Schulwettbewerb Jugend Debattiert 2019

„Debattiert“ wird an Schulen ja gerne mal, gerade in diesen Tagen, wenn es um die Bewertung im Halbjahreszeugnis geht. Am Nachmittag des 31. Januar ging es um Debatten ohne Anführungszeichen, und die Bewertung von Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft: An der Gutenbergschule fand der Jährliche Schulwettbewerb im Rahmen von Jugend Debattiert statt, und 16 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 und drei Schülerinnen und Schüler der Sekunarstufe 2 lieferten sich Debatten zu folgenden Streitfragen:

Sekundarstufe 1:

  1. Soll privates Silvester-Feuerwerk verboten werden?
  2. Soll bundesweit für alle Hundehalter ein „Hundeführerschein“ vorgeschrieben werden?

Sekundarstufe 2:

  1. Soll das Einstellungsalter bei der Bundeswehr auf 18 Jahre heraufgesetzt werden?
  2. Soll in der Europäischen Union die Zeitumstellung beendet werden?

Die Gutenberschule ist seit vielen Jahren Projektschule im Verbund Wiesbaden / Rheingau-Taunus-Kreis. Einmal im Jahr wird um schulische, politische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Themen gerungen. Zu gewinnen gibt es dabei keine Sachpreise, stattdessen gewinnen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem: Kompetenz sich verbal auszudrücken und den eigenen Standpunkt gut zu vertreten.

Die beiden Gewinner*innen des Schulwettbewerbs treten gegen die Gewinner*innen aller Schulen des Schulverbunds Wiesbaden an. Dem Regionalwettbewerb folgt der Landesentscheid. Am Ende steht das Bundesfinale in Berlin.

Jugend debattiert-Wettbewerbe finden immer als Pro/Kontradebatte mit normalerweise je zwei Teilnehmern pro Seite unmoderiert statt. Nach einem vorgegebenen Ablauf aus Eröffnungsreden, freier Aussprache und Schlussstatements berät die meist dreiköpfige Jury.

Die Gewinner des Schulwettbewerbs Jugend Debattiert 2018 der Gutenbergschule sind:

Sekundarstufe 1:

Platz 1 Zoe Erdmann, 9a
Platz 2 Maja Schwerdle, 8b
 Platz 3 Emma Fuhr, 9a
 Platz 4 Florian Golumbeck, 8b

Sekundarstufe 2:

Platz 1 Felix Welteke, Q1/2
Platz 2 Paul Fuhr, Q1/2
 Platz 3 Christina Matthias, Q1/2
 Platz 4

Der Regionalwettbewerb findet in diesem Jahr an der Diltheyschule statt am 21. Februar. Alle Interessierten sind als Publikum herzlich willkommen.

Die beteiligten Lehrkräfte in diesem Schuljahr waren bzw. sind: Frau Gerrmann (Koordinatorin), Herr Elster (Turniersetzung); Herr Bockholt, Frau Eigenbrod, Herr Haberkorn, Frau Höfle, Frau Scherf, Frau Thorn, Herr Wachs und natürlich Herr Dr. Buchwaldt als Regionalkoordinator Wiesbaden / Rheingau-Taunus-Kreis.

Ausstellung „Wildnis“ in der Schirn – Deutsch LK im Großstadtdschungel

„Natur als Imagination und Wirklichkeit“ schreibt das Kerncurriculum Deutsch Oberstufe als eines der relevanten Themenfelder vor. In der Umsetzung scheint dies auf den ersten Blick auf Naturlyrik hinauszulaufen, was einige Mitglieder des Deutsch LK Q1 bereits befürchteten und mit überschaubarer Begeisterung einer erneuten Beschäftigung mit Eichendorff und Co entgegensahen.
Glücklicherweise läuft in der Schirn Kunsthalle Frankfurt noch bis Anfang Februar die Ausstellung „Wildnis“, welche uns eine gemeinsame Exkursion und vor Ort eine lebendige Auseinandersetzung mit der hochaktuellen Thematik und insbesondere den Aspekten des Wilden und Ungezähmten, ermöglichte.
Die Ausstellung, in deren Rahmen an zahlreichen teils sehr bekannten Exponaten aus der bildenden Kunst die Suche nach den letz­ten „weißen Flecken“ auf der Weltkarte, verschiedene Visionen und Versionen von Wildnis und das Verhältnis von Mensch und Tier thematisiert wurden, hinterließ beim gesamten Kurs einen bleibenden Eindruck.

Impressionen von SchülerInnen:

„Die Ausstellung hat mir gut gefallen, da sie Gedanken aufwirft und Aspekte thematisiert, die uns in unserem Alltag in dieser Form nur selten begegnen. Als besonders interessant habe ich die Erweiterung des Wildnisbegriffs und dessen heutiger Bedeutung empfunden.“

„Die Ausstellung war sehr interessant, da man viel über die verschiedenen Interpretationsarten von Wildnis gelernt hat.“

„Die gezeigten Kunstwerke waren sehr inspirierend und die in der Führung dargelegten Deutungsweisen spannend. Man hat einen guten Überblick über die verschiedenen Facetten des Themas ‚Wildnis‘ bekommen.“

Andreas Bockholt

 

   

 

 

„Liebe – oder was?“ Sabine Rahn liest an der GBS

Zum bundesweiten Vorlesetag am Freitag, den 16.11.2018 war dieses Jahr Sabine Rahn bei uns an der GBS zu Besuch. Sie kam mit viel Schwung, guter Laune und einem Koffer voller Bücher, um den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 5 in der Aula Spannendes aus verschiedenen ihrer Bücher vorzulesen. Dazu zeigte sie mit Hilfe einer Video-Präsentation die einzelnen Schritte auf, wie ein Buch entsteht, – von der Idee bis zum Verkauf im Buchladen.

Die Klasse 5c von Mira Scholl hat zu dieser Lesung einige Eindrücke aufgeschrieben:

„Sabine Rahn war eine sehr faszinierende Persönlichkeit. Am Anfang durften wir ihr sehr viele Fragen stellen. Auf die Frage: „Wie kommt man dazu, ein Buch zu schreiben?“ wusste sie selber keine Antwort. Sie hat uns aber die Schritte bis zum Druck alle ausführlich erklärt und gezeigt. Auch ihr Lieblingsbuch hat sie uns gezeigt, das sie zusammen mit einer Freundin geschrieben hat. Es heißt „Caroline – total feerückt“ und sieht lustig aus.

Ich fand die Lesung sehr gut, weil die Bücher sehr spannend waren und uns Sabine Rahn viele Fragen beantwortet hat. Außerdem war sie sehr nett.“  Josi

„Mir hat die Lesung gut gefallen, weil Frau Rahn uns sehr schön ihren Beruf erklärt hat. Vor allem fand ich interessant, wie lang es dauert, bis ein Buch auf den Markt kommt. Mir hat auch gefallen, dass ihr Buch „Liebe – oder was?“, aus dem sie vorgelesen hat, von einer Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen handelt. Zum Schluss hat sie uns noch viele ihrer Bücher gezeigt, wovon ich mir vielleicht eines zum Lesen besorge.“  Kjell

„Ich fand interessant, dass die Autorin ihren Beruf vorgestellt und gezeigt hat, was man so als Autor macht. Gut war auch die Lesung aus ihrem Buch. Nur schade, dass sie nicht zu Ende gelesen hat. Spannend war, als sie auf einmal zusammengezuckt ist und geschrien hat. Das war ganz schön erschreckend, weil wir damit nicht gerechnet hatten. Lustig war, als der Junge in der letzten Reihe gefragt hat, wieso die Autorin Kinderbücher schreibt, ob das nicht zu kindisch ist für eine Erwachsene.“  Moritz

„Die Teile aus ihren Büchern fand ich gut verfasst und außerdem hat sie gut vorgelesen. Am Ende der Lesung hat sie ein paar Freundinnen und mir viele Fragen zu ihren Büchern beantwortet und wir durften uns alles ansehen. Ich fand die Lesung sehr gut.“  Paula

 

Peter Kapp liest in der GBS

In der Bücherei der Gutenbergschule haben sich die Klassen 8d und 9a zusammen mit Herrn Wachs und Herrn Natus versammelt und lauschen aufmerksam den Gedichten von Peter Kapp. Der Frankfurter Autor liest Lyrik aus seinem Buch „Nach dem Börsengang“ und verlangt den SchülerInnen, die am 11.6.2018 in der Bücherei der GBS versammelt sind,  damit einiges ab.

„Gedichte und Erzählungen, die man nicht gleich versteht, regen zum Nachdenken an“, so erläutert Peter Kapp, als er im anschließenden Gespräch auf die Fragen aus dem Publikum antwortet. Ob er auch selbst erfahrene Geschichten in seinen Texten wiedergebe, fragt eine Schülerin.  „Natürlich“, antwortet ihr Peter Kapp, „autobiographische Elemente spielen bei meinem Schreiben immer eine Rolle, sind aber nicht klar aus den Texten zu isolieren. In der Literatur kann ich aus meinem Leben heraustreten, Wahrnehmungen und Erlebnisse verarbeiten.“ Trotzdem besteht er darauf, dass die Figuren alle eigenständig seien, sie seien eindeutig Kunstfiguren.

Anschließend liest der Autor den SchülerInnen aus seinem Prosa-Band „Kummersdorf“ vor: eine Geschichte über eine LKW-Panne in der Wüste, die Ladung mit Eiswürfeln schmilzt  und der Held geht fantasierend zu Fuß weiter. Das ist gut verständlich, aber skurril und bietet – wie sich im anschließenden Gespräch zeigt – viel mehr Gesprächsstoff als zunächst erwartet.

Die SchülerInnen fragen ebenso nach den privaten Vorlieben und der Arbeitsweise von Peter Kapp. Er spricht über die vielen Verarbeitungsschritte, die er braucht, bis seine Bücher erscheinen können: vom meist morgendlichen Schreiben über das Bearbeiten der Texte, das Vorlesen vor Freunden und als vorletzter Schritt die Rückmeldung des Lektors, ehe der Text erneut von Autor bearbeitet und dann endlich gedruckt wird.

Zum Schluss trägt Peter Kapp vier Flüchtlingsgedichte vor. Dabei hat er aus seiner Arbeit als Leiter einer Wohngruppe mit jungen Migranten einzelne Jugendliche vor Augen, denen er das jeweilige Gedicht widmet. Beeindruckend!

 

Gelesen hat er aus folgenden Büchern und einigen Manuskripten:

Peter Kapp. Nach dem Börsengang. Edition Thaleia, 2014

Peter Kapp. Kummersdorf. Erzählungen. Edition Thaleia 2011

Klasse 6b gibt Lesetipps

Im Rahmen ihrer Buchvorstellungen im Fach Deutsch hat sich die Klasse 6b mit einer Vielzahl an Kinder- und Jugendbüchern auseinandergesetzt und dazu kreative und informative Plakate gestaltet. Die große Vielfalt der vorgestellten Bücher reichte von Klassikern wie „Wolfsblut“ und „Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ über Bestseller wie „Harry Potter und der Stein der Weisen“ bis zu aktuellen Fantasy-Reihen wie „Animox“ und „Woodwalkers“. Viele der vorgestellten und von der 6b wärmstens empfohlenen Bücher wurden in der Schülerbücherei ausgeliehen und sind dort für interessierte Schülerinnen und Schüler zur Ausleihe erhältlich.

Andreas Bockholt

Die Klasse 6b mit ihren Plakaten

Ausflug der 8a zu den Bad Vilbeler Burgfestspielen

Am 7. Mai besuchte die Klasse 8a die Burgfestspiele, um sich eine Inszenierung des zuvor im Unterricht gelesenen „Tagebuchs der Anne Frank“ anzuschauen. Die Bühnenfassung stammt von Ulrich Cyran. Anne Frank wurde von Marlene-Sophie Haagen gespielt und die musikalische Begleitung übernahm Vassily Dück.

Besonders beeindruckend war, wie in dem Ein-Personen-Stück die Verkörperung der einerseits stillen und nachdenklichen und andererseits lebhaften und fröhlichen Anne gelang. Auch alle anderen Bewohner des Hinterhauses wurden von Marlene-Sophie Haagen dargestellt. Die Atmosphäre ihres Versteckes auf dem Dachboden eines Amsterdamer Hauses kam in der an einen Keller erinnernden Bühnendekoration zum Ausdruck. Annes Stimmung wurde in den Liedern, die die Handlung immer wieder unterbrachen, gespiegelt. Eingespielte Radioansagen handelten von den vielen Gesetzen, die das Leben der jüdischen Bevölkerung immer mehr einschränkten. Sehr deutlich wurde so, wie ein talentiertes und eigentlich lebenslustiges junges Mädchen durch die Verfolgung um seine Zukunft gebracht wurde.

Foto und  Zeichnung von Layma, Klasse 8a

Burg Bad Vilbel

Die Theater AG spielte am 19.4.2018 „Maria Stuart“

„Bei ihrer Aufführung von Schillers „Maria Stuart“ überzeugte die Theater-AG der Oberstufe mit einer erstaunlich professionellen Inszenierung unter Leitung von Frau Settelmeier. Trotz der wegen der geringen Anzahl an Schauspielern erzwungenen Doppelbesetzung einiger Rollen wurde jede einzelne Figur realistisch verkörpert. Das Bühnenbild war schlicht, wodurch der Fokus auf den schauspielerischen Leistungen lag. Und diesbezüglich wurde man nicht enttäuscht.“ Marek Kiedrowic                                                                                                                                                   

 

„Obwohl nur wenige Schüler und Schülerinnen in der Theater-AG aktiv sind, konnte das Stück verständlich und nah am Original umgesetzt werden. Für mich war gerade die abschließende Szene sehr eindrucksvoll, in der Elisabeth, gespielt von Sydney Ligon, ihre moralische Niederlage bewusst wird und sie emotional zusammenbricht.“ Florentine Felke

 

„Wiederkehrende emotionale Ausbrüche der Darsteller befeuerten die zunehmende Spannung über das ganze Stück hinweg. Leider litt das Verständnis des Textes teilweise unter diesen dramatischen Ausgestaltungen. Nicht jedoch bei Jens Weber, der Baron von Burleigh spielte. Mit seiner ruhigen Art des Sprechens und seiner gelungenen Gestik und Mimik hat er seine Figur am stärksten neu interpretiert.“ Johannes A. Reichenek

 

„Durch den Wechsel der Kostüme konnte das Publikum die verschiedenen Rollen gut auseinanderhalten. Die schauspielerische Leistung der Schüler war beeindruckend. Man hat gemerkt, dass sich die Gruppe intensiv mit dem Stück beschäftigt hat und ein tolles Projekt auf die Beine gestellt hat.“ Leonie Rößler

Wettbewerb des Landtags und der HLZ: 7 Schüler/innen aus der 8a erhalten einen 2. Preis

Auch in diesem Jahr nahmen wieder Schüler und Schülerinnen der GBS am Wettbewerb der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und des Landtags teil. Sie bearbeiteten Fragen zum Thema Hessen – Das Land und seine Verfassung. In ihren Gruppenarbeiten beschäftigten sich die SchülerInnen unter anderem mit den Aufgaben der Landesregierung, dem kulturellen Angebot der Stadt Frankfurt, den Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt und der Biographie der Gebrüder Grimm. Insgesamt waren 11 Fragen zu beantworten. Nach Recherchen im Rahmen des Deutschunterrichts, einer Einführung in die korrekte Zitierweise und dem Anlegen eines Quellenverzeichnisses entstanden umfangreiche Präsentationen. Zwei von ihnen wurden jeweils mit einem zweiten Preis prämiert. Am 19. April wird dieser 7 SchülerInnen (Carina Teuber, Alina Gille, Kara Streck, Daria Göbel, Johannes Schorling, Adrian Trapp und Niklas Sassin) aus der Klasse 8a vom Präsidenten des Landtags, Norbert Kartmann, überreicht.

Der Schülerwettbewerb findet jedes Jahr statt und widmet sich immer einem anderen interessanten Thema aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Kultur.

Gutenbergschülerinnen glänzen bei „Wiesbaden schreibt“

Auch in diesem Jahr nahm die Gutenbergschule wieder mit einem Team aus SchülerInnen und LehrerInnen an „Wiesbaden schreibt“, dem großen Diktatwettbewerb des Wiesbadener Kuriers teil, der am 22.2. in der Aula der Elly-Heuss-Schule durchgeführt wurde. Lautete der Titel des Wettbewerbsdiktates auch „Der sonntagmorgendliche Zwist“, entwickelte sich daraus für unsere beiden teilnehmenden Schülerinnen hingegen ein donnerstagabendlicher Triumph. Sydney Ligon aus der Q2 holte sich den Sieg mit gerade einmal zehn Fehlern, Amelie Koch, ebenfalls Q2, wurde mit 13 Fehlern Zweite. Beide werden beim überregionalen Wettbewerb in Frankfurt am 12. Juni auf die Gewinner der anderen Diktatwettbewerbe treffen. Wir gratulieren und ziehen den Hut vor dieser tollen Leistung!

Sydney (rechts) und Amelie (links) mit ihren Urkunden.