Gottesdienst zum Buß- und Bettag
„Für manche das Beste – für andere nur Reste.“
Unter diesem Motto begeht die Lutherkirchengemeinde den diesjährigen Buß- und Bettag. Der ökumenische Gottesdienst in der Lutherkirche am 16.11.2011 um 20 Uhr wird von Pfarrerin Ursula Kuhn mit Oberstufenschülern der Gutenbergschule und dem katholischen Religionslehrer Markus Dobner gestaltet.
Besuch von ehemaligen KZ-Häftlingen an der Wiesbadener Gutenbergschule
Zehn Uhr vormittags. Aula der Gutenbergschule. 180 Schüler sind versammelt, und man könnte eine Stecknadel fallen hören. Auf dem Podium berichten vier Gäste aus Warschau von ihren schlimmen Erlebnissen während der Besetzung ihres Landes durch Nazideutschland. Nach dem Überfall auf Polen im September 1939 wurden die Schulen geschlossen, Lehrer, Pfarrer, Ärzte, die Intelligenz des Landes verhaftet.
Bei der heute 88jährigen Sabina Nawara traf es die gesamte Familie, die im Widerstand engagiert war. Zehn Tage Verhöre bei der Gestapo („Sie wollten Namen wissen.“), ein Zeitraum, über den sie ansonsten schweigt. Dann Transport nach Auschwitz, wo die Ankömmlinge kahl geschoren wurden, Tätowierung der Häftlingsnummer, Baracken, harte Arbeit, schlechtes Essen. „Wir hatten eine Zahnbürste, kein Handtuch, keine Toiletten“, erinnert sich Pani Sabina.
Eugeniusz Dąbrowskis Familie wurde denunziert, weil sie einem jüdischen Freund Zuflucht gewährte. Mitten in der Nacht stand ein SS-Kommando vor der Tür. „Zum Glück war der Jude zu diesem Zeitpunkt nicht bei uns, sondern im Haus einer meiner Schwestern. Sonst wären wir sofort erschossen worden“, sagt Dabrowski. Anders als in den übrigen besetzten Ländern galt in Polen auf das Verstecken von Juden die Todesstrafe. So wurden Mutter, drei Schwestern, ein achtjähriger Neffe und der junge Dabrowski „nur“ nach Auschwitz gebracht. Wie die anderen Zeitzeugen wurde er durch verschiedene Lager geschleust, musste in der Waffenproduktion arbeiten.
Schikanen, Übergriffe, willkürliche Festnahmen prägten die deutsche Besatzungszeit. Nach dem von der polnischen Heimatarmee organisierten Warschauer Aufstand Anfang August 1944 begannen die Nazitruppen, die Stadt zu evakuieren, Block für Block abzufackeln. Überall auf den Straßen lagen Leichenberge, die mit Benzin übergossen und angezündet wurden. „Am 10. August 1944 begann meine persönliche Tragödie“, erzählt Maria Stroińska, die damals 12 Jahre alt war. Wie viele andere wurde auch ihre Familie aus der Wohnung gezerrt, der Vater vor ihren Augen erschossen, die Mutter schwer verletzt. Die vier Jahre ältere Schwester kam ins KZ Neuengamme bei Hamburg, Maria selbst mit einem Kindertransport nach Auschwitz. Es folgte der harte Frostwinter 1944, pseudomedizinische Versuche durch den berüchtigten KZ-Arzt Dr. Josef Mengele, die Evakuierung von Auschwitz, lange Fußmärsche nach Osten. Schließlich das „happy end“ mit der Rückkehr ins zerstörte Warschau. Die Mutter, krank zwar, hatte überlebt. „Ich hatte keine Kindheit“, sagt Maria Stroińska.
Ob und wie sie diese traumatischen Erfahrungen verarbeitet haben, wollen die Gutenbergschüler wissen. Beiseite geschoben, ausgeblendet, jahrelang – so sei sie mit den Leiden umgegangen, erklärt die 88jährige Alina Dąbrowska. In beeindruckend gutem Deutsch übrigens, denn sie hat vor dem Krieg im Gymnasium die Sprache gelernt. „Wenn mich eine Bekannte aus dem Lager auf der Straße ansprach, sagte ich, ich kenne Sie nicht, ich war nicht dort.“ Unter langärmligen Pullovern habe sie die eintätowierte KZ-Nummer verborgen. Sie habe fünfzig Jahre gebraucht, bevor sie erstmals nach Auschwitz fahren konnte. So wie Maria Stroińska. Ob ihnen die Religion geholfen habe, und was die schlimmsten Ereignisse gewesen seien, fragen die Schüler weiter. Ja, der Glaube sei eine wichtige Stütze, sagen die Gäste. Gemeinsam hätten die Häftlinge Lieder gesungen und gebetet, die Hoffnung nicht aufgegeben.
Die schlimmsten Ereignisse? Die Nacktheit bei der Ankunft im KZ, sagt Sabina Nawara. Männer, Frauen, Junge, Alte. Ein Schock. Für Eugeniusz Dabrowski Weihnachten 1944: Während die Wachen „O Tannenbaum“ sangen, versuchten er und ein Mitgefangener, hungrig, Kartoffelschalen zu stehlen. Sie wurden entdeckt, misshandelt, schwer verletzt.
Die Polen freuen sich über das Interesse der Jugendlichen. Nach dem Krieg habe sie zunächst Angst gehabt, Deutsche zu treffen, sagt Alina Dąbrowska. Aber sie sei freundlich aufgenommen worden. Den Kontakt nach Deutschland ermöglicht unter anderem der Evangelische Verein Zeichen der Hoffnung. Die Initiative mit Sitz in Frankfurt am Main, die seit 1977 besteht, versteht sich als deutsch-polnisches Versöhnungswerk. Sie unterstützt ehemalige KZ-Häftlinge und organisiert regelmäßig Kuraufenthalte.
Sabina Nawara bemerkt „viele traurige Gesichter“ im Publikum. Aber „das sind Leiden der Vergangenheit. Wir sind nicht hier, um anzuklagen.“ Immer wieder betonen die Gäste, die Bedeutung freundschaftlicher Beziehungen, Frieden, zumindest in Europa. Ihre Botschaft an die jungen Wiesbadener: „Seid aufmerksam, wenn respektlos mit Menschen umgegangen wird und engagiert euch, schreitet ein.“
Nov, 2011
Gutenbergschule gewinnt 2. Preis beim P&G MINT Award 2011
Am 10.11.2011 fand anlässlich der 8. MINT-Messe Hessen der Landesarbeitsgemeinschaft SchuleWirtschaft im Landtag in Wiesbaden die Verleihung des MINT Award 2011 statt. In diesem Jahr bewarben sich 24 hessische Schulen um den von Procter & Gamble (P&G) gestifteten 6. P&G MINT Award, mit dem die Erarbeitung innovativer Projekte im naturwissenschaftlichen Bereich ausgezeichnet wird.
In diesem Jahr präsentierte sich der WU9-Physikkurs von Herrn Meier mit dem Projekt „Physik unter der (Zeit-)Lupe“ im Hessischen Landtag. Das Unterrichtsprojekt, bei dem es um die Beobachtung physikalischer Phänomene mit einer Hochgeschwindigkeitskamera geht, stieß bereits bei den Besuchern der MINT-Messe auf sehr großes Interesse. Die 8 Schüler des WU-Kurses überzeugten aber auch die Jury mit der Präsentation ihres Messestandes sowie einer 5-minütigen Publikums-Präsentation, sodass diese den mit 2000 € dotierten 2. Preis in diesem Jahr an die Gutenbergschule vergab. Darüber hinaus sollen die Schüler für einen Tag die Möglichkeit bekommen, das Hochgeschwindigkeits-Videolabor der Firma BRAUN in Kronberg zu besuchen.
Herzlichen Glückwunsch!


Nov, 2011
Minimarathon 2011
Gutenbergschüler beim Frankfurt Mini-Marathon 2011 wieder stark vertreten
1. Platz für Jon Grandpierre beim Minimarathon 2011
Beim 30. Frankfurt City Marathon, am 30. Oktober 2011, stellte der Kenianer Wilson Kipsang mit der unglaublichen Zeit von 2:03:42 Stunden einen neuen Streckenrekord auf und erzielte damit auch der zweitschnellste Zeit, die jemals auf dieser Distanz gelaufen wurde. Am Ende verpasste er den Weltrekord um lediglich vier Sekunden.
Doch nicht nur die Profis waren beim 30. Frankfurt Marathon auf der Jagd nach Rekorden.
Mit 107 gemeldeten Teilnehmern, konnte die Gutenbergschule Wiesbaden beim diesjährigen Minimarathon ihre Teilnehmerzahl aus dem letzten Jahr noch überbieten und stellte damit die drittgrößte Läuferzahl aller teilnehmenden Schulen. Insgesamt gingen am diesjährigen Minimarathon 3.200 Schüler auf den 4,2 km langen Rundkurs in der Frankfurter City.
Nachdem die Gutenbergschule im letzten Jahr erstmalig am Minimarathon in Frankfurt teilgenommen hatte, mussten die Sportlehrer nur wenig Überzeugungsarbeit leisten, um die Schüler in diesem Jahr für den Minimarathon zu gewinnen. Das Großereignis hatte im letzten Jahr zahlreiche Schüler derartig begeistert, dass die Mehrzahl der Schüler direkt nach dem Lauf ihre erneute Teilnahme ankündigt hatte. Da auch die Eltern noch am gleichen Tag ihre Unterstützung für den diesjährigen Lauf zugesagt hatten und der Ablauf des Minimarathons jetzt bekannt war, konnte noch effektiver geplant werden, so dass sich am Wettkampfmorgen im Wiesbadener Hauptbahnhof eine Gruppe von mehr als 130 Gutenbergschülern, Eltern und Lehrern zusammenfand um gemeinsam nach Frankfurt zu fahren. Mit Zug und U-Bahn ging es zum gemeinschaftlichen Treffpunkt an der Messehalle Frankfurt, wo weitere Gutenbergler dazu kamen und Herr Meyn und Herr Termer bereits mit den Startunterlagen warteten. Die gute Stimmung und das Lauffieber, das nun auch die letzten Teilnehmer angesteckt hatte, wurde dann auch nur leicht getrübt, als die Schüler vernehmen mussten, dass nur jeder zweite Teilnehmer der Gutenbergschule einen Läuferbeutel erhalten könne. Auf Grunde der unerwartete hohen Teilnehmerzahl waren schlichtweg zu wenig Beutel vorhanden und konnten bis zum Rennen nicht mehr nachgeliefert werden. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet, beteiligten sich 25.305 Athleten bei der diesjährigen Marathonveranstaltung.
Nach einem kurzen gemeinschaftlichen Aufwärmprogramm und letzten Instruktionen ging
es zum Start, auf die Friedrich-Ebert-Anlage vor der Messehalle. Der Rundkurs führte an zahlreichen Zuschauern vorbei durch die Hochhausschluchten der Frankfurter Innenstadt, vorbei an der Alten Oper und endete in der Festhalle, in der die Schüler nicht nur von den mitgereisten Eltern, sondern auch von einem begeisternd applaudierenden Publikum angefeuert wurden, das die Festhalle in Erwartung der ersten Profiläufer bereits bis zum letzten Platz gefüllt hatte.
Keine Viertelstunde nach dem Start konnten die mitgereisten Eltern und Lehrer dann auch den ersten Gutenbergschüler auf den letzten Metern, beim Lauf über den roten Teppich, bejubeln. Jon Grandpierre, der für seinen Wiesbadener Leichtathletik Verein an den Start gegangen war, überquerte nach nur 14:34 Minuten als dritter Minimarathonläufer die Ziellinie und sicherte sich den ersten Platz seiner Altersklasse. Weitere Gutenbergschüler folgten und liefen unter dem Applaus des Publikums mit Zeiten unter 20 Minuten über die Ziellinie, so dass sich am Ende gleich mehrere Läufer der Gutenbergschule unter den Top 100 ihrer jeweiligen Altersklasse wieder fanden.
Für die meisten Minimarathonteilnehmer, wie auch für die meisten Marathonteilnehmer, stand die Platzierung jedoch eher im Hintergrund. Für sie zählten vor allem die Atmosphäre des Marathons, das Lauferlebnis mit ihren Mitschülern und ihre persönliche Leistung auf der Strecke von 4,2 Kilometer durch Frankfurt. Nach ihren eigenen Anstrengungen konnten die Minimarathonteilnehmer noch das hochdramatische Finish von Wilson Kipsang, die Ankunft der vollkommen erschöpften deutschen Läuferin Sabrina Mockenhaupt und den Zieleinlauf weiterer Profis und Hobbyläufer erleben.
Neben ihrer Medaille und einer Urkunde durften die Schüler wohl auch ein unvergessliches Lauferlebnis vom Minimarathon 2011 in Frankfurt mit nach Hause nehmen.
Allen unterstützenden Lehrern und Eltern ein herzliches Dankeschön!
Florian Schäfer
Gutenbergschüler bzw. für die Gutenbergschule gestartete Läufer unter den Top 100 (nach Altersklasse):
1. Jon Grandpierre (14:34 Minuten)
13. Tobias Rosenbaum (18:35 Minuten)
34. Julius Hinze (18:21 Minuten)
39. Patrick Görner (18:42 Minuten)
44. Niklas Kürschner (18:59 Minuten)
48. Marten Schlicher (19:02 Minuten)
50. Jana Schmitt (22:35 Minuten)
54. Johanna Lindenblatt (22:50 Minuten)
62. Fynn Flackus (20:03 Minuten)
69. Elena Dubouis (23:03 Minuten)
69. Julian Engler (19:33 Minuten)
78. Leo Velthaus (20:25 Minuten)
80. Myriam Schilderoth (24:16 Minuten)
96. Liv Kürschner (24:33 Minuten)
Alle Ergebnisse sind im Internet auf der Homepage des Veranstalters nachzulesen.
http://www.bmw-frankfurt-marathon.com
Informationsabende für die Eltern der Klassen der Einführungsphase zur Qualifikationsphase vom 01.11.-03.11.11
An die Eltern, Schülerinnen und Schüler der E-Klassen!
Am Dienstag, den 01.11.2011, Mittwoch, den 02.11.2011 sowie Donnerstag, den 03.11.2011 finden die Informationsabende zur neuen Oberstufenverordnung OAVO statt, zu denen ich Sie herzlich einlade. Es wird informiert über:
— Zulassungsbedingungen zur Qualifikationsphase
— Wahl von Grund – und Leistungsfächern
— Sonderbestimmungen für einzelne Fächer
— Durchführung und Ablauf der Abiturprüfung/Landesabitur
Dienstag 01.11.2011 Klassen E a,c,f,j
Mittwoch 02.11.2011 Klassen E b,d,e
Donnerstag 03.11.2011 Klassen E g,h,i,k
Zeit: jeweils 19.00 Uhr Ort: Aula der Gutenbergschule
Dauer: ca. 1 ½ Stunden
Mit freundlichem Gruß
Lorenz
(Oberstufenleiter)
Pagé Preis 2011/2012
Auch in diesem Jahr können Schülerinnen und Schüler wieder als Forscher aktiv werden und ein Preisgeld im Gesamtwert von 1000 € gewinnen. Die genauen Regularien zur Teilnahme am Wettbewerb findet man hier.
S. Köppen
Bundesfremdsprachenwettbewerb – jetzt anmelden!
Jetzt anmelden beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen – Er hat an der GBS schon fast Tradition
Gehören die Fremdsprachen auch zu deinen Lieblingsfächern? Liebst du Herausforderungen? Fühlst du dich in Englisch, Französisch, Latein oder einer anderen Fremdsprache fit und möchtest deine Fähigkeiten auch mal außerhalb des normalen Unterrichts ausprobieren?
Du hast Lust, dich auch einmal an Aufgaben zu versuchen, zu deren Lösung man bisweilen ein wenig „knobeln“ muss… Dann ist der Bundeswettbewerb Fremdsprachen genau das richtige für dich.
Anmeldeschluss: 6. Oktober 2011
Interessante Aufgaben und Preise warten auf dich!
EINZELWETTBEWERB EW1:
Teilnahme mit einer Fremdsprache – vom achten bis zum zehnten Schuljahr einschließlich, auch für Schülerinnen und Schüler der E-Phase
EINZELWETTBEWERB EW2:
Teilnahme mit zwei Fremdsprachen – vom achten bis zum zehnten Schuljahr einschließlich, auch für Schülerinnen und Schüler der E-Phase
Infos unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/mitmachen/mittelstufe
Du schreibst gerne Geschichten? Versuch es doch mal in deiner Lieblingsfremdsprache.
KURZGESCHICHTENWETTBEWERB:
für Schülerinnen und Schüler vom siebten bis zehnten Schuljahr (auch E-Phase). Das Thema 2012: „Der Schlüssel“
Infos unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/mitmachen/kreativwettbewerb
Für sprachlich kreative Gruppen – eine DVD erstellen, zum Beispiel mit Klassenkameraden einen Krimi drehen, einen Trickfilm herstellen oder ein Hörspiel verfassen
GRUPPENWETTBEWERB
für Schülerinnen und Schüler vom fünften bis zehnten Schuljahr (auch E-Phase)
Infos unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/mitmachen/team-schule
Für echte Könner:
OBERSTUFENWETTBEWERBEW3 – für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10.
Das Prinzip des Oberstufenwettbewerbs: Zwei Sprachen, vier Runden
Infos unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/mitmachen/oberstufe
Chinesisch und Japanisch für Anfänger
OSTASIENWETTBEWERB – für Schülerinnen und Schüler, die zum Anmeldezeitpunkt noch keine oder nur geringe Sprachkenntnisse haben
Infos unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/mitmachen/ostasien
Ausführliche Infos sowie Anmeldung unter: www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de
1. Infobrief des SEB Vorstands 2011/2012
Protokoll der Sitzung des Schulelternbeirats vom 06.09.11
Sehr geehrte Eltern,
hier das Protokoll der Sitzung zur Information:
Gruß
Ihr SEB-Vorstand





