Große Sprünge beim Regionalwettbewerb Jugend forscht

(Wiesbaden, 24.02.2018) Beim Regionalwettbewerb Hessen-West wurden heute wieder kreative MINT-Schülerinnen und -Schüler bei InfraServ in Wiesbaden ausgezeichnet. 4 Forschungsgruppen der Gutenbergschule folgten dem diesjährigen Wettbewerbsmotto „Spring!“ und konnten mit ihren Projekten erfolgreich in 3 Kategorien bei der Jury landen. Hier die Ergebnisse:

In der Altersklasse „Jugend forscht“ (Betreuer: Dr. Sabrina Alfonso, Andreas Meier)

Biologie: Was ist Chlorophyllfluoreszenz und wie kann man sie nutzen? (Markus Perle, Kevin Klemmer, Leo Schorling – Eb-MINT) – 2. Preis & Sonderpreis Regionalsieg für das beste interdisziplinäres Projekt (Teilnahme am Landeswettbewerb)

Physik: Ein Modell für Gravitationswellen (Leon Regula – Q2) – 3. Preis

In der Altersklasse „Schüler experimentieren“ (Betreuer: Dr. Sabrina Alfonso)

Technik: Der Zeitvertreiber (Ilka Poppl (5b), Alexander Heling (5d) – GTA Programmieren / Coden lernen mit Calliope mini) – 2. Preis

Technik: Müll-Trennungs-Anlage (Janus Kracke – 5b) – Anerkennungspreis & Sonderpreis Umwelttechnik

Eine weitere Auszeichnung gab es für Dr. Sabrina Alfonso, die seit vielen Jahren die JuFo-AG an der Gutenbergschule sehr erfolgreich leitet. In diesem Schuljahr hat sie dieses Angebot um den Kurs „Schüler experimentieren“ im GTA erweitert. Zahlreiche Forschungsprojekte wurden dank ihres Engagements mit Preisen in diversen Regional- und Landeswettbewerben von „Jugend forscht“ ausgezeichnet, sodass sie in diesem Jahr den Sonderpreis für engagierte Talentförderer erhält.

Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern für diese Erfolge.

Christoph Eckrich wurde in diesem Jahr erstmals als Juror im Fachgebiet „Biologie“ in der Altersklasse „Schüler experimentieren“ berufen. Mit 7 Arbeiten musste er direkt die größte Anzahl an Arbeiten in einem Fachgebiet bewerten, was er souverän gemeistert hat. So durfte er auch sofort die Laudatio für die Sieger in diesem Fachgebiet halten (und schreiben). Vielen Dank für dieses Engagement.

Ein abschließender Dank gilt Matthias Gotthardt, der den „Zeitvertreiber“ in seinen Coding-Kurs im GTA betreut zur Teilnahme motiviert hat.

Hier geht’s zu den Artikeln im Kurier und im Tagblatt.

Q3-Kurse der GBS besuchen die Gedenkstätte Hadamar

 

Am Donnerstag, den 28.09.2017 besuchten die beiden Geschichtsgrundkurse von Herrn Pielert und Frau Thorn die NS-Euthansie Gedenkstätte in Hadamar bei Limburg.

Hadamar war im 3. Reich eine von sechs sogenannten Tötungsanstalten, in der von 1941 bis 1945 circa 15.000 Menschen ermordet wurden. Unter den Opfern waren behinderte Menschen, jüdische Kinder und Zwangsarbeiter.

Busgarage der ehemaligen Euthanasie-Anstalt

Folgende Eindrücke haben die Schülerinnen und Schüler über ihren Besuch in Hadamar festgehalten:

„Generell fand ich die ganze Gedenkstätte so beeindruckend wie wenige davor. Denn über den Holocaust weiß mehr oder weniger jeder etwas, aber über Euthanasie-Anstalten ist dann doch nicht so viel bekannt. Besonders erschreckend daran ist, dass so etwas Grausames mitten in der Gesellschaft passieren konnte und die Täter fast ohne Strafe davonkamen. (…)“

Emilia

„Ich war sehr beeindruckt von der Hadamar-Exkursion heute. Zwar wusste ich schon einiges über die Euthanasie aus dem Unterricht, mit eigenen Augen aber die Gedenkstätte sehen zu können, war aber eine besondere Erfahrung. (…)“

Helena

„Die Führung durch die Gedenkstätte Hadamar war sehr interessant und wurde durch die Biografien der Opfer und Täter sehr lebendig. Die Kellerräume waren sehr beklemmend und erschreckend, da man wusste, dass man an dem Ort steht, an dem ein schreckliches Verbrechen begangen wurde. (…)“

Chiara

„(…) Erstaunlich, wie so etwas in diesem Stil möglich war. Es ist wichtig, dass es nicht in Vergessenheit gerät.“

Yuting

„Ich fand die Gedenkstättenfahrt sehr interessant. Man denkt, dass man mittlerweile schon sehr viel über das Thema „Nationalsozialismus“ weiß, jedoch lernt man immer wieder etwas hinzu. (…) Ich finde es sehr wichtig, dass Gedenkstätten existieren und es gefördert wird, diese zu besuchen. (…)“

Kim

„Bei dem Seminar war besonders erschreckend zu erfahren, wie viel Aufwand in so ein menschenverachtendes System gesteckt wurde. Der riesige bürokratische Aufwand, der betrieben werden musste, um das T4-Programm geheim zu halten, demonstriert die perfide Maschinerie des NS-Regimes. (…)“

Lukas

„(…) Besonders erschütternd war es zu erfahren, dass die Ärzte das offizielle Todesdatum vom tatsächlichen abgewandelt haben, um noch einige Wochen staatliche finanzielle Unterstützung zu erhalten. Auch die Respektlosigkeit den Verstorbenen gegenüber war unvorstellbar, ebenso die scheinbaren „Einzelgräber“, die der Tarnung dienten sowie die Verwendung eines speziellen Grabes, an das Angehörige geführt wurden. Nachdem sie gegangen waren, wurde die Leiche in ein Massengrab gelegt.“

William

„Die Exkursion nach Hadamar wird mir immer in Erinnerung bleiben. Mehrmals musste ich mir von Augen führen, dass in dem Gebäude, in dem wir gerade stehen, vor rund 80 Jahren unschuldige Menschen entwürdigt und ermordet wurden. Vor allem beim Anblick des Kellers, der dort befindlichen Gaskammer und der Fundamente der Verbrennungsöfen war der Gesichtsausdruck von vielen Schülern wie eingefroren. Unfassbar, was Menschen wie wir damals für ein Leid ertragen mussten.(…)“

Zeitzeugen aus Polen zu Besuch an der GBS

Da wir uns im Unterricht der Q3 gerade mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen, hat es sich angeboten, ein sogenanntes Zeitzeugengespräch mit Menschen zu führen, die Hitlers Schreckensherrschaft überlebt haben. Ermöglicht wurde dies dank der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“.

Im Unterricht hatten wir bereits viel Vorwissen sammeln können und uns einige angemessene Fragen überlegt, die wir an unsere Gesprächspartner, – nämlich ehemalige Häftlinge verschiedener Konzentrationslager – richten wollten und waren somit sehr gespannt, was uns erwarten würde.

Der ganze 12. Jahrgang hatte sich am Morgen des 14. September 2017 in der Aula versammelt, und wir Schüler, die drei Zeitzeugen, ein evangelischer Pfarrer als Moderator und eine Übersetzerin wurden mit Klängen Chopins, am Klavier gespielt von unserem Mitschüler Nathanael, empfangen. Herr Dr. Buchwaldt begrüßte alle herzlich.

Der Pfarrer stellte uns dann Mariana (78 Jahre alt), Alicia (86 Jahre) und Eugenius (89 Jahre) vor. Alle drei kamen aus Polen und sprachen dementsprechend Polnisch, und nur wenige Worte Deutsch. Alle drei waren überaus freundlich und machten den Eindruck, als seien sie gerne hier, um uns aus ihrer dunklen Vergangenheit zu berichten.

Das Gespräch mit dem Herrn und den beiden Damen wurde durch den Pfarrer geleitet, indem er ihnen Fragen stellte, die die Übersetzerin auf Polnisch übersetzte, dann die Zeitzeugen erzählen ließ, um ihre Antworten anschließend auf Deutsch wiedergeben zu lassen. Unsere drei Gäste wollten uns alles so detailgenau wie möglich berichten, wie es ihre Erinnerung erlaubte.

Dieses Interview dauerte ca. eine ¾ Stunde, während der wir gebannt zuhörten und uns in eine für uns wirklich unvorstellbare Zeit versetzen ließen. Die erste Frage, ob sie sich denn gerne hier in Deutschland aufhielten, nachdem viele Deutsche ihnen in ihren jungen Jahren derart grausame Dinge zugefügt hatten, bejahten alle drei. Anfangs hätten die beiden Frauen große Sorgen gehabt, nach Deutschland zu kommen und seien durch ihre Erinnerungen traumatisiert gewesen; Eugenius aber erzählte stolz, er sei unvoreingenommen gewesen, hätte keinerlei Vorurteile gehabt und könne seit jeher zwischen guten und bösen Menschen unterscheiden. Alle drei fühlten sich von Anfang an herzlich willkommen und aufgenommen in Deutschland.

Eugenius erzählte, er komme aus Warschau, wo es viele jüdische Zentren gab, und dass seine sehr religiöse Familie viel Kontakt zu Juden gepflegt und sogar einen Juden namens Jan Petruschka versteckt gehalten habe. Ein „Freund“ aus der Nachbarschaft aber habe das Geheimnis verraten, woraufhin Eugenius als 15jähriger zusammen mit seiner ganzen Familie verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau gebracht wurde.

Die Verhaftungsgründe der beiden Frauen waren die Folgenden: Alicia war als Halbwaise aufgewachsen und lebte zusammen mit ihrer Mutter in Warschau, wo sie den 1. Warschauer Aufstand am 1. August 1944 miterlebte, bei dem sich die polnische Armee gegen die deutschen Besatzungstruppen auflehnte. Mutter und Tochter waren an den Protesten aber nicht beteiligt, sondern wurden nichts ahnend mit allen Zivilisten, die sich zu diesem Zeitpunkt am Ort des Geschehens befanden von deutschen Soldaten verschleppt und in Konzentrationslager gebracht. Mariana wurde als 4-jähriges Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter am 12. Dezember 1941 in ein Konzentrationslager eingeliefert. Ihr Vater war als Pole in Hamburg geboren worden, habe sich aber geweigert, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen, was der ausschlaggebende Grund für die Verhaftung der Familie gewesen war. Mariana erzählte uns, dass sie sich, obwohl sie noch sehr klein gewesen war, an alles Schreckliche, was ihr widerfahren ist und was ihr angetan wurde, erinnern könne, und dass sich diese Erinnerungen für immer in ihr Gedächtnis eingebrannt hätten.

Sie war von Mutter und Großmutter getrennt und in eine extra Baracke gebracht worden, in der sich alle Kinder unter 14 Jahren befanden. Jedes musste ein Schild mit einer Nummer um den Hals tragen. Die Kinder wurden von ihren Aufsehern geschlagen und gequält, und es wurden grausame Experimente an ihnen durchgeführt. Den Kindern war es verboten zu weinen, sonst wurden sie geschlagen. Alle drei Zeitzeugen berichteten einstimmig, dass das, was sie am meisten gequält habe, die Ungewissheit gewesen sei, ob ihre Verwandten, mit denen sie eingeliefert worden waren, überhaupt noch am Leben waren; der beißende Geruch der Leichenverbrennung sei allgegenwärtig gewesen. Lediglich Alicia konnte ihre Mutter manchmal heimlich durch den Zaun sehen und bekam Essen auf die andere Seite gereicht und tröstende Worte zugesprochen.

Mariana wurde nach langen 2 Jahren und 8 Monaten gemeinsam mit ihrer Großmutter am 21. Januar 1945, also circa 3,5 Monate vor Kriegsende, befreit. Eugenius war während des Krieges in mehreren KZs inhaftiert und wurde am 9. April 1945 befreit. Alicia berichtete, dass ihre Großmutter mit ihr nach der Befreiung durch die Amerikaner so schnell wie möglich die Front verlassen habe und auf eigene Faust Richtung polnischer Grenze gezogen sei; einen Monat später wollte es das Glück, dass es auch Alicias Mutter zu einem verabredeten Treffpunkt schaffte – sie hat allerdings in ihrem weiteren Leben kein Wort mehr über diese Zeit gesprochen. Es sei bis heute schwer, mit ihrer Vergangenheit zu leben, sagen alle drei Zeitzeugen, und mit ihren Verwandten haben sie nie viel darüber gesprochen, was sie in den Konzentrationslagern erlebt hatten.

Nach der ersten Fragerunde, hatten wir die Möglichkeit, Fragen an Eugenius, Alicia und Mariana zu stellen, zum Beispiel: Was ist die schlimmste Erinnerung an die Zeit im KZ? Gab es etwas, das Mut gemacht hat? Wie kann man im Nachhinein damit umgehen, und wie haben sich die Eltern danach verändert? Auf diese und weitere Fragen antworteten alle drei gerne und ausführlich. In unseren Einzelgesprächen nach der offenen Fragerunde gingen sie aber noch tiefer ins Detail, und die Fragen wurden noch ein bisschen persönlicher und im kleinen Kreis beantwortet.

Eine der für mich persönlich interessantesten Fragen an unsere Gäste war, ob es ihnen möglich sei zu verzeihen, beziehungsweise wie sie reagieren würden, wenn sie einen ihrer Peiniger auf der Straße wiedertreffen würden. Eugenius antwortete darauf ganz klar mit „ja“, was uns alle sehr überraschte. Er halte am Gebot der Nächstenliebe fest, sagte er ganz überzeugt. Alicia war dagegen ganz anderer Meinung: Sie hätte sich auf jeden Fall an ihrer damaligen Aufseherin rächen wollen! Mariana antwortete auf diese Frage, dass sie es nun einfach genieße, in Frieden zu leben, und dass sie, wenn sie jemandem aus ihrer KZ-Zeit über den Weg laufen würde, die Person einfach ignorieren würde.

Am Ende dieses Vormittags waren wir alle höchst beeindruckt davon, was diese Menschen schon als Kind haben durchmachen müssen, und wie selbstbewusst und aufrecht sie dagegen heute vor uns gestanden haben.
Elise Steinbrenner, Q3

Förderpreis der Loos-Stiftung für Yizhe Zhang

Am 24.06.2017 fand die diesjährige Verleihung der Förderpreises der Loos-Stiftung im Festsaal des Rathauses statt. 3 Schülerinnen wurden in diesem Jahr im Rahmen der Feierstunde ausgezeichnet und erhalten jeweils eine Ausbildungsförderung in Höhe von 3000€.

Foto: Joachim Sobek

Yizhe Zhang gehört ebenfalls zu den diesjährigen Preisträgerinnen. Herzlichen Glückwunsch!

Foto: Joachim Sobek

Foto: Joachim Sobek

Hier geht es zum ausführlichen Bericht im Wiesbadener Kurier.

Europäischer Wettbewerb: Landespreis geht an die Gutenbergschule

Am 22. Juni 2017 wurden Rebecca Möbius (Q2) sowie Rahwa Gereziger und Zainah Fazely im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung an der Obermayr-Schule durch den Vorsitzenden der Europa-Union Wiesbaden, Peter H. Niederelz, mit einem Landespreis ausgezeichnet.

Die drei Schülerinnen hatten sich in Form eines Plakats mit dem Thema „In Europa angekommen – was nun?“ auseinandergesetzt. Die Idee sich an dem Wettbewerb zu beteiligen, war im Deutschunterricht entstanden. In der Unterrichtseinheit „Rhetorik“ beschäftigte sich Rebecca in ihrer Rede mit den Zukunftsperspektiven und Hoffnungen der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge. Daraus ergab sich die Überlegung zusammen mit ihrer Patenschülerin Rahwa und Zainah, deren Mitschülerin aus einer InteA-Klasse, eine Gruppenarbeit anzufertigen.

Dieses Jahr beteiligten sich bundesweit über 85 000 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, davon über 6 600 aus Hessen, am 64. Europäischen Wettbewerb.

Ein ausführlicher Bericht findet sich unter:

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/steckbriefe-voller-zuversicht–45-preistraeger-des-europaeischen-wettbewerbs-ausgezeichnet_17985100.htm

Schwarze Löcher beschern Gutenbergschülern Präsentationscoaching des British Council

Ca. 25 Schülerinnen und Schüler kamen am 01.06.2017 in den Genuss eines exklusiven Präsentationscoachings durchgeführt vom British Council. Unter Anleitung des Coaches Hewad Laraway konnten die Teilnehmenden sowohl ihre Präsentations- als auch Sprachkompetenz  schulen. Neben ungeübten Spontanvorträgen bildete die Erarbeitung einer Präsentation in englischer Sprache den zentralen Inhalt des 4-stündigen Workshop im CDI.

 

Dieses Coaching war dem Wettbewerbserfolg von Marten Karl, William Koch und Lucas Schorling (alle Q2) beim MINT-EC SchoolSlam 2016/17 zu verdanken. Ihr Beitrag zur speziellen Relativitätsheorie wurde am 24.02.2017 in Berlin ausgezeichnet (zum Bericht).

 

Entdecke den Kosmos – MINT400 Hauptstadtforum 2017 in Berlin

(Berlin, 23.02./24.02.2017) Die MINT400 ist eine alljährliche Veranstaltung des Vereins MINT-EC, dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk von 267 Schulen. Sie bietet 400 naturwissenschaftlich und technisch begeisterten Schülerinnen und Schülern sowie 100 Lehrkräften von MINT-EC Schulen die Möglichkeit, sich über die Schule hinaus zu vernetzen und auszutauschen. Die zweitägige Veranstaltung in Berlin (23.04. – 24.04.2017) sah Workshops und Fachvorträge vor, die man besuchen konnte. Von der Gutenbergschule haben Marten Karl, Lucas Schorling, William Koch (alle drei aus der Q2) und Andreas Meier teilgenommen.

Foto: MINT-EC | MINT400 Bildungsmarkt

Am Tag der Ankunft gab es neben einem Mittagessen im Kosmos (ehemals das größte Kino der DDR) parallel eine Bildungsmesse, bei der man sich über Wettbewerbe, Studienmöglichkeiten und Berufe in naturwissenschaftlichen Bereichen informieren konnte. Der Tag endete mit Fachvorträgen, von denen es insgesamt fünf zu unterschiedlichen Themen gab, die man im Vorfeld wählen konnte: Wir hörten uns gemeinsam mit Andreas Meier den Vortrag „Von Snap! zu SAP HANA – Next-Gen Consulting mit SAP Young Thinkers“ an. Unter anderem wurde die neue grafische Programmiersprache Snap! präsentiert, die dem weit verbreiteten Scratch sehr ähnlich sein soll. Der Abend war zur freien Verfügung und bot die Möglichkeit zu einem Ausflug in die Hauptstadt.

Der zweite Veranstaltungstag hatte zwei wesentliche Programmpunkte. Bis zum Nachmittag fanden insgesamt 33 Workshops statt (von denen man sich im Vorfeld auch einen aussuchen musste), am Abend gab es eine gemeinsame Veranstaltung mit anschließendem Abendessen.

Wir Schüler besuchten einen Workshop zur Programmierung (in C) von kleinen Robotern in Anlehnung an den Mars-Rover Curiosity. Hierbei gab es einige Arbeitsaufträge, von der einfachen Ansteuerung von Lichtern bis hin zur Verwendung von Sensoren zur Hinderniserkennung mithilfe von Infrarotdioden. Am Ende konnte man seine Roboter durch einen kleinen Parcours fahren lassen. Andreas Meier besuchte parallel einen Workshop zum Thema „Design Thinking“. Dies ist eine neue Methode zur Problemlösung und wird aktuell zunehmend zur Entwicklung von Prototypen eingesetzt.

Foto: MINT-EC | Keynote Speech mit Dr.-Ing. e.h. Thomas Reiter
Foto: MINT-EC | Dr.-Ing. e.h. Thomas Reiter, Ralph Caspers

Ein Highlight der abschließenden Abendveranstaltung, moderiert von Ralph Caspers (Sendung mit der Maus, Wissen macht Ah!), war die Präsentation des ESA-Koordinators und erfahrensten Astronauten Europas Dr. Thomas Reiter. Er berichtete über seine spannende Arbeit als Astronaut auf der MIR und der ISS. Außerdem fanden die Preisverleihung des SchoolSlam Wettbewerbs und die Ehrung des Gewinners des internationalen Chemiewettbewerbs statt. Zwischendurch sorgte das DigiEnsemble Berlin für Unterhaltung.

Foto: MINT-EC | SchoolSlam Platz 2 – „Special Relativity“

Die Preisverleihung des SchoolSlam Wettbewerbs war für uns Schüler ein besonderer Moment bei der MINT400. Für die Teilnahme haben wir ein dreiminütiges Video gedreht, in dem man ein naturwissenschaftliches Thema auf Englisch erklärt. Mit unserem Video haben wir versucht, das Phänomen der Zeitdilatation (ein Aspekt der Relativitätstheorie von Albert Einstein) darzustellen, und sind damit in einer Vorauswahl der Jury des British Council zu den besten 3 Beiträgen gewählt worden. Das Publikum bei MINT400 hat schließlich am Abend entschieden, unser Beitrag ist auf dem 2. Platz gelandet.

https://youtu.be/Q0MMhf0rMRM

Die weiteren teilnehmenden Videos sowie einen Bericht zum Wettbewerb kann man auf der Website des MINT-EC finden.

Einen kurzen Überblick über das gesamte Programm findet man ebenfalls Auf der Webseite von MINT-EC.

William Koch

Jugend forscht 2017 – „Bitte einsteigen“ zum Regionalwettbewerb

Am 11.02.2016 folgten 77 Jungforscherinnen und Jungforscher der Einladung zum Regionalwettbewerb Hessen West bei InfraServ Wiesbaden. Insgesamt 40 Arbeiten verschiedener Fachgebiete wurden bei der 52. Auflage des Wettbewerbs Jugend forscht präsentiert.

Clara, Niklas & Gizem beim Standaufbau ab 7.30 Uhr – Alisa hilft

Aufbau abgeschlossen – Thomas ist bereit zur Präsentation

Thomas erläutert seine Forschungsergebnisse

Das diesjährige Wettbewerbsmotto „Zukunft – Ich gestalte sie.“ motivierte natürlich auch wieder Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule, ihre Forschungsarbeiten zum Wettbewerb einzureichen und sowohl einer fachkundigen Jury als auch der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Bei der feierlichen Siegerehrung konnten sich unsere Forscherinnen und Forscher schließlich über einen 3. Platz und einen 2. Platz sowie eine zusätzliche Auszeichnung mit einem Sonderpreis freuen.

  • Die Energieversorgung der Zukunft? (Clara Kürsten, Niklas Schmidt, Gizem Zobu – Eb)
    3. Platz (Technik)
  • Grätzelzelle – Eine Alternative zur Solarzelle? (Thomas-Julien Mendoza – Q4)
    2. Platz (Physik) + Sonderpreis „Erneuerbare Energien“

3. Platz für Clara, Niklas & Gizem

2. Platz & Sonderpreis „Erneuerbare Energien“ für Thomas

Ein großer Dank richtet sich natürlich auch an die Projektbetreuer – Frau Dr. Alfonso, Herr Meier -, die ihre Forschergruppen bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb begleitet und unterstützt haben.

Ein besonderer Dank richtet sich an die Schülerin Yizhe Zhang (Q4), die ihre langjährige Wettbewerbserfahrung als Teilnehmerin als weitere Betreuerin des Projekts „Die Energieversorgung der Zukunft“ sehr erfolgreich einbringen konnte. Alisa Naumann (Eb) unterstützte die Gruppe ebenfalls bei ihren Forschungen.

Herzlichen Glückwünsch an alle Beteiligten. Bleibt neugierig!

Weitere Links zu Artikeln / Bildergalerien sobald verfügbar.

Exkursion des Geschi-GK in das Frauenmuseum Wiesbaden

Am Dienstag, den 17. Januar 2017 saßen wir morgens nicht so wie immer in unserem Geschi-Raum, sondern trafen uns mit Frau Thorn um 9.00 Uhr vor dem Frauenmuseum Wiesbaden in der Wörthstraße.
Im Unterricht hatten wir uns mit der Gesellschaft im Kaiserreich befasst, insbesondere mit der Frauenbewegung von 1848 bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Hierzu hatten wir ein ausführliches Referat von Paul und Vivien gehört. Somit verfügten wir schon über ein bisschen Vorwissen und dieser Museumsbesuch war die perfekte Gelegenheit für uns, dieses zu erweitern.
Das Frauenmuseum in Wiesbaden wurde im November 1984 als das 2. Frauenmuseum in Deutschland eröffnet; nur 50 Museen zu dieser Thematik finden sich weltweit.
Hier in Wiesbaden sammeln Beatrixe Klein und Kim Engels gemeinsam mit ihrem Team schon über viele Jahre hinweg Informationen zu einzelnen bedeutenden Frauen, beschäftigen sich mit der Frage, wie Frauen seit dem 19. Jahrhundert im Wandel der Zeit gelebt haben und wie sich die Geschlechterverhältnisse in den verschiedenen Epochen darstellen lassen.
Unsere 45-minütige Führung von Kim Engels durch das 3-stöckige Haus war sehr lebhaft und interessant gestaltet, die jugendlich wirkende Frau sprühte nur so vor Begeisterung und so hörten wir gespannt zu.
Die erste Ausstellung in der obersten Etage hieß „Hopeful Arrival“. Dort hingen Bilder von 16 geflüchteten Frauen aus verschiedenen Kulturkreisen, hauptsächlich aber aus Syrien und Afghanistan, welche alle das gemeinsame Ziel verfolgen erkennbar „Frau sein“ zu dürfen, d.h. keinen Schleier tragen zu müssen. Mit diesen interessanten Frauen arbeitet das Team des Frauenmuseums schon längere Zeit zusammen und erfährt bei regelmäßigen Treffen etwas über deren Leben. Vor allem die Visionen, Träume, Wünsche und Ziele dieser Frauen werden eingefangen und auf anschauliche Weise im Museum dargestellt.
Eindrucksvoll und zum Nachdenken anregend waren Fäden, die unter den Bildern in einem scheinbaren Wirrwarr angebracht worden waren und Buchstabenkombinationen  miteinander verbanden; bei genauem Hinsehen beziehungsweise Verfolgen dieser bildeten sich Wörter, beziehungsweise Aussagen wie „Stille“, „Frieden“, „sich sicher fühlen“, „Deutschland = frei sein“, „Gleichberechtigung“, „Liebe“ oder „Respekt“.
Im 2. Stock konnten wir unzählige unterschiedliche Frauenfiguren als das Ergebnis einer Grundlagenforschung entdecken. An einem sehr anschaulichen Beispiel erzählte uns Kim Engels, welches Bild vor noch gar nicht allzu langer Zeit von Frauen bestand – ja bis heute in vielen Kulturkreisen noch besteht und wie sehr das weibliche Geschlecht in bestimmte Vorstellungen „hineingepresst“ wurde. Man hatte menschliche Knochen mit einer Reihe von Waffen drumherum liegend gefunden; zweifelsohne musste das ein tapferer Krieger gewesen sein… . Als aber Jahrhunderte später eine Gynäkologin das Skelett erneut in Augenschein nahm, stellte sich heraus, dass es sich wohl um eine tapfere KriegerIN gehandelt haben muss, denn die Form des Beckens zeugte von mehreren Schwangerschaften.
Im Ausstellungsbereich „Cyclomania – radelnde Frauen“ in der ersten Etage konnten wir uns darüber informieren, wie Frauen durch die Erfindung des Fahrrads seit Beginn des 19. Jahrhunderts einerseits eine ungleich größere Mobilität genossen, andererseits aber durch die für diese Epoche typische Frauengarderobe stark eingeschränkt wurden.
Da das Frauenmuseum Wiesbaden aktuell den 200. Geburtstag des Fahrrads feiert, wurden wir in dieser Ausstellung zu einer Zeitreise in die Geschichte des Damenfahrrads eingeladen.
Kim Engels erzählte uns, Frauen seien schon von Beginn an gerne geradelt, hätten aber lange Zeit unter massiver Diskriminierung leiden müssen, indem sie beschimpft oder gar bespuckt wurden, weil es als unschicklich für das Frauengeschlecht galt, sich mit seiner Alltagskleidung auf ein Hochrad, auf die Michauline oder auf eine „Drais`sche Laufmaschine“ zu begeben. Die langen Kleider wogen bis zu 10 Kilo und das damals übliche Korsett machte ein komfortables Fahren schier unmöglich. Als das „Ladies Pedestrian Horse“ – ein Laufrad ­– erfunden wurde, entwickelte sich auch die Kleidung weiter. Jetzt trugen die Frauen erstmalig weite Pumphosen, die endlich auch einen bequemen Sitz auf dem Rad ermöglichten.
Wenn man also die Geschichte des Fahrrads betrachtet, so sind neben dessen technischer Entwicklung auch die sozialen Aspekte darum herum mit einzubeziehen.
Zum Ende des Vormittags hörten wir uns einen längeren Vortrag von Beatrixe Klein über zwei Frauen an, die für die feministische Bewegung besonders wegweisend waren: die zwei Frauenrechtlerinnen Anna von Doemming und Ika Freudenberg, die sich für den Verein der Frauenbildungsreform engagiert haben.  
Durch unseren Ausflug in das Frauenmuseum Wiesbaden haben wir einiges über die Frauenbewegung seit Beginn des 19. Jahrhunderts dazulernen und unser Wissen aus der Schule mit neuen Informationen und Anschauungsweisen bereichern können.

von Elise Steinbrenner