrudern und Sponsorenrudern im Schiersteiner Hafen

Am 9. November hatten die Rudertrainer der Gutenbergschule, der Elly-Heuss-Schule und der Humboldtschule, sowie die Kinder- und Jugendtrainer der Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich, zum gemeinsamen Abrudern im Schiersteiner Hafen geladen.

85 Kinder und Jugendliche folgten dem Aufruf, so dass sich am frühen Nachmittag 23 Ruderboote, vom Einer bis zum Achter, zunächst zum gemeinschaftlichen Fototermin auf dem Wasser einfanden.

Dann nahmen die Boote jedoch Fahrt auf, denn schließlich war das Abrudern in diesem Jahr mit einem Sponsorenrudern kombiniert worden. Dazu hatte jedes Kind vor den Herbstferien einen Sponsorenzettel erhalten, auf dem Sponsoren – meist Eltern, Geschwister, Freunde oder Nachbarn – pro Ruderkilometer eine vereinbarte Spendensumme zugesagt hatten. Und dementsprechend waren die Ruderer nun darauf aus, möglichst viele Kilometer auf dem 1 km langen Rundkurs zu errudern.

Zwischen 5 und 19 Kilometer legten die Ruderer schließlich bis zum Ende der Veranstaltung zurück, so dass zusammen 745,5 Kilometer gerudert wurden. Mit dem Erlös kann nun ein neues Trainingsboot für die kommende Saison bestellt werden. Namensvorschläge werden gerne entgegen genommen.

Für das leibliche Wohl sorgten wieder einmal unsere engagierten Rudereltern, so dass sich die Kinder mit Suppe, Chili con Carne, Minifrikadellen, heißem Kinderpunsch sowie 70 Weckmännern aufwärmen und stärken konnten. Herzlichen Dank dafür!

Ein Dank auch der ASB-Wasserrettung, die für die Sicherheit auf dem Wasser gesorgt hat.

Für Insider sollte hier noch erwähnt werden, dass die meisten Boote jedoch keine Riemenboote waren, sondern hauptsächlich „geskullt“ wurde (siehe Titel).

Vierter LeseRitterkurs an der GBS

Seit dem 1. Oktober2012 findet jeden Montag in der Zeit von 13.45 – 14.45 Uhr wieder ein LeseRitterkurs statt, und zwar diesmal im Musikraum des Neubaus, wo auch die Bibliothek untergebracht ist. Diese Atmosphäre begünstigt die Lust am Lesen ganz erheblich, die meisten Kinder finden es gar nicht gut, wenn die wöchentliche Übungsstunde schon wieder vorbei ist.

Marlene Zimmer, unser Coach von der Wiesbadener Schauspielschule, macht mit den Kindern Atem- und Entspannungsübungen, die richtige Körperhaltung für effektives Lesen wird geübt – teilweise mit einem Buch auf dem Kopf und einem in der Hand, was sich als durchaus schwierig herausstellt; die Schülerinnen und der einzige Junge, der dabei ist, werden ermutigt, an ungewöhnlichen Orten in ebenso ungewöhnlichen Körperhaltungen zu lesen, wie z.B. sitzend auf einem Baum, stehend auf der ‚Badewanne‘ (nur Insidern ein Begriff!), balancierend auf dem Abipferd, liegend auf der roten Bank vor dem Sekretariat, stehend auf einer Menschenpyramide oder zusammengequetscht in einen Schrank eingezwängt. An solchen Übungen merkt man ganz deutlich, dass Marlene Schauspielerin ist, die es gewöhnt ist, in allen auch noch so komischen Lebenslagen zu sprechen und zu agieren – und diese Fähigkeit möchte sie den Kursteilnehmern vermitteln. Letztlich geht es dabei um die Ausbildung eines besseren Körpergefühls, aber auch um Mut und Selbstvertrauen.

Sprachlich bewegen sich die Übungen im Lockern der Stimmbänder, und der Fähigkeit, die Stimme je nach Publikum, Raumsituation und Text zu modulieren. Gelernt wird, Gefühle beim Lesen eindrücklich zu vermitteln, dies – je nach Bedarf – sehr laut oder leise, mit ängstlichem oder freudigem Unterton.

Die Königsdisziplin in diesem Bereich ist das Lesen vor Publikum in einem großen Raum mit Nebengeräuschen.

Der Vortragende stellt sich vor, anschließend sein Buch mit Autor und Titel, möglichst ergänzend einige Worte zum Inhalt – dies alles in gerader Körperhaltung und freundlichem Gesicht, unaufgeregt, unverkrampft, selbstbewusst. Alle Kursteilnehmer lernen bereits am Anfang, dass es außerordentlich wichtig ist, Blickkontakt zu den Zuhörern herzustellen, um sie aktiv mit in das Geschehen der Geschichte einzubeziehen. Und schließlich geht es auch darum, den Spaß, den man selbst beim Lesen des Buches hat, dem Publikum zu vermitteln.

Leider ist der laufende LeseRitterkurs am kommenden Montag schon zu Ende, dann freuen sich die Kinder auf den ‚Ritterschlag‘, den sie in Kürze im Rahmen eines Festaktes im Rathaus erhalten werden. Anschließend können sie dann individuell oder mit einer Gruppe der GBS in sozialen Einrichtungen lesen und bekommen dafür pro ‚Einsatz‘ einen Büchergutschein von 5 Euro, den die Wiesbaden-Stiftung zur Verfügung stellt.

Es wäre schön, wenn uns die Wiesbaden-Stiftung im nächsten Halbjahr einen weiteren Kurs sponsern würde, damit diese wunderbare Form der Leseförderung weitergehen könnte.

Die LeseRitter aus dem letzten Schuljahr lesen aktuell bis Weihnachten mittwochs um 16.00 Uhr in der Seniorenresidenz Kursana und auch für Januar und Februar sind bereits Termine ausgemacht.

Teilnehmer des aktuellen LeseRitterkurses sind: Romina Müller, Marc Tuschak (beide 6s), Florentine Felke, Linda Heidner, Louisa Daum (alle 6a), Deren Göral, Ronja Kröger (beide 6d), Albiona Rizanaj und Yana Vilgelmi (beide 5c).

Gudrun Zitzke-Klöckner

Projektfahrt Rom

Rom 2012: Rom über den Film entdecken

 „Rom über den Film entdecken“ war unser ambitioniertes Vorhaben – und um es vorwegzunehmen, wohl ein wenig zu ambitioniert für nur sechs Tage in der „Ewigen Stadt“. Denn obwohl im Vorfeld zwei Samstage in Studientage investiert wurden, an denen Grundlagen der Geschichte des italienischen Films erarbeitet und in Rom gedrehte Filme anhand von Ausschnitten besprochen wurden, reichte die Zeit vor Ort gerade mal, um die wesentlichsten Orte zu sehen – mindestens genauso viel bliebe noch nachzuholen!

Nichtsdestotrotz, das sei vorab gesagt, lautet unser Fazit: Die wundgelaufenen Füße und das angesammelte Schlafdefizit waren nicht umsonst! Es hat sich gelohnt!

                                        Blick auf Tiber und Petersdom

 

Blick von der Kuppel des PetersdomsBlick von der Kuppel des Petersdoms

Sowohl die „Erstfahrer“, die noch nie in Rom waren, kamen auf ihre Kosten (Basisprogramm Centro

Storico mit den unvermeidlichen K’s: Kunst und Kirchen), als auch die „Wiederholungstäter“, die schon beim Austausch oder der letzten Projektwoche dabei waren: Stadtviertel wie die Garbatella, ursprünglich als „Gartenstadt“ für Arbeiter im Süden Roms in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut und heute sehr begehrt (die erste Episode von Nanni Morettis „Caro Diario“ spielt dort), oder das für die Weltausstellung 1936 unter Mussolini aus dem Boden gestampfte Viertel EUR (u.a. Schauplatz in Fellinis „La Dolce Vita“) gehören nicht zu den gängigen Zielen.


Rom – Stadtteil Garbatella

Zwei weitere Orte gehören ebenfalls nicht zum üblichen Programm des Bildungsreisenden. Der Thematik von Roberto Rosselinis 1945 gedrehtem Film „Roma Città Aperta“ folgend besuchten wir das Museo Storico della Liberazione in der via Tasso, während der deutschen Besatzung Roms Sitz der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes, wo zahlreiche Gefangene gefangen und gefoltert wurden und dessen Räumlichkeiten Rossellini in seinem Film nachempfunden hat. Trotz der unzureichenden Präsentation – das Museum erhält keinerlei finanzielle staatliche Unterstützung und trägt sich mit Mühe über Spenden! – sprechen die Örtlichkeiten für sich: Besonders die Isolationszellen mit den eingeritzten Botschaften der oft zum Tode verurteilten Gefangenen hinterlassen große Beklommenheit.

Als noch beklemmender empfanden wir den Besuch des Mahnmals an den „Fosse Ardeatine“, eines Höhlenkomplexes im Süden Roms, wo am 24. März 1944 als Vergeltungsmaßnahme für einen Partisanenanschlag auf ein SS-Bataillon 335 Menschen ermordet wurden. Das Ausmaß der Bestialität – in den engen Höhlen konnten nacheinander jeweils nur fünf Menschen erschossen werden, die im Akkord durchgeführten Erschießungen dauerten vier Stunden – wird erst richtig deutlich, wenn man sich an Ort und Stelle befindet. Eigentlich ein Muss, zumindest für deutsche Romreisende, und vielleicht ein Ziel für eine zukünftige Gedenkstättenfahrt?

Und sonst? Beliebteste Einkaufsmeilen: Via del Corso und Via Cola di Rienzo; meistbesuchter Klamottenladen: Brandy’s & Melville; meist konsumierte Grundnahrungsmittel: Pizza a taglio und Eis; beliebtester Stadtteil: eindeutig Trastevere! Und zwar nicht wegen seiner Kirchen …

Klettern in der Nordwand

Kletterprojekt

Unter der Leitung von Frau Rosenbaum, Herrn Schäfer und Herrn Chaberny, der kurzfristig für Frau Baranowsky aushelfen konnte, durften 32 Schüler der Klassen 7-9 ihre Grenzen in der Wiesbadener Kletterhalle Nordwand austesten. Weitere 15 Schüler der Klassen 5-6 wurden von Frau Neder unterrichtet.

In der Nordwand konnten die Schüler nicht nur die Klettertechnik des „Toprope“ erlernen und in eine schwindelerregende Höhe bis unter das Hallendach klettern, sondern auch ihre Klettertechnik im Boulderbereich verbessern. Im „Adventure Park“ standen dazu noch ein Hochseilgarten, der „Pamper Pole“ und die Riesenschaukel zur Verfügung, die durch die Schüler per Hand 12m hochgezogen wird. („Man setzt sich in einen Paragliding-Gurt und wird festgeschnallt. Wenn man oben angekommen ist, wird unten an der Reißleine gezogen und oben klinkt der Karabiner aus. Dann hat man den Genuss des freien Falls. Ich schwöre das ist ein nices Feeling, was ihr noch nicht erlebt habt.“  Robin, Freddi, Niklas, Anton, Vincent und Julian)

In einem weiteren Hallenbereich konnten sich die Schüler im Bogenschießen versuchen.

Hier die von den Schülern verfassten Berichte:

Bouldern

Hochseilgarten

Pamper Pole

Bogenschießen

Riesenschaukel1

Riesenschaukel2

Sicherheit Klettern