Erfolgreiche Teilnahme der GBS am Wettbewerb „Informatik-Biber 2017“

Wie sieht eine robuste Internetverbindung innerhalb der Inselgruppe Ho, No, Ma, Ka und To aus? Wie lautet die Nachricht, die der Biber als Bote übermittelt? Und wie bringt man große und kleine Hunde am effizientesten in eine bestimmte Reihenfolge? Vielfältig und unterhaltsam gestalten sich die Aufgaben des jüngsten Informatik-Bibers. Auf den ersten Blick ist das, was die Schülerinnen und Schüler hier begeistert, reine Knobelei am Computer, tatsächlich handelt es sich um informatische Grundüberlegungen, die zur richtigen Lösung führen.

Insgesamt 92 Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule haben im November 2017 erfolgreich am bundesweiten Wettbewerb „Informatik-Biber“ teilgenommen. Der Wettbewerb war Teil des Informatikunterrichts bzw. Nachmittagsangbots von Herrn Geyer und Herrn Rost der Jahrgangsstufen 5 bis Q1. Die Teilnahme erfolgt im Rahmen der MINT Förderung der Gutenbergschule und fließt in das MINT-EC-Zertifikat der Schülerinnen und Schüler ein.

Spielerisch setzen sich Kinder und Jugendliche beim Online-Contest mit Fragen der Informatik auseinander, ohne Vorkenntnisse ist dies möglich und die Motivation groß. Das Konzept, das dem Wettbewerb zugrunde liegt, geht auf: 341.241 Schülerinnen und Schüler nahmen beim Informatik-Biber 2017 teil. So viele wie noch nie. Sie stellten sich Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades: von Fragen rund um das intelligente Sicherheitssystem eines Museums bis hin zur Lichtkunst eines Hochhauses. Seit seiner Premiere im Wissenschaftsjahr 2006 verzeichnet der größte Informatik-Wettbewerb Deutschlands alljährlich neue Rekordzahlen. Nach 290.808 Teilnahmen im letzten Jahr waren in diesem Jahr mit 341.241 genau 50.433 mehr Teilnehmende dabei, der Mädchenanteil lag bei 43,9%. Der „Informatik-Biber“ ist Teil der Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF). Erstmals standen den Teilnehmenden zwei Biberwochen zur Verfügung. Dank der hohen Teilnehmerzahl ist der Informatik-Biber das Projekt mit der größten Reichweite im Bereich der Digitalen Bildung in Deutschland.

Alle Teilnehmer/innen bekamen eine Urkunde für ihre Teilnahme.

Vier Schülerinnen und Schüler konnten die Höchstpunktzahl verbunden mit dem 1. Preis erreichen, acht Schülerinnen und Schüler erreichten den zweiten Preis und bekamen einen Sachpreis übereicht.

Die Preisträger/innen des Informatik-Bibers 2017 im Wahlunterricht Informatik, Jahrgangstufe 8 (Foto Rost/Gutenbergschule).

 

Wire – das bessere WhatsApp

Nach den letzten Gesprächsrunden in unseren fünften Klassen zum Thema Internet bin ich mehr denn je überzeugt, dass Kinder nicht WhatsApp, sondern – wenn überhaupt – andere, (kinder-)sichere Messenger wie Threema oder Wire nutzen sollten, bei denen keine persönlichen Daten an die Kontakte übermittelt werden, und v.a. nicht an Fremde. Viele der Kinder berichteten, dass sie ungefragt zu irgendwelchen Gruppen hinzugefügt wurden, wodurch ihre Handynummern wildfremden Menschen bekannt wurden. Ein klares No-Go in dieser Altersklasse – selbst ich als Erwachsener möchte exklusiv bestimmen können, wer meine Handynummer erfährt.
Dazu kommt, dass WhatsApp seit August 2016 Kontakt- und Metadaten sowie das Profilbild und die Statusmeldung an Facebook weitergibt. Bis zur Klärung datenschutzrechtlicher Einwände ist diese Weitergabe aktuell angeblich ausgesetzt – überprüfen lässt sich das allerdings nicht. „Metadaten“ enthalten u.a., wer wann und wie lange mit wem kommuniziert hat. Das bedeutet, dass Facebook durch WhatsApp sogar von Menschen, die gar keinen Facebookaccount besitzen, erfährt, mit wem sie bekannt sind – eine mächtiges Argument, um zielgruppenspezifische Werbung teuer verkaufen zu können. Inzwischen haben etliche Messenger in puncto Funktionaltät mit WhatsApp gleichgezogen oder es sogar überholt, sodass es – außer Bequemlichkeit – keinen Grund mehr gibt, an diesem Datenkraken festzuhalten.
Die klar bessere Alternative ist aus meiner Sicht aktuell das kostenlose „Wire“: Der Anbieter stammt aus der Schweiz mit Niederlassung in Berlin, und außer dem Nutzernamen werden keinerlei persönliche Angaben übertragen, weder in Gruppen, noch in der persönlichen Kommunikation. Zusätzlich zu den von WhatsApp bekannten Funktionen bietet Wire Videotelefonie, animierte GIFs und eine Malfunktion für Zeichnungen und handschriftliche Nachrichten.
Zudem ist der Messenger auf Android, iOS, Windows Phone, an PC und Mac sowie in allen aktuellen Browsern gleichzeitig auf mehreren Geräten mit demselben Account nutzbar – es wird also auch niemand von der Kommunikation ausgeschlossen, der kein Smartphone besitzt – ein weitereres, spielentscheidendes Argument bei Kindern und Jugendlichen! Zum Erstellen eines Accounts genügt eine beliebige E-Mail-Adresse (diese sollte, wie bei allen Anmeldungen im Netz, nicht den Namen des Kindes enthalten).
Inhaltlich muss man natürlich dieselben Aspekte beachten und mit den Kindern zu besprechen wie bei WhatsApp: Cybermobbing und das Teilen problematischer Inhalte kann kein noch so sicherer Messenger verhindern.
Weitere Informationen zu WhatsApp:
 
Günter Steppich

Martin Michaelis zählt zu Deutschlands besten Nachwuchsinformatikern 2016

Wer gehört zu Deutschlands besten Nachwuchsinformatikern? Nach intensiven Finaltagen und zwei komplexen Aufgaben setzten sich sechs der insgesamt 28 Finalisten des 34. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf) gegen ihre Konkurrenten durch. Austragungsort der diesjährigen Endrunde war das Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Bundessieger wurden am 23.09.2016 in einer Feierstunde im Zeiss-Planetarium Jena ausgezeichnet.

© FSU Jena/Anne Günther
© FSU Jena/Anne Günther

Für die Endrundenbesten war es ein großer Tag nach rund einem Jahr. Zwölf Monate, in denen sie sich gegen außergewöhnlich viele Teilnehmende durchgesetzt hatten. Mehr als 1300 Schülerinnen und Schüler waren beim Start des 34. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf) dabei, deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Nach zwei Wettbewerbsrunden qualifizierten sich 28 von ihnen für die Endrunde, darunter auch das gesamte deutsche Team der diesjährigen Internationalen Informatikolympiade (IOI). Ausrichter der Finalrunde war das Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) gemeinsam mit dem Carl-Zeiss-Gymnasium Jena.

Am Ende setzten sich sechs Nachwuchstalente als Bundessieger an die Spitze: Maximilian Azendorf (Gera), Nicolas Faroß (Vinningen), Nico Gründel (Mössingen), Michael Jungmair (Ainhofen), Lukas Michel (Mörlenbach) und Maximilian Stiede (Jena). Sie erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro und werden in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Weitere Preisträger sind: Robert Hönig (Prag), Martin Michaelis (Wiesbaden), Niels Mündler (Haar), Nicholas Schwab (Lohr am Main), Jasper Slusallek (Kaiserslautern) und Viktor Yuschuk (Wertheim). Sie erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Wegen seiner herausragenden Gesamtleistung wurde Nico Gründel mit dem renommierten Ingo-Wegener-Preis ausgezeichnet.

© FSU Jena/Anne Günther
© FSU Jena/Anne Günther
© FSU Jena/Anne Günther
© FSU Jena/Anne Günther

Hoher Wissensstand der Junginformatiker
An den vorangehenden zwei Finaltagen hatten die Junginformatiker ihren hohen Wissensstand und ihre Problemlösungs-Kompetenz bewiesen. Jeder Teilnehmer führte einzeln Prüfungsgespräche mit Mitgliedern einer Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft. Im Team setzten sich die Finalisten außerdem mit zwei komplexen Informatik-Anforderungen auseinander. Eine Aufgabe beschäftigte sich mit der Frage nach der Sicherheit drahtloser Autoschlüssel, die andere mit dem Aufbau von Arten-Stammbäumen in der Biologie. „Um sich in der Endrunde durchzusetzen, benötigen die Teilnehmenden typische Informatik-Kompetenzen“, so BwInf-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Pohl. „Dazu zählt neben Theorie- und Praxiswissen der Informatik insbesondere die Fähigkeit zur Teamarbeit.“

Lösungen mit viel Phantasie und Kreativität
Die Leistungen der jungen Leute überzeugten Jury und Gastgeber. „Die Schüler haben hier gezeigt, dass sie sich das Wissen des ersten Studienjahres Informatik quasi selbst angeeignet haben“, sagt Jury-Mitglied Prof. Dr. Tobias Friedrich, der jüngst aus Jena nach Potsdam wechselte. Und auch Juror Prof. Dr. Martin Bücker von der Friedrich-Schiller-Universität Jena lobt die Teilnehmer: „Die Schüler haben die gestellten Aufgaben in Gruppenarbeiten mit viel Phantasie und Kreativität gelöst.“ Für den Juryvorsitzenden Prof. Dr. Till Tantau von der Universität zu Lübeck war der diesjährige Wettbewerb „wie ein Heimkommen nach Jena. Denn vor 24 Jahren fand die Endrunde schon einmal in Jena statt und ich war damals selbst Teilnehmer und einer der Bundessieger“ – ein Lebenslauf, der den Teilnehmern zeigt, welche Chancen ihnen offenstehen, wenn sie dem Fach Informatik verbunden bleiben.

Herzlichen Glückwunsch an Martin Michaelis für die tolle Leistung. Vielen Dank auch an Herrn Geyer, der Martin im Fach Informatik unterrichtet und bei der Finalrunde in Jena begleitet hat.

Bye bye WhatsApp

WhatsApp steht seit seinem Erscheinen aus Datenschutzgründen in der Kritik, insbesondere weil die App ungefragt sämtliche Handykontakte auf Server in den USA herunterlädt und dort permanent synchronisiert. Verkauft wird das den Nutzern als Service, um bequem sehen zu können, welche Kontakte ebenfalls WhatsApp nutzen, seriöse Anbieter holen dazu allerdings die Zustimmung der Nutzer ein und übertragen die Kontaktdaten nur temporär, gehasht (d.h. mit einem geheimen Schlüssel unkenntlich gemacht) und verschlüsselt. Diese Anforderungen erfüllen z.B. die alternativen Messenger Threema, Signal und Wire (siehe Seitenende).

Nachdem WhatsApp dem öffentlichen Druck ab Ende 2014 nachgab und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einführte (anfangs nur zwischen Androidgeräten, seit April 2016 auf allen Geräten. Metadaten – wer kommuniziert mit wem – laufen weiterhin unverschlüsselt über die Server), beruhigte sich die Kritik ein wenig, aber nach der einschneidenden Änderung der AGB im August 2016 ist WhatsApp für mich endgültig nicht mehr tragbar.

Der Knackpunkt:  Mit der unvermeidlichen Annahme der AGB muss man erklären, dass man autorisiert ist, seine Kontakte regelmäßig an WhatsApp (und damit auch Facebook) weiterzugeben. Das ist nach deutschem Datenschutzrecht unmöglich, es sei denn, man holt die schriftliche Zustimmung aller Kontakte ein. Legal kann WhatsApp in Deutschland nach diesen Änderungen definitiv nicht mehr benutzt werden. Wer den „Freundefinder“ von Facebook genutzt hat, hat damit übrigens auch sämtliche Daten seiner Kontakte, insbesondere Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, ohne deren Zustimmung an Facebook ausgeliefert…

Zum Zweiten werden nun „WhatsApp-Account-Informationen“ an Facebook weitergegeben – welche das genau sind, wird nicht offengelegt, die Handynummer auf jeden Fall, aber WhatsApp sichert sich in seinen AGB auch umfangreiche Rechte an Profilbildern und Statusmeldungen. Besonders unmittelbare Konsequenzen hat diese Neuerung für User, die ihre Handynummer bei Facebook angegeben haben und damit 1-1 identifizierbar sind. Wer allerdings die Facebook-App oder den Facebook Messenger auf Mobilgeräten benutzt, dürfte auch ohne das Hinterlegen der Handynummer bei Facebook längst zugeordnet sein, denn die umfangreichen Berechtigungen dieser Apps (Geräte-ID, Identität, Kontakte, SMS…) lassen vermuten, dass diese Informationen längst ausgelesen sind.
Auch wenn man die geschickt versteckte Widerspruchsoption entdeckt (bei der Annahme der neuen AGB im Kleingedruckten ganz unten oder danach 30 Tage lang unter „Einstellungen – Account“), bewirkt das nur, dass diese Daten aktuell (noch) nicht für Werbezwecke genutzt werden – übertragen werden sie trotzdem an Facebook, in dessen Verwaltungsrat WhatsApp-Gründer Jan Koum seit dem Verkauf von WhatsApp an Facebook (Kaufpreis 19 Mrd. $) im Februar 2014 sitzt. Nach der Übernahme versicherte Koum in zahlreichen Interviews treuherzig, dass WhatsApp selbstverständlich autark bleiben würde und dass keine Nutzerdaten mit Facebook geteilt würden. Aber was schert ihn sein Geschwätz von gestern…

Zum Dritten offenbaren die neuen AGB, mehr schlecht als recht verklausuliert, dass nun Werbung auf WhatsApp eingeführt wird: „Wir möchten Möglichkeiten erkunden, wie du und Firmen über WhatsApp miteinander kommunizieren können […] Nachrichten, die du erhältst, die Marketing enthalten, könnten Angebote zu etwas enthalten, das dich interessiert.“

Von daher kann man nur jedem wärmstens empfehlen, diesem Datenkraken, der sich zynischer Weise in seinen AGB für seine strengen Datenschutzprinzipien („Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen programmiert“) feiert, ebenfalls die rote Karte zu zeigen und auf einen wirklich privaten Messenger zu wechseln.

Nebenbei wurde mit den neuen AGB die bisherige Altersgrenze dem amerikanischen Rechtsstandard angepasst und von 16 auf 13 Jahre heruntergesetzt, verbunden mit dem Hinweis, dass bei unter 13jährigen explizit die Erziehungsberechtigten für die Nutzung des Accounts verantwortlich sind: „Wenn du nicht alt genug bist, um in deinem Land berechtigt zu sein, unseren Bedingungen zuzustimmen, muss dein Elternteil oder Erziehungsberechtigter in deinem Namen unseren Bedingungen zustimmen.“ Letzteres freut zumindest die Schulen, die nun mit dem Hinweis auf diesen Passus diejenigen Eltern von unter 13jährigen in die Pflicht nehmen können, die das Thema Medienerziehung liebend gerne an die Schulen outsourcen möchten.

Alternativen: Wer eine sichere Alternative zu WhatsApp sucht, sollte sich Threema ansehen. Der Hersteller sitzt in der Schweiz, die App lässt sich auch nur mit der Threema-ID ohne Preisgabe persönlicher Daten und des Adressbuchs nutzen. Sie bietet inzwischen denselben Funktionsumfang wie WhatsApp und kostet einmalig 2,99 € (Android und iOS) bzw. 2,99 $ (Windows Phone), die wirklich gut angelegt sind. Der Anbieter vermeldet aktuell deutlich gestiegene Nutzerzahlen und hat auf die neuen WhatsApp-AGB mit einem 50%-Rabatt reagiert, der allerdings am 8.9.16 endet.
Vom Funktionsumfang her nachgezogen hat auch SIMSME, das kostenlos von der Deutschen Post für iOS, Android und Windows Phone zur Verfügung gestellt wird.
Auch die kostenlosen Open Source Messenger „Signal“ (Favorit von Whistleblower Edward Snowden) von Open Whisper Systems und „Wire“  sind echte Empfehlungen.
Alle genannten Messenger setzen bei Android-Handys allerdings mindestens Android 4.x voraus, was auch Sinn macht, da ältere Androidversionen wegen massiver Sicherheitslücken nicht mehr zu empfehlen sind. Da WhatsApp Ende 2016 ältere Android- und WindowsPhone-Betriebssysteme sowie Blackberry Handys nicht mehr unterstützen wird, ist aber auch das kein Argument, an WhatsApp festzuhalten.
Telegram“ ist nicht zu empfehlen, da es die Kontakte ungefragt und unverschlüsselt überträgt und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur in „geheimen“ Chats bietet.
Eine Übersicht mobiler Messenger und ihrer Funktionen findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_mobilen_Instant-Messengern
In jedem Fall muss man dann allerdings auch seine Kontakte zum Umstieg bewegen und dafür hartnäckige Überzeugungsarbeit gegen die blauäugige „ich hab doch nichts zu verbergen“-Fraktion leisten…

Ich habe allen meinen Kontakten mitgeteilt, dass ich WhatsApp nicht mehr nutze und, oh Wunder, die Anzahl der Kontakte auf Threema, Signal und Wire hat bereits erheblich zugenommen!

Es gibt ein Leben nach WhatsApp! 😉

Wichtig: WhatsApp unbedingt in der App unter „Einstellungen – Account löschen“ entfernen, sonst bleiben Backups auf WhatsApp-Servern und können evtl. wiederhergestellt werden, wenn man irgendwann seine Handynummer wechselt und jemand, der die alte Nummer bekommt, WhatsApp installiert!

Günter Steppich

=> weitere Informationen: Was man über WhatsApp wissen sollte

HOLLYWOOD zu Gast in Wiesbaden: Pagé-Preisträger 2016 geehrt

(13.07.2016) Heute wurde der Pagé-Preis erstmals im Rahmen einer Feierstunde in der Aula der Gutenbergschule verliehen. Eingeladen waren neben den Wettbewerbsteilnehmern, deren Angehörige sowie Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige (Schüler, Lehrer, Eltern). Etwa 100 Personen folgten der Einladung, unter Ihnen auch der Schullleiter Herr Dr. Buchwaldt.

Manuel Pschorn (Q2) eröffnete die Feierstunde am Klavier mit dem Thema aus „Zurück in die Zukunft“ und leitete damit einen kurzweiligen Abend (auch für nicht-MINTler) ein. Nach der Begrüßung durch Herrn Meier, bei der kurz die besonderen Leistungen der Gutenbergschüler/-innen im Bereich der MINT-Fächer im laufrenden Schuljahr dargestellt wurden, leitete Frau Köppen zur Verleihung des Pagé-Preises über. Sie stellte zunächst den langjährigen Förderer und Mitglied des Club Gutenberg, Herrn Dr. Peter Pagé, der leider nicht an der Preisverleihung teilnehmen konnte, sowie die in diesem Jahr eingereichten Projekte vor.

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Nachdem alle Teilnehmer auf die Bühne gebeten wurden, war es endlich so weit. Frau Köppen verkündete die Entscheidung der Jury (Herr Geyer, Frau Köppen, Herr Meier, Herr Nothof, Herr Schäfer, Herr Dr. Sollich), die aufgrund der Qualität aller Arbeiten diesmal nicht leicht fiel. Deshalb entschied sich die Jury, das Preisgeld aufzuteilen:

1. Preis (350 € + Buchpreis)

  • SmartEnergy

Anton Lang, Elif Tosun, Yizhe Zhang

  • howtointer.net

Renan Deuter, Sebastian Perle, Simon Sachs

2. Preis (150 € + Buchpreis)

  • Pumpspeicherkraftwerk im Privathaushalt

Amelie Koch, Alisa Naumann, Bianca Naumann

  • Die Grätzelzelle – eine Alternative zur Solarzelle?

Thomas-Julien Mendoza

Herzlichen Glückwunsch!

Aber das Highlight des Abends sollte nun erst noch folgen.

StarWarsDr. Sascha Vogel vom Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) hielt einen kurzweiligen Festvortrag mit dem Titel „Physik in Hollywood„. In dem etwas mehr als eine Stunde dauernden Vortrag wurde deutlich, welchen naturwissenschaftlichen (insbesondere physikalischen) Unsinn man im Kino und TV zu sehen bekommt. Dabei bekommen nicht nur James Bond oder Star Wars ihr Fett weg, auch Filme wie Ice Age und Bodyguard zeigen erhebliche Schwächen, sobald man Sie mit den wachen Augen eines Naturwissenschaftlers betrachtet.

Alle Fehler werden dabei wissenschaftlich fundiert unter Angabe leicht nachvollziehbarer Berechnungen (man braucht definitiv kein abgeschlossenes Studium der Physik) aufgedeckt. Ein Highlight des Abends war sicher die persönliche TOP 3 der schlechtesten Filme (aus Sicht des Physikers Dr. Vogel). Aber ACHTUNG: Es gibt auch unglaubliche Filmszenen, die tatsächlich möglich sind! Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten.

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Alle Besucher lobten den Vortrag und freuen sich schon auf den 27.09.2016, an dem Dr. Sascha Vogel seinen Vortrag im Rahmen des MINT-EC-Camps „Teilchenphysik“ noch einmal an der Gutenbergschule präsentieren wird (natürlich in geänderter Form).

Der anschließende Sektempfang im Schulhof bot einen gelungenes Abschluss des 13.07.2016, der ganz im Zeichen von MINT stand. Neben dem MINT-Tag der 5. Klassen öffnet seit heute das BIOTechnikum des BMBF noch bis Freitag seine Türen auf dem Vorplatzes des Hauptbahnhofs in Wiesbaden.

Ein besonderer Dank für die heutige Veranstaltung gilt den anwesenden und stets hilfsbereiten Schülerinnen und Schülern des Physik-LK sowie weiteren Schüleinnen und Schülern, die Herrn Doesseler bei der Vorbereitung und der Durchführung des Sektempfangs tatkräftig unterstützt haben.

Ein herzlicher Dank geht natürlich auch an Manuel Pschorn und an alle Besucher, die diese Veranstaltung mit einer kleineren oder größeren Spende unterstützt haben.

Mein persönlicher Dank zum Ende dieses Schuljahres richtet sich an alle begeisterungsfähige Schülerinnen und Schüler, die MINT-motivierenden Lehrerinnen und Lehrer sowie alle Unterstützer der Arbeit des FB III an der Gutenbergschule.

MINT – nicht nur die Farbe der letzten Unterrichtswoche

Die letzte Woche des Schuljahres 2015/16 an der GBS steht ganz im Zeichen der Naturwissenschaften

Am Mittwoch, dem 13.07. startet der naturwissenschaftliche Fachbereich III mit zahlreichen Aktionen zum Endspurt des laufenden Schuljahres:

Feierliche Verleihung des Pagé-Preises 2016 am 13.07.2016

In diesem Jahr wird der Dr. Peter Pagé Preis erstmalig im Rahmen einer Feierstunde in der Aula der Gutenbergschule verliehen.

Vier Forschergruppen haben ihre Projekte eingereicht, neben einer schriftlichen Forschungsarbeit ihr Projekt in einem Kolloquium präsentiert und sich den Fragen der Jury gestellt. Diese hat die Preisträger festgelegt, die am 13.07.2016 ab 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) in der Aula der Gutenbergschule geehrt werden.

Im Rahmen der Preisverleihung erwartet die Teilnehmer ein kurzweiger Festvortrag. Dr. Sascha Vogel aus wird das Publikum über die „Physik in Hollywood-Filmen“ aufklären. Im Anschluss lädt die Gutenbergschule zum Sektempfang.

Die Veranstaltung ist prinzipiell öffentlich. Sollten Sie Interesse am Besuch haben, so melden Sie sich bitte bei Herrn Meier unter

andreas.meier@msedu.gutenberg-gym.de

da die Veranstaltung aus Kapazitätsgründen der Aula für maximal ca. 200 Personen ausgelegt ist.

Der Vortrag „Physik in Hollywood-Filmen“ wird im September 2016 im Rahmen des gemeinsam mit der Leibnizschule organisierten MINT-EC-Camps zum Thema „Teilchenphysik“ noch einmal wiederholt.

Das genaue Programm kann man dem Flyer zur Veranstaltung entnehmen.

Pimp my Truck – BIOTechnikum des BMBF kommt an die Gutenbergschule

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Initiative „BIOTechnikum: Erlebnis Forschung – Gesundheit, Ernährung, Umwelt“

Am Hauptbahnhof Wiesbaden lädt das mobile BIOTechnikum zum „Erlebnis Forschung“

Auf Einladung der Gutenbergschule zeigt die BMBF-Initiative „BIOTechnikum“ vom 13. bis 15. Juli 2016 auf dem Vorplatz des Wiesbadener Hauptbahnhofs eine interaktive Ausstellung zur Biotechnologie. Im doppelstöckigen Forschungstruck können Schülerinnen und Schüler praxisnah experimentieren und mit den begleitenden Wissenschaftlern ins Gespräch kommen.

Schüler der Gutenbergschule haben im mobilen Labor des BIOTechnikums die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung von wissenschaftlern eine Vielzahl von Experimenten durchzuführen: Extraktion von DNA oder die Gewinnung von Elektrizität aus Hibiskustee und Hefe sind nur einige Beispiele. Im Rahmen des MINT-Tages am 13.07. werden auch zwei Schülergruppen der 5. Klassen den Truck besuchenund im anschluss die Antwort auf die Frage: „Wie kommen die Löcher in den Käse“ beantworten können.

Im Rahmen der engen Kooperation mit der Leibnizschule als MINT-EC-Schule sowie einer parallelen Anfrage des Trucks durch die Oranienschule werden einige Praktika an auch an die Leibnizschule und die Oranienschule abgegeben.

Während der „Offenen Tür“ am Mittwoch von 17.00 bis 19.00 Uhr und Freitag von 11.00 bis 14.00 Uhr sind alle interessierten Bürger eingeladen.

Initiative „BIOTechnikum: Erlebnis Forschung – Gesundheit, Ernährung, Umwelt“
Initiative „BIOTechnikum: Erlebnis Forschung – Gesundheit, Ernährung, Umwelt“

Bereits im Jahr 2012 hatten Schülerinnen und Schüler auf Initiative der Gutenbergschule bereits die Möglichkeit den Truck – damals noch unter der Initiative „NANOTruck“ – zu besuchen.

Ehrung der Jugend forscht Schulpreisträger 2016

Die 85 Gewinnerschulen des Jugend forscht Schulpreises 2016 wurden am vergangenen Samstag, 18.06.2016, in Anwesenheit von Dr. Claudia Bogedan, Bremer Senatorin für Kinder und Bildung sowie Präsidentin der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Konferenz der Kultusministerder Länder in Deutschland, in Bremen augezeichnet. Mit dem Preis in Höhe von 1000 € würdigt die Stiftung Jugend forscht e. V. bundesweit das besondere Engagemet von Schulen in der 51. Wettbewerbsrunde von Deutschlands bekanntesten Nachwuchswettbewerb.

©cts-Reisen
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Zu den Highlights des umfangreichen Rahmenprogramms zählte am Samstag neben dem Besuch des Science Centers Univerum Bremen der Festvortrag „Wie leben und arbeiten die Astronauten an Bord der internationalen Raumstation ISS“ von Herrn Dr. Peter Eichler: Samstag ist cleaning-day auf der ISS, 3 Sunden Putzen und Staubsaugen gehören zum Programm jedes Astronauten!

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Der Vortrag „Aktuelle klimarelevante Forschung in den Polargebieten“ von Herrn Dr. Hannes Grobe leitete den Besuchs des Klimahauses in Bremerhaven ein, ein Lernort an dem man die Erdkugel und ihre Klimazonen entlang des 8. Längengrades durchlaufen kann. Übrigens, auch Klimaforscher mögen Fußball – Dr. Grobe verrät: Manchmal kicken sie auch auf einer Eisscholle am Nordpol – fraglich ist aber: Wie lange noch?

Der Jugend forscht Schulpreis wurde im Februar 2016 bei den 85 Regionalwettbewerben je einmal verliehen. Die Ehrung erhielten Schulen, die in der 51. Wettbewerbsrunde eine herausragende Unterstützung junger Talente im MINT-Bereich unter Beweis gestellt haben. Wettbewerbsleiter und Jury bewerteten dabei neben der Anzahl vor allem die Qualität der eingereichten Forschungsprojekte. Beurteilt wurden auch die besonder Förderkultur von Schlen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und der Stellenwert, den der Wettbewerb Jugend forscht dort einnimmt. An der Gutenbergschule wird dies durch das langjährige Engagement der Jugend forscht AG unter ehemaliger Leitung und immer noch Unterstützung durch Frau Friedl und die aktuelle Arbeit der Koordinatorin Frau Dr. Alfonso deutlich. Herzlichen Glückwunsch an alle Jungforscherinnen und Jungforscher sowie Projektbetreuerinnen und -betreuer der vergangen Jahre.

Der Schulpreis kommt im vollem Umfang der Arbeit und Weiterentwicklung von Jugend forscht zugute.

©cts-Reisen
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Kick it with science: Präsentation von iStage 3 in Brüssel

Science on Stage präsentiert zur EM 2016 internationales Lehrerprojekt in Brüssel – Frau Dr. Alfonso und Herr Meier von der Gutenbergschule sind mit dabei

(Brüssel, 03.06.2016) Was ist die perfekte Ballflugkurve, wie muss der ideale Stadionrasen beschaffen sein und wie fällt die CO2-Bilanz einer Europameisterschaft aus? In Fußball steckt eine Menge Naturwissenschaft. Wie dies für den Unterricht genutzt werden kann, präsentierte in der vergangenen Woche Science on Stage, das Europäische Netzwerk für MINT-Lehrkräfte, in der EU Landesvertretung Hessen in Brüssel mit dem internationalen Lehrerprojekt ‚iStage 3 – Fußball im MINT-Unterricht‘.

©Felix Kindermann / Science on Stage Deutschland e.V.
©FKPH / Science on Stage Deutschland e.V.

©Felix Kindermann / Science on Stage Deutschland e.V.
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©Felix Kindermann / Science on Stage Deutschland e.V.
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Fast zwei Jahre haben 24 Lehrkräfte aus 15 europäischen Ländern intensiv an ‚iStage 3‘ gearbeitet. „Fußball ist ein Thema, das Schüler wie Lehrer begeistert und gleichzeitig ein breites Spektrum an interessanten, fächerübergreifenden Fragen, bietet“, so Jean-Luc Richter, Chemielehrer aus Frankreich und Projektkoordinator bei ‚iStage 3‘. Das Ergebnis ist eine Publikation, die passend zur EM 2016 in Frankreich zeigt, wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik rund ums Thema Fußball innovativ und praxisnah gestaltet werden können.

Bei der Präsentation in der EU Landesvertretung Hessen in Brüssel war die Gutenbergschule dabei gleich in doppelter Funktion vertreten:

  1. Herr Meier zählt zu den 24 europäischen Lehrkräften, die bei iStage 3 aktiv mitgewirkt haben: Neben einem Vortrag zum Thema Videoanlyse und Big Data in der Bundesliga beim ersten Zusammentreffen in Berlin – ermöglicht durch das 05er-Klassenzimmer und dem Kontakt zu einer ehemaligen Gutenbergschülerin, derzeit Spielerin bei der TSG Hoffenheim –  entstand das Kapitel ‚Handspiel‘ wesentlich aus dem gleichnamigen Schülerprojekt der Projektwoche 2016. Ideen und Ergebnisse von Gutenbergschülern und -schülerinnen werden hier maßgeblich aufgegriffen.
  2. Präsentation zweier MINT-Projekte der Gutenbergschule im Rahmen des ‚Come together‘ am Abend des 02.06. durch Frau Dr. Alfonso und Herrn Meier:
    • Materie auf der Spur …
    • DIY-Multitouch
©Felix Kindermann / Science on Stage Deutschland e.V.
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„Für einen zeitgemäßen Unterricht und die Weiterbildung von Lehrkräften ist der persönliche Austausch extrem wichtig. Genau dieses ‚voneinander Lernen‘ fördert Science on Stage mit internationalen Langzeitprojekten wie ‚iStage 3‘“, sagt Stefanie Schlunk, Vorsitzende von Science on Stage Europe.

Die Chancen dieses internationalen Austauschs und der Netzwerkarbeit konnten wir in Brüssel wieder einmal eindrucksvoll erfahren. Der Grundstein für weitere (internationale) Projekte im MINT-Bereich konnte bereits gelegt werden …

Mit ‚Fußball im MINT-Unterricht‘ gibt Science on Stage bereits die dritte Publikation in der ‚iStage‘-Reihe heraus, ermöglicht vom Softewarehersteller SAP. Parallel zum Erscheinen der Materialien kündigt Alicia Lenze, Leiterin Global Corporate Social Responsibility der SAP SE, bereits das Folgeprojekt mit Science on Stage, die ‚European STEM League‘ an: Die elf originellsten Ideen zur Umsetzung von ‚iStage 3‘ werden dann im Rahmen der European Code Week 2017 präsentiert. MINT-Lehrkräfte aus ganz Europa können sich bis September 2016 bewerben.

©Felix Kindermann / Science on Stage Deutschland e.V.
©FKPH / Science on Stage Deutschland e.V.

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