20 Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach dem Higgs-Teilchen

Was hält die Welt im Innersten zusammen? Diese Frage leitet das Forschungsinteresse der Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC, die am MINT-EC-Camp Teilchenphysik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vom 25.09 – 28.09.2016 teilnahmen. Organisiert wurde die viertägige Veranstaltung von der Gutenbergschule und der Leibnizschule, die seit 2005 und 2012 MINT-EC-Schulen sind.

Um die Frage zu beantworten, begaben sich die Jugendlichen auf Entdeckungstour nach den kleinsten bekannten Teilchen. Zur Einführung hören sie eine Vorlesung zur Teilchen- und Beschleunigungsphysik an der Johann Gutenberg-Universität Mainz. Mit dem nötigen theoretischen Rüstzeug besichtigten sie anschließend den Mainzer Teilchenbeschleuniger MaMi im Institut für Kernphysik der Universität. Dort arbeiteten die Nachwuchsphysiker, im Rahmen der Masterclass Teilchenphysik, mit Originaldaten des weltweit größten Teilchenbeschleunigers, dem Large Hadron Collider LHC des CERN in Genf.

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

Im Schülerlabor NaT-Lab der Mainzer Universität bauten die MINT-EC-Schülerinnen und -Schüler eine Paulfalle, die elektrisch geladene Teilchen mittels eines elektrischen Wechselfeldes speichert. Außerdem experimentierten sie mit einem Modell eines Linearbeschleunigers.

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

Tiefer in die Thematik eintauchen konnten die Teilnehmenden in einer Gesprächsrunde mit Studierenden sowie Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die am CERN arbeiten. Gleichzeitig bekamen sie Informationen über die vielfältigen Studien- und Berufsmöglichkeiten in dem Forschungsfeld Teilchenphysik.

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

Auch das Abendprogramm des MINT-EC-Camps richtete sich einfallsreich am Thema aus: Am Montagabend schauten die Schülerinnen und Schüler im Schulkino der Leibnizschule den Film „Illuminati“. Dienstagabend hörten sie dazu passend einen Vortrag von Dr. Sascha Vogel vom Frankfurt Institute for Advanced Studies zur „Physik in Hollywood“ in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula der Gutenbergschule. Eröffnet wurde die Abschlussveranstaltung an der Gutenbergschule durch eine spektakuläre Präsentation der Judoka Fabian und Partick Görner, für die musikalische Unterstützung sorgte Manuel Pschorn mit seiner Interpretation von „Zurück in die Zukunft“ am Klavier.

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

Organisiert und begleitet wurde das MINT-EC-Camp von Daniel Herber (Leibnizschule) und Andreas Meier (Gutenbergschule).

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

©MINT-EC
©MINT-EC

Martin Michaelis zählt zu Deutschlands besten Nachwuchsinformatikern 2016

Wer gehört zu Deutschlands besten Nachwuchsinformatikern? Nach intensiven Finaltagen und zwei komplexen Aufgaben setzten sich sechs der insgesamt 28 Finalisten des 34. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf) gegen ihre Konkurrenten durch. Austragungsort der diesjährigen Endrunde war das Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Bundessieger wurden am 23.09.2016 in einer Feierstunde im Zeiss-Planetarium Jena ausgezeichnet.

© FSU Jena/Anne Günther
© FSU Jena/Anne Günther

Für die Endrundenbesten war es ein großer Tag nach rund einem Jahr. Zwölf Monate, in denen sie sich gegen außergewöhnlich viele Teilnehmende durchgesetzt hatten. Mehr als 1300 Schülerinnen und Schüler waren beim Start des 34. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf) dabei, deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Nach zwei Wettbewerbsrunden qualifizierten sich 28 von ihnen für die Endrunde, darunter auch das gesamte deutsche Team der diesjährigen Internationalen Informatikolympiade (IOI). Ausrichter der Finalrunde war das Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) gemeinsam mit dem Carl-Zeiss-Gymnasium Jena.

Am Ende setzten sich sechs Nachwuchstalente als Bundessieger an die Spitze: Maximilian Azendorf (Gera), Nicolas Faroß (Vinningen), Nico Gründel (Mössingen), Michael Jungmair (Ainhofen), Lukas Michel (Mörlenbach) und Maximilian Stiede (Jena). Sie erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro und werden in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Weitere Preisträger sind: Robert Hönig (Prag), Martin Michaelis (Wiesbaden), Niels Mündler (Haar), Nicholas Schwab (Lohr am Main), Jasper Slusallek (Kaiserslautern) und Viktor Yuschuk (Wertheim). Sie erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Wegen seiner herausragenden Gesamtleistung wurde Nico Gründel mit dem renommierten Ingo-Wegener-Preis ausgezeichnet.

© FSU Jena/Anne Günther
© FSU Jena/Anne Günther
© FSU Jena/Anne Günther
© FSU Jena/Anne Günther

Hoher Wissensstand der Junginformatiker
An den vorangehenden zwei Finaltagen hatten die Junginformatiker ihren hohen Wissensstand und ihre Problemlösungs-Kompetenz bewiesen. Jeder Teilnehmer führte einzeln Prüfungsgespräche mit Mitgliedern einer Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft. Im Team setzten sich die Finalisten außerdem mit zwei komplexen Informatik-Anforderungen auseinander. Eine Aufgabe beschäftigte sich mit der Frage nach der Sicherheit drahtloser Autoschlüssel, die andere mit dem Aufbau von Arten-Stammbäumen in der Biologie. „Um sich in der Endrunde durchzusetzen, benötigen die Teilnehmenden typische Informatik-Kompetenzen“, so BwInf-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Pohl. „Dazu zählt neben Theorie- und Praxiswissen der Informatik insbesondere die Fähigkeit zur Teamarbeit.“

Lösungen mit viel Phantasie und Kreativität
Die Leistungen der jungen Leute überzeugten Jury und Gastgeber. „Die Schüler haben hier gezeigt, dass sie sich das Wissen des ersten Studienjahres Informatik quasi selbst angeeignet haben“, sagt Jury-Mitglied Prof. Dr. Tobias Friedrich, der jüngst aus Jena nach Potsdam wechselte. Und auch Juror Prof. Dr. Martin Bücker von der Friedrich-Schiller-Universität Jena lobt die Teilnehmer: „Die Schüler haben die gestellten Aufgaben in Gruppenarbeiten mit viel Phantasie und Kreativität gelöst.“ Für den Juryvorsitzenden Prof. Dr. Till Tantau von der Universität zu Lübeck war der diesjährige Wettbewerb „wie ein Heimkommen nach Jena. Denn vor 24 Jahren fand die Endrunde schon einmal in Jena statt und ich war damals selbst Teilnehmer und einer der Bundessieger“ – ein Lebenslauf, der den Teilnehmern zeigt, welche Chancen ihnen offenstehen, wenn sie dem Fach Informatik verbunden bleiben.

Herzlichen Glückwunsch an Martin Michaelis für die tolle Leistung. Vielen Dank auch an Herrn Geyer, der Martin im Fach Informatik unterrichtet und bei der Finalrunde in Jena begleitet hat.

EUSPEC – Leightweight Design Award für den Physik-LK

cimg7579Zum Abschluss der 3. EUSPEC (siehe vorangegangenen Bericht) in München am 15.09.2016 wurde allen Teilnehmern noch einmal viel geboten. Dem interessanten Vortrag von Dr. Martin Lades vom Internationalen Space Elevator Consortium (ISEC) folgte die Siegerehrung im Entrepreneurship Center der Technischen Universität München (TUM) in Garching.

Zum Gesamtsieg im Beginners‘ Level hat es für Meier’s Eleven knapp nicht gereicht (2. Platz), dafür gab es für den leichtesten Climber im Feld den „Leightweight Design Award“.

cimg7604 cimg7595 cimg7613

Die wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt (WARR) der TUM hat anschließend für alle Teilnehmer eine Führung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach Oberpfaffenhofen organisiert. Nach einer 1 1/2-stündigen Stadtdurchquerung Münchens durften wir das Institut für Robotik sowie das Raumfahrt-Kontrollzentrum besuchen. Besonders beeindruckend waren dabei die praktische Demostration eines Prototypen des geplanten Mars-Roboters sowie der Blick ins Kontrollzentrum und die Live-Bilder des Columbus-Moduls der ISS.

cimg7618 cimg7622

Vor der Rückreise nach Wiesbaden hatte der Physik-LK dann doch noch die Möglichkeit, etwas von München zu sehen – jedoch nur 1 1/2 Stunden.

Damit enden 3 intensive Tage im Zeichen der Naturwissenschaften, die den Schülerinnen und Schülern des Physik-LK wesentliche Perspektiven für ein mögliches Studium aufzeigen konnten. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der WARR für die Organisation des Wettbewerbs, speziell möchten wir der ehemaligen Gutenbergschülerin Juliana Söhnlein danken, die sich um die Betreuung der Schülergruppen gekümmert hat.

cimg7623

Leichtathletik Kadernominierung an der Gutenbergschule

kader
Die diesjährige Kadernominierung des Hessischen Leichtathletikverbandes fand unter Anwesenheit prominenter Sportlerinnen und Sportler an der Gutenbergschule statt. Damit wurde die Rolle der Gutenbergschule als Schulsportzentrum und Partnerschule des Leistungssports noch einmal gewürdigt. Bereits seit einem Jahr ist Anissa Tammaoui im Hessenkader, jetzt sind Melanie Epp, Kevin Klemmer und Felix Welteke von hessischen Spitzenathleten im Team begrüßt worden. Ein großer Erfolg auch für das Talentförderangebot unter Leitung des Lehrertrainers Diedrich Meyn.

Read More

Geschichtsgrundkurse besuchten Euthanasie-Gedenkstätte in Hadamar

 

Die Gedenkstätte Hadamar
Die Gedenkstätte Hadamar

Am 06.09.2016 fuhren die Geschichtskurse der Q3 von Frau Kugler, Herrn Pielert und Frau Thorn zur Gedenkstätte Hadamar in der Nähe von Limburg. Hierbei handelte es sich um eine von sechs Euthanasie-Anstalten, in denen im Zweiten Weltkrieg behinderte Menschen getötet wurden. Insgesamt starben in Hadamar circa 15.000 Menschen.

Nachdem wir in Hadamar ankamen, wurden die Kurse in zwei Gruppen aufgeteilt. Mit Bildern, Zitaten, Briefen etc. wurden wir über die Euthanasie im Zweiten Weltkrieg und die Rolle der Anstalt Hadamar informiert.

In einer Gruppenarbeit haben wir uns dann mit den Einzelschicksalen der Opfer näher beschäftigt.

Anschließend wurden wir in die Garage geführt, in der die Busse mit den behinderten Menschen damals ankamen und liefen ihren Weg in der Anstalt ab. So kamen wir auch ins Arztzimmer und später dann in den Keller, worin sich Gaskammer und Krematorium befanden. Es war sehr erschreckend zu erfahren, dass 60-80 Menschen auf 12 qm noch am selben Tag ihrer Ankunft getötet und danach verbrannt wurden. Auch wurden wir während der Führung immer wieder mit den Schicksalen einzelner Menschen und dem Verhalten der Täter bekannt gemacht, was das Ganze um einiges besser vorstellbar machte.

Die letzte Station der Exkursion war der Friedhof, der die zweite Phase der Euthanasie kennzeichnet. Dort sind die Menschen begraben, die durch die Gabe von Medikamenten getötet wurden. Aufgrund von Protesten einzelner Bischöfe wurde die Euthanasie 1942 so fortgesetzt, dass die Öffentlichkeit davon weniger mitbekam.

Die Exkursion hat uns alle zum Nachdenken angeregt. Hadamar ist eine beeindruckende Gedenkstätte und ein Ort, der einen plastischen Einblick in ein sehr dunkles Kapitel der deutschen Geschichte vermittelt. Man muss sich immer bewusst sein, wie man Menschen behandeln sollte und wie sie einst behandelt wurden.

 

Von Theresa Geißler, Magdalena von Wedel und Katja Thorn

Bye bye WhatsApp

WhatsApp steht seit seinem Erscheinen aus Datenschutzgründen in der Kritik, insbesondere weil die App ungefragt sämtliche Handykontakte auf Server in den USA herunterlädt und dort permanent synchronisiert. Verkauft wird das den Nutzern als Service, um bequem sehen zu können, welche Kontakte ebenfalls WhatsApp nutzen, seriöse Anbieter holen dazu allerdings die Zustimmung der Nutzer ein und übertragen die Kontaktdaten nur temporär, gehasht (d.h. mit einem geheimen Schlüssel unkenntlich gemacht) und verschlüsselt. Diese Anforderungen erfüllen z.B. die alternativen Messenger Threema, Signal und Wire (siehe Seitenende).

Nachdem WhatsApp dem öffentlichen Druck ab Ende 2014 nachgab und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einführte (anfangs nur zwischen Androidgeräten, seit April 2016 auf allen Geräten. Metadaten – wer kommuniziert mit wem – laufen weiterhin unverschlüsselt über die Server), beruhigte sich die Kritik ein wenig, aber nach der einschneidenden Änderung der AGB im August 2016 ist WhatsApp für mich endgültig nicht mehr tragbar.

Der Knackpunkt:  Mit der unvermeidlichen Annahme der AGB muss man erklären, dass man autorisiert ist, seine Kontakte regelmäßig an WhatsApp (und damit auch Facebook) weiterzugeben. Das ist nach deutschem Datenschutzrecht unmöglich, es sei denn, man holt die schriftliche Zustimmung aller Kontakte ein. Legal kann WhatsApp in Deutschland nach diesen Änderungen definitiv nicht mehr benutzt werden. Wer den „Freundefinder“ von Facebook genutzt hat, hat damit übrigens auch sämtliche Daten seiner Kontakte, insbesondere Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, ohne deren Zustimmung an Facebook ausgeliefert…

Zum Zweiten werden nun „WhatsApp-Account-Informationen“ an Facebook weitergegeben – welche das genau sind, wird nicht offengelegt, die Handynummer auf jeden Fall, aber WhatsApp sichert sich in seinen AGB auch umfangreiche Rechte an Profilbildern und Statusmeldungen. Besonders unmittelbare Konsequenzen hat diese Neuerung für User, die ihre Handynummer bei Facebook angegeben haben und damit 1-1 identifizierbar sind. Wer allerdings die Facebook-App oder den Facebook Messenger auf Mobilgeräten benutzt, dürfte auch ohne das Hinterlegen der Handynummer bei Facebook längst zugeordnet sein, denn die umfangreichen Berechtigungen dieser Apps (Geräte-ID, Identität, Kontakte, SMS…) lassen vermuten, dass diese Informationen längst ausgelesen sind.
Auch wenn man die geschickt versteckte Widerspruchsoption entdeckt (bei der Annahme der neuen AGB im Kleingedruckten ganz unten oder danach 30 Tage lang unter „Einstellungen – Account“), bewirkt das nur, dass diese Daten aktuell (noch) nicht für Werbezwecke genutzt werden – übertragen werden sie trotzdem an Facebook, in dessen Verwaltungsrat WhatsApp-Gründer Jan Koum seit dem Verkauf von WhatsApp an Facebook (Kaufpreis 19 Mrd. $) im Februar 2014 sitzt. Nach der Übernahme versicherte Koum in zahlreichen Interviews treuherzig, dass WhatsApp selbstverständlich autark bleiben würde und dass keine Nutzerdaten mit Facebook geteilt würden. Aber was schert ihn sein Geschwätz von gestern…

Zum Dritten offenbaren die neuen AGB, mehr schlecht als recht verklausuliert, dass nun Werbung auf WhatsApp eingeführt wird: „Wir möchten Möglichkeiten erkunden, wie du und Firmen über WhatsApp miteinander kommunizieren können […] Nachrichten, die du erhältst, die Marketing enthalten, könnten Angebote zu etwas enthalten, das dich interessiert.“

Von daher kann man nur jedem wärmstens empfehlen, diesem Datenkraken, der sich zynischer Weise in seinen AGB für seine strengen Datenschutzprinzipien („Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen programmiert“) feiert, ebenfalls die rote Karte zu zeigen und auf einen wirklich privaten Messenger zu wechseln.

Nebenbei wurde mit den neuen AGB die bisherige Altersgrenze dem amerikanischen Rechtsstandard angepasst und von 16 auf 13 Jahre heruntergesetzt, verbunden mit dem Hinweis, dass bei unter 13jährigen explizit die Erziehungsberechtigten für die Nutzung des Accounts verantwortlich sind: „Wenn du nicht alt genug bist, um in deinem Land berechtigt zu sein, unseren Bedingungen zuzustimmen, muss dein Elternteil oder Erziehungsberechtigter in deinem Namen unseren Bedingungen zustimmen.“ Letzteres freut zumindest die Schulen, die nun mit dem Hinweis auf diesen Passus diejenigen Eltern von unter 13jährigen in die Pflicht nehmen können, die das Thema Medienerziehung liebend gerne an die Schulen outsourcen möchten.

Alternativen: Wer eine sichere Alternative zu WhatsApp sucht, sollte sich Threema ansehen. Der Hersteller sitzt in der Schweiz, die App lässt sich auch nur mit der Threema-ID ohne Preisgabe persönlicher Daten und des Adressbuchs nutzen. Sie bietet inzwischen denselben Funktionsumfang wie WhatsApp und kostet einmalig 2,99 € (Android und iOS) bzw. 2,99 $ (Windows Phone), die wirklich gut angelegt sind. Der Anbieter vermeldet aktuell deutlich gestiegene Nutzerzahlen und hat auf die neuen WhatsApp-AGB mit einem 50%-Rabatt reagiert, der allerdings am 8.9.16 endet.
Vom Funktionsumfang her nachgezogen hat auch SIMSME, das kostenlos von der Deutschen Post für iOS, Android und Windows Phone zur Verfügung gestellt wird.
Auch die kostenlosen Open Source Messenger „Signal“ (Favorit von Whistleblower Edward Snowden) von Open Whisper Systems und „Wire“  sind echte Empfehlungen.
Alle genannten Messenger setzen bei Android-Handys allerdings mindestens Android 4.x voraus, was auch Sinn macht, da ältere Androidversionen wegen massiver Sicherheitslücken nicht mehr zu empfehlen sind. Da WhatsApp Ende 2016 ältere Android- und WindowsPhone-Betriebssysteme sowie Blackberry Handys nicht mehr unterstützen wird, ist aber auch das kein Argument, an WhatsApp festzuhalten.
Telegram“ ist nicht zu empfehlen, da es die Kontakte ungefragt und unverschlüsselt überträgt und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur in „geheimen“ Chats bietet.
Eine Übersicht mobiler Messenger und ihrer Funktionen findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_mobilen_Instant-Messengern
In jedem Fall muss man dann allerdings auch seine Kontakte zum Umstieg bewegen und dafür hartnäckige Überzeugungsarbeit gegen die blauäugige „ich hab doch nichts zu verbergen“-Fraktion leisten…

Ich habe allen meinen Kontakten mitgeteilt, dass ich WhatsApp nicht mehr nutze und, oh Wunder, die Anzahl der Kontakte auf Threema, Signal und Wire hat bereits erheblich zugenommen!

Es gibt ein Leben nach WhatsApp! 😉

Wichtig: WhatsApp unbedingt in der App unter „Einstellungen – Account löschen“ entfernen, sonst bleiben Backups auf WhatsApp-Servern und können evtl. wiederhergestellt werden, wenn man irgendwann seine Handynummer wechselt und jemand, der die alte Nummer bekommt, WhatsApp installiert!

Günter Steppich

=> weitere Informationen: Was man über WhatsApp wissen sollte

Blauhelmeinsatz in Garching – Der Physik-LK bei der 3. EUSPEC an der TU München

cimg7509(München 13.09. – 15.09.2016) Sonnenschein und fast 30° C – ideale Wettbewerbsbedingungen bei der diesjährigen European Space Elevator Challenge an der TU München. Wettbewerbsaufgabe war es, einen Aufzug-Roboter zu konstruieren, der an einem 20 Meter langen Seil oder Band autonom nach oben fährt das markierte Ende der Fahrtstrecke erkennt und anschließend wieder zurückfährt.

cimg7499 cimg7503

cimg7500Der Physik LK trat als Meier’s Eleven mit seinem Modell GBSpace Elev(en)ator – NXT Generation im Beginners Level an. Das vollständig mit LEGO mindstorms konstruierte Roboter-Leichtgewicht (800 Gramm) hat zuvor bereits zahlreiche Fahrten an der Schule über etwas kürzere Strecken erfolgreich absolviert. Entsprechend gespannt war das Team beim ersten Wettbewerbslauf am Dienstag Nachmittag. Etwas langsam aber sicher erreichte er das Seilende, scheinbar gefiel ihm die Aussicht so gut, dass er die Rückfahrt prompt verweigerte. Dieses Problem ließ sich bis zur ersten Wettbewerbsrunde leider nicht beheben. Meier’s Eleven verschoben ihren 2. Wettbewerbslauf daher regelkonform auf den folgenden Tag.

cimg7516Mit kurzfristig organisierten Zusatzmaterialien wurde der Climber dann nachts im Hostel völlig überarbeitet und an einer 1 Meter „langen“ Teststrecke am Etagenbett getestet. Die verbesserte Version wurde so modifiziert, dass sie nun sowohl am Seil als auch Band fahren kann. 3 erfolgreiche Fahrten am Seil und eine am Band gingen so am Mittwoch in die Wertung ein. Zum Abschluss versuchten sich Meier’s Eleven dann natürlich beim „freien Fahren“ am 100 m-Seil, der Distanz der sich die fortgeschrittenen Teams der teilnehmenden Universitäten aus München und Japan bei ihren Wettbewerbsfahrten stellen mussten. Der GBSpace Elev(en)ator kämpfte sich langsam in den blauen Himmel von München und erreichte schließlich eine Höhe von 85 m.

cimg7531 cimg7529 cimg7550 cimg7554

Der Wettbewerb wurde durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm der beteiligten Studenten ergänzt. Hierzu zählten Führungen durch die Werkstätten der Luft- und Raumfahrttechniker und durch den Makerspace der TUM in Garching.

cimg7567 cimg7574

Am heutigen Abschlusstag (Bericht folgt) endet die 3. EUSPEC für Meier’s Eleven mit der Siegerehrung und einer Führung durch das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum GSOC in Oberpfaffenhofen, bevor es dann am Abend wieder Richtung Wiesbaden geht. Damit enden 3 aufregende, arbeitsintensive und sehr eindrückliche Tage für den Physik LK an der TU München.

Links zur Veranstaltung und zu Medienberichte:

Internetseite der 3. EUSPEC

TV-Beitrag des BR

TV-Beitrag bei SAT1

Fotos bei BR WISSEN

Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Artikel in der Sächsischen Zeitung

Artikel im Handelsblatt

Informationsveranstaltung Sprachreise Poole Juni 2017

Auch in diesem Schuljahr bietet die Gutenbergschule wieder eine Sprachreise nach Poole (Dorset) an und zwar voraussichtlich vom 15. – 25. Juni 2017.  Die Organisation erfolgt durch die Eagle International School (http://www.eagleschool.co.uk/), die Schülergruppen ein kombiniertes Sprach- und Kulturprogramm ermöglicht. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 und der E-Phase.

Die Fahrt wird von zwei Lehrkräften der GBS begleitet. Die Unterbringung erfolgt im allgemeinen partnerweise in ausgesuchten und ‚Schüler-erfahrenen’ Gastfamilien, so dass reichlich Gelegenheit zum Englischsprechen und zum Kennenlernen der englischen Lebensweise und Mentalität besteht. Das 10-tägige Programm (10 Nächte) beinhaltet 21 Stunden Unterricht mit Muttersprachlern. Das Ausflugsprogramm umfasst 3 Ganz- und 5 Halbtagesausflüge.

Für interessierte Schüler und Eltern findet am Montag, den 10. Oktober 2016 um 17.30 Uhr in der Aula der GBS eine Informationsveranstaltung statt. Mrs Rees, die Schulleiterin der Eagle School, wird Ihre Schule vorstellen und Ihre/Eure Fragen beantworten.